3,2 Millionen Euro Seed-Finanzierung für nuwacoms Enterprise-Plattform

Das Koblenzer KI-Startup nuwacom hat eine Seed-Runde in Höhe von 3,2 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist der niederländische VC Newion, begleitet von erfahrenen Business Angels aus dem europäischen Technologiesektor. Das Kapital fließt in den Ausbau des Teams, die Markterschließung und die Weiterentwicklung der Plattform. Unternehmen wie die Lufthansa Group, Vodafone, Union Investment und BLG Logistics setzen bereits auf nuwacom, um die Zusammenarbeit mit KI-Agenten unternehmensweit zu etablieren.

„Unzugängliches internes Wissen und der ständige Wechsel zwischen Tools erschweren den Arbeitsalltag, bremsen Effizienz und kosten Unternehmen täglich wertvolle Zeit. Mit nuwacom schaffen wir einen geschützten KI-Arbeitsraum, in dem Dokumente, Teams und Agenten nahtlos zusammenwirken – markenkonform, skalierbar und unter voller Kontrolle über ihre Daten,“ sagt Co-Founder Sascha Böhr.

nuwacom wurde 2024 von Sascha Böhr, Christophe Folschette und Alexander Kleinen gegründet. Die drei Unternehmer haben aus vorherigen Erfolgsgründungen Erfahrungen in der Skalierung erfolgreicher SaaS-Lösungen. Mit nuwacom verfolgen sie die Mission, für Unternehmen und deren reale Arbeitsprozesse eine Plattform zu bieten, auf der Menschen und KI abteilungsübergreifend sicher und effizient zusammenarbeiten.

„nuwacom bringt genau das mit, was ein führendes KI-Startup in Europa braucht: ein erfahrenes Gründerteam mit Skalierungserfahrung und eine Plattform, die reale Probleme löst. Die Vision eines intelligenten Workspaces, der Kollaboration, Wissen und Sicherheit verbindet, ist genau das, was moderne Unternehmen jetzt brauchen,“ sagt Mathijs de Wit, Partner bei Newion.

KI wird zum Teammitglied

Im Mittelpunkt der Plattform stehen intelligente KI-Agenten, die nicht isoliert agieren, sondern direkt in die Arbeitsabläufe bei der Recherche, Texterstellung, Kommunikation oder Freigabeprozessen integriert sind. Das Ergebnis: spürbar schnellere Prozesse, bessere Ergebnisse und eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

„Wir entwickeln keine weitere Einzellösung, sondern die Infrastruktur für die produktive Zusammenarbeit mit KI. Unsere Plattform ersetzt fragmentierte Tools und verknüpft Wissen, Prozesse und Teams in einem zentralen, KI-gestützten Workspace – voll integriert in die interne Arbeit und die täglichen Tools,“ sagt Co-Founder Christophe Folschette.

Quantum Systems zum Einhorn gekürt

Die Quantum-Systems GmbH ist Hersteller von zivilen und militärischen Überwachungsdrohnen aus Gilching bei München und wurde 2015 gegründet. Der Drohnenhersteller hat bei Investoren aktuell 160 Millionen Euro eingesammelt und steigt damit zum Einhorn 2025 auf. Mit der neuen Finanzierung wird das Start-up mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Damit ist Quantum Systems gemeinsam mit dem aktuellen GründerMagazin Titelhelden Helsing das zweite Verteidigungs-Start-up aus Deutschland, das nun zu den Unicorns gehört. Helsing hat sich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) spezialisiert und ist auch in die Drohnenproduktion eingestiegen.

Drohne Scorpion Vector Quantum Systems
Drohne Scorpion Vector Quantum Systems

Quantum Systems aus Gilching bei München gilt mit derzeit 550 Mitarbeitern als führender Hersteller von kompakten Drohnen für eine sensorgestützte Datenerfassung. In den vergangenen Jahren habe sich der Umsatz jedes Jahr verdoppelt, so Firmeninformationen auf handelsblatt.com und munich-startup.de. Die aktuelle Finanzierungsrunde mit Balderton Capital versammelt neue Investoren wie Hensoldt, Airbus Defence and Space, Bullhound Capital und LP&E AG. Auch die bisherigen Geldgeber HV Capital, Project A, Peter Thiel, DTCP, Omnes Capital, Notion und Porsche SE sind wieder mit im Boot.

CEO und Gründer von Quantum-Systems GmbH. Florian Seibel ist Visionär, Impulsgeber und CEO von Quantum-Systems, früher Pilot bei der Bundeswehr und Luftfahrtingenieur erklärt: „Der Bedarf nach souveräner, luftgestützter Aufklärung war noch nie so groß wie heute. Unsere Systeme – eine leistungsstarke Kombination aus Hardware und Software – sind auf die Realität moderner Verteidigungs- und Sicherheitsanforderungen ausgelegt: autonom, interoperabel und unter extremen Bedingungen erprobt. Mit der Unterstützung unserer neuen und bestehenden Investoren sind wir bereit, der europäische Marktführer für robotisierte und KI-gestützte Luftaufklärungslösungen zu werden. Wir stellen öffentlichen und privaten Kunden die hochauflösenden und genauen Daten zur Verfügung, auf die sie für ihre täglichen Entscheidungen angewiesen sind.“

Die modularen Drohnensysteme des Startups sind senkrechtstartende elektrische Starrflügler mit kippbaren Propellern, die mittels KI autonom navigieren. Die Produkte kommen sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich zum Einsatz – unter anderem in der öffentlichen Sicherheit, im Tagebau, in der Landwirtschaft und bei Infrastrukturprojekten.

Zugang zu Bankkrediten immer schwieriger

Zahlreiche mittelständische Unternehmen müssen aktuell Übernahmen, Neustrukturierungen und Umschuldungen mit Bankkrediten finanzieren. Immer weniger haben jedoch Erfolg mit klassischen Krediten bei Banken. Insbesondere KMU sehen sich deshalb vermehrt nach alternativen Finanzierungslösungen wie objektbasierten Modellen um.

So hat die Bundesbank in ihrer aktuellen Umfrage zum Kreditgeschäft im ersten Quartal 2025 eine deutliche Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien durch deutsche Banken festgestellt. Damit reagieren die Institute unter anderem auf die derzeit unsichere wirtschaftliche Lage und das gestiegene Risiko von Kreditausfällen. So stieg zwar die Nachfrage nach Krediten Anfang des Jahres, mit ihr aber auch die Zahl der Kreditablehnungen bei kleineren und mittleren Unternehmen.

Finanzinstitute mussten nicht nur die allgemeinen Richtlinien an die aktuelle Situation anpassen. Auch die Kreditbedingungen – die in den Kreditverträgen vereinbarten tatsächlichen Anforderungen an die Unternehmen – wurden aufgrund des gestiegenen Kreditrisikos und der gesunkenen Risikotoleranz zuletzt erneut verschärft. Im Zuge der verschärften Kreditrichtlinien und -bedingungen der Banken suchen gerade kleine und mittlere Unternehmen daher vermehrt nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten.

Der Bedarf an Finanzierungslösungen, die nicht oder nur in geringem Maß von der Bonität abhängen, ist in den letzten Monaten spürbar gestiegen. Unternehmen, die klassische Bankkredite nicht mehr in ausreichendem Maße erhalten, griffen zunehmend auf solche Alternativen zurück. „Immer häufiger liegen bei uns Anfragen etwa zur Finanzierung von Unternehmensübertragungen auf dem Tisch“, erklärt Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter des Spezialfinanzierers Maturus Finance GmbH. Sie ist eine bankenunabhängige Finanzierungsgesellschaft und bietet innovative Wege der Unternehmensfinanzierung.

Restriktionen auch in Zukunft zu erwarten

Im Fokus stehen dabei auch objektbasierte Modelle, die den Wert von Unternehmens-Assets wie Fuhrparks, Maschinen, Sachwerten oder Warenlagern in den Mittelpunkt stellen. Restriktionen auch in Zukunft zu erwarten. Aufgrund der weiterhin angespannten Wirtschaftslage und der gesunkenen Bonität zahlreicher Kreditnehmer planen die Institute laut Umfrage weitere Straffungen. „Auch wir rechnen künftig mit einem beständigen Anstieg der Anfragen für alternative Modelle“, sagt von der Goltz. Gerade in Zeiten volatiler Konjunkturentwicklung und schwieriger Unternehmenssituationen sei die schnell und flexibel einsetzbare Liquidität, die durch Modelle wie Sale & Lease Back und Asset Based Credit gewonnen werden kann, von Vorteil für KMU. „Aber auch in Wachstumsprozessen und außerhalb von Krisenzeiten erweist sich der Griff nach Bankalternativen als pragmatische Lösung“, so der Finanzierungsexperte.

Anders als beim gewöhnlichen Unternehmenskredit betrachtet der Asset-Finanzierer statt der Bonität des Unternehmens die Werthaltigkeit und Zweitmarktfähigkeit der angebotenen Leasingobjekte bzw. Sicherheiten. Somit können Betriebe, die zum Beispiel über einen umfangreichen Maschinen- oder schweren Fuhrpark verfügen, diese Objekte im Rahmen einer „Sale & Lease Back“-Finanzierung in sofortige Liquidität verwandeln und zur weiteren Nutzung direkt zurückleasen.

Zepta sichert sich Millionen-Investment

Zepta, ein Startup für digitale Schädlingsbekämpfung mit Niederlassungen in Sachsen und Thüringen, hat seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und sich einen siebenstelligen Betrag gesichert. Investoren sind der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, GIMIC Ventures, die bm-t aus Thüringen und der Chemovator, das Inkubator-Programm von BASF. Mit dem frischen Kapital will Zepta sein Wachstum beschleunigen, Kunden gewinnen und Branchenführer in der digitalen Schädlingsbekämpfung werden.

„Das Interesse an Schädlingsbekämpfung hat mich schon früh gepackt, da mein Vater in der selben Branche war. Jetzt sind wir mit einem Produkt an den Markt gegangen, das Ratten nur bei wirklichem Befall bekämpft und Wirkstoffe nicht präventiv nutzt. Das ist supereffizient und somit gut für Mensch und Tier – nur eben nicht für Ratten und andere unerwünschte Nager, “ so Lukas Deuscher, Mitgründer und CSO. Der Klimawandel und die daraus resultierenden steigenden Temperaturen lassen die Population von Ratten und anderen Schädlingen exponentiell ansteigen – sie verbreiten auch heute noch Krankheiten, zerstören Infrastruktur und gefährden Ernten in der Landwirtschaft. Gleichzeitig werden toxikologische Köder immer strenger reguliert. Unternehmen brauchen dringend umweltfreundliche Alternativen – und genau hier setzt Zepta an. Der Markt steht vor einer massiven Transformation und wird in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Experten schätzen, dass der weltweite Umsatz bis 2028 auf rund 30 Milliarden Euro anwachsen wird.

Zepta bietet eine IoT-basierte, datengetriebene Lösung, die traditionelle und umweltschädliche Methoden ersetzt. Anstatt Köder regelmäßig manuell zu überprüfen, ermöglicht Zepta eine 24/7-Überwachung in Echtzeit. Durch das smarte Monitoring-System werden die wirkstoffhaltigen Köder nur bei Bedarf eingesetzt. Auch bereits vorhandene Fallen lassen sich mit der Lösung nachrüsten. Das reduziert die Zahl unnötiger Einsätze um bis zu 90 Prozent, spart Unternehmen hohe Kosten und minimiert den ökologischen Fußabdruck der Branche. Zepta unterstützt Unternehmen mit verschiedenen B2B-Kooperationsmöglichkeiten, je nach Größe des Betriebs und Anzahl der benötigten Sensoren.

Über Zepta Technologies:

Zepta Technologies ist ein Startup mit Sitz in Dresden und einer Niederlassung in Thüringen, das 2024 von Martin Cirillo-Schmidt, Lukas Deuscher und Nick Leiding gegründet wurde. Es ist spezialisiert auf digitale Lösungen und Nachhaltigkeit in der Schädlingsbekämpfung. Durch Echtzeitüberwachung reduziert Zepta manuelle Prozesse, minimiert Umweltbelastungen und macht den Markt effizienter. Das Unternehmen beschäftigt aktuell acht Mitarbeiter. Investoren sind der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, GIMIC Ventures, bm-t und Chemovator, das Inkubator-Programm von BASF. https://www.zepta.io/

“ KI-Unicorn Helsing ist fünf Millarden Dollar wert“

Das deutsche KI-Start-up Helsing hat bei Investoren frisches Kapital in Höhe von 450 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen unter Co-CEO Gundbert Scherf arbeitet an KI-Entwicklungen für das Militär. Die aktuelle Bewertung am Finanzmarkt liegt bei rund fünf Milliarden Dollar.

„Unser Ansatz ist Software-first. Wir arbeiten mit der Industrie und Regierungen zusammen, um bestehende und neue Hardware-Plattformen mit fortschrittlicher KI zu verbinden“, vereinfacht CEO Gundbert Scherf. Helsing aus München hat sich in kürzester Zeit als führender Akteur für KI-gestützte Verteidigung etabliert. Die treibenden Faktoren: Millionen-Investments geopolitische Unsicherheiten – und drei Gründer aus Gaming, Militär und Deep Tech.

Helsing ist eines der am schnellsten wachsenden Verteidigungstechnologie-Unternehmen Europas. Das 2021 in München gegründete Start-up entwickelt KI-gestützte Lösungen für Streitkräfte, mit dem Ziel, militärische Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Einsatzfähigkeit zu verbessern. Mit einer Bewertung von 4,9 Milliarden Euro, zahlreichen Regierungsaufträgen und der Mission “Künstliche Intelligenz zum Schutz unserer Demokratien” hat sich das Unternehmen in nur vier Jahren als strategischer Partner für Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine etabliert.

Neben dem Luft- und Bodenbetrieb weitet Helsing seine Aktivitäten auf den Weltraum aus. Im Februar 2025 kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Loft Orbital an, um Europas erste KI-basierte Satellitenkonstellation für Regierungs-, Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen zu entwickeln: “Die Fähigkeit, KI direkt im Orbit auszuführen.“

Gleichzeitig baut Helsing seine Produktionskapazitäten auf mehr als 1000 Drohnen pro Monat aus. Diese softwaredefinierten Drohnen sind nicht nur autonom, sondern auch resistent gegen feindliche Störmaßnahmen – ein klarer Vorteil auf dem modernen Gefechtsfeld. Bis 2024 wird das Unternehmen rund 400 Mitarbeitende beschäftigen und plant, diese Zahl bis Ende 2025 auf über 500 zu erhöhen, insbesondere in den Bereichen KI-Entwicklung, Luft- und Raumfahrttechnologie und strategische Partnerschaften. Gundbert Scherf zur militärischen Verwendung seiner Drohnen-Technologie: „Es ist ein bisschen paradox, aber gerade autonome Systeme sind für Demokratien gemacht.“

Die wichtigsten Fördermittel für Deine Existenzgründung

Hier findest Du eine strukturierte Übersicht der wichtigsten Fördermittel in Deutschland für Existenzgründer (Stand: 2025). Diese Förderprogramme decken verschiedene Phasen der Gründung ab – von der Vorbereitung über die Finanzierung bis hin zur Wachstumsphase:


🏦 1. Finanzielle Förderprogramme (Darlehen, Zuschüsse, Beteiligungen)

ERP-Gründerkredit – StartGeld (KfW)

  • Für wen: Gründer, Freiberufler und kleine Unternehmen (bis 5 Jahre alt)
  • Förderung: Bis zu 125.000 € Kredit (mit bis zu 100 % Haftungsfreistellung)
  • Vorteil: Zinsgünstig, auch ohne große Sicherheiten
  • Mehr Info: www.kfw.de

Gründungszuschuss (Agentur für Arbeit)

  • Für wen: Arbeitslose, die eine hauptberufliche Selbstständigkeit aufnehmen
  • Förderung: 6 Monate á 300 € + ALG I als Zuschuss, danach evtl. Verlängerung
  • Voraussetzung: Tragfähiger Businessplan + vorherige Beratung

EXIST-Gründerstipendium (BMWK/BMBF)

  • Für wen: Hochschulabsolventen, Forschende, Studierende mit innovativer Gründungsidee (v.a. technologieorientiert)
  • Förderung: Lebensunterhalt (bis 3.000 €/Monat), Sachmittel + Coachings (für 1 Jahr)
  • Träger: Hochschulen & Forschungseinrichtungen
  • Mehr Info: www.exist.de

INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

  • Für wen: Business Angels, die in innovative Start-ups investieren
  • Förderung: 20 % Zuschuss auf Beteiligung (max. 100.000 € p.a.), Exitbonus
  • Indirekt für Gründer wichtig, da Anreize für Investoren geschaffen werden
  • Mehr Info: www.bmwk.de

Mikromezzaninfonds Deutschland

  • Für wen: Kleine Unternehmen, Solo-Selbstständige, Gründende mit wenig Eigenkapital
  • Förderung: Bis zu 50.000 € Beteiligungskapital (stille Beteiligung)
  • Vorteil: Eigenkapitalähnlich – verbessert Bankrating

💼 2. Beratungs- & Coachingförderung

Förderung unternehmerischen Know-hows (BAFA)

  • Für wen: Junge Unternehmen (< 2 Jahre) und bestehende KMU
  • Förderung: Bis zu 80 % Zuschuss zu Coachingkosten (bis 4.000–6.000 €)
  • Inhalte: Wirtschaftliche, finanzielle, organisatorische oder technische Themen
  • Mehr Info: www.bafa.de

Gründercoaching Deutschland (nicht mehr bundesweit über KfW verfügbar)

→ Alternativ: Regionale Programme der IHKs, Handwerkskammern oder Landesbanken


🌍 3. Regionale Förderprogramme (Auswahl)

Je nach Bundesland gibt es zusätzliche Programme, z. B.:

  • Berlin Startup Stipendium
  • Bayern: Start?Zuschuss!
  • NRW: NRW.BANK.Gründungskredit / Gründerstipendium NRW
  • Hamburg: InnoFounder / IFB Förderprogramme
  • Baden-Württemberg: Start-up BW Pre-Seed

👉 Empfehlung: Besuch der Website der Landesförderbank oder IHK-Gründungsberatung im jeweiligen Bundesland.


🧭 Tipp zur Orientierung & Antragstellung

  • Erste Anlaufstellen:
    • Industrie- und Handelskammer (IHK)
    • Handwerkskammer (HWK)
    • Gründungszentren / Wirtschaftsförderungen
    • Förderdatenbank des Bundes: www.foerderdatenbank.de

Gründerpreis NRW 2024: „Starke Idee, starke Leistung.“

Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium und die NRW.BANK zeichnen in Düsseldorf drei innovative Gründungsteams aus Nordrhein-Westfalen mit „MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW 2024“ aus. Der erste Platz geht an die Ideenschmiede Incoretex GmbH aus Aachen, die über eine Plattform hilft, Produkte intelligenter zu machen. Platz zwei belegt die Greis Beschichtungstechnik GmbH aus Olpe für innovative Oberflächenbeschichtungen. Den dritten Platz sichert sich die SO DONE GmbH aus Rheine für eine KI-basierte Lösung, die Hassmeldungen im Internet aufspürt. Die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt 60.000 Euro.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur:„Starke Ideen, starke Leistung – starke Preisträgerinnen und Preisträger! Die Gründerinnen und Gründer treiben die digitale und nachhaltige Transformation voran und bauen damit nicht nur an ihrem eigenen wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch an der Zukunft unseres Landes. Menschen wie sie machen Nordrhein-Westfalen zu einem attraktiven Standort, auch für Investitionen aus dem Ausland. Mit Ihrem Engagement und ihrem Erfolg machen sie vielen anderen Gründerinnen und Gründern Mut, neue Wege einzuschlagen. Respekt!“

Gabriela Pantring, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK: „Die technologischen Innovationen und das unternehmerische Engagement der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind wichtige Bausteine für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Mit MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW unterstützen wir die Strahlkraft ihrer visionären Geschäftsideen über die Landesgrenzen hinaus – damit sie auch viele weitere Gründungsinteressierte dazu inspirieren, an ihre Ideen zu glauben.“

Über den ersten Platz und ein Preisgeld von 30.000 Euro kann sich die Incoretex GmbH aus Aachen freuen. Das 2019 von Dr. Martin Riebe gegründete Unternehmenentwickelt intelligente Produktlösungen, die hochauflösende Sensorik, Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT) nahtlos miteinander verbindet. Mit einer innovativen Plattform verwandelt Incoretex Produkte wie Trainingsgeräte und Matratzen in intelligente, interaktive Systeme, die flexibel auf die Anforderungen der Kundinnen und Kunden reagieren. Die Technologie wird bereits in verschiedenen Branchen eingesetzt – vom Echtzeit-Monitoring in der Mobilitätsindustrie bis zu automatisierten Vermessungen im Schuheinzelhandel. Dank intelligenter Technik werden Füße hochpräzise und digital vermessen, Matratzen passen sich dank Sensoren an die Anatomie an und Fitnessgeräte analysieren Trainingsaktivitäten präzise.

Platz zwei und ein Preisgeld von 20.000 Euro sichert sich die Greis Beschichtungstechnik GmbH aus Olpe, die mit umweltfreundlichen Beschichtungsverfahren überzeugte. Unter der Leitung von Nicolas Greis hat sich das Unternehmen in kürzester Zeit zu einem Vorreiter in der Oberflächenbeschichtung entwickelt, der innovative Lösungen für Korrosions- und Brandschutz und andere anspruchsvolle Beschichtungsverfahren liefert. Durch ein hochmodernes Teleskop-Trocknungssystem werden die Durchlaufzeiten der Beschichtungsprozesse um bis zu 50 Prozent verkürzt, was die Umweltbelastung deutlich reduziert. Zudem arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Verbesserung der ökologischen Standards durch den Einsatz lösemittelarmer und umweltfreundlicher Materialien.

Platz drei geht an die SO DONE GmbH aus Rheine. Das Gründungsteam um Franziska Brandmann, Marcel Schliebs und Alexander Brockmeier hat eine KI-basierte Software entwickelt, die Menschen vor Anfeindungen und Drohungen im Netz schützen soll. Das Tool erkennt strafrechtlich relevante Kommentare und unterstützt Betroffene dabei, diese zu löschen und rechtliche Schritte einzuleiten. Das Angebot ist für die Nutzerinnen und Nutzer kostenlos. Mit diesem innovativen Ansatz verteidigt SO DONE die Rechte der Betroffenen und stärkt die Meinungsfreiheit und die Demokratie im digitalen Raum. Dafür erhält das Unternehmen ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Über den Wettbewerb

MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW zählt mit 60.000 Euro Preisgeld zu den bundesweit höchstdotierten Wettbewerben seiner Art. Im Jahr 2023 gingen die Auszeichnungen für die ersten drei Plätze an die cleansort GmbH aus Rösrath, die Düsseldorfer LEROMA GmbH und Kikis Kitchen GmbH aus Bochum. Die Jury von MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christine K. Volkmann besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der NRW.BANK sowie Existenzgründungs- und Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen zu MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW, Steckbriefe und Fotos der zehn Nominierten sowie die Aufzeichnung der Preisverleihung finden Sie unter www.gründungspreis.nrw.

Geschäftsklima für Wagniskapitalgeber in Deutschland verbessert sich

Die Stimmung unter deutschen Venture-Capital-Investoren zeigt sich im dritten Quartal 2024 erstmals seit über zwei Jahren wieder positiver. Das Geschäftsklima im VC-Segment erreicht den langjährigen Durchschnitt, was eine deutliche Erholung signalisiert. Besonders die aktuelle Geschäftslage wird von den Wagniskapitalgebern weitaus besser bewertet als zuvor. Während die Geschäftserwartungen im Vergleich zum Vorquartal stabil blieben, zeigt sich die Fundraisinglage weiter im Aufwärtstrend. Herausforderungen bleiben jedoch bei den Exitmöglichkeiten bestehen, wie das von KfW Research, dem Bundesverband Beteiligungskapital (BVK) und dem Deutsche Börse Venture Network erstellte German-Venture-Capital-Barometer zeigt.

Verbesserungen bei Fundraising – Exitklima bleibt angespannt

Nach einer längeren Durststrecke gelingt es Venture-Capital-Investoren wieder leichter, Kapital einzuwerben. Die Fundraisinglage zeigt dank der Zinssenkungen durch die EZB und die Fed erste Zeichen der Erholung. Dennoch bleibt das Fundraising-Klima im langfristigen Vergleich weiterhin unterdurchschnittlich. Dr. Georg Metzger, Senior Economist bei KfW Research, betont jedoch die anhaltende Schwierigkeit des Exitmarktes: „Das Exitklima ist noch frostig. Zufriedenstellende Exiterlöse sind für den VC-Finanzierungskreislauf aber wichtig. Es wäre wünschenswert, dass sich die positiven Erwartungen schnell realisieren.“


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Staatliche Unterstützungsangebote stärken das VC-Ökosystem

Die durch die KfW koordinierte WIN-Initiative (Wagniskapital-Initiative) zeigt Wirkung: Während die Einschätzung der aktuellen Lage stabil blieb, stieg die Erwartungshaltung im dritten Quartal deutlich an. Mitte September wurde eine gemeinsame Absichtserklärung zwischen Politik, Verbänden und Unternehmen unterzeichnet, um steuerliche, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für Wagniskapital zu verbessern. Diese Initiative trägt dazu bei, das Venture-Capital-Ökosystem in Deutschland nachhaltig zu stärken.

Positive Stimmung mit leichten Herausforderungen

Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK, zieht ein gemischtes Fazit: „Obwohl das Geschäftsklima auf dem Venture-Capital-Markt in diesem Quartal ein leichtes Minus verzeichnet, befinden wir uns dennoch weiterhin auf einem guten Weg. Vor allem die Indikatoren Dealflow und Einstiegsbewertungen lassen auf eine positive Stimmung schließen. Allerdings bleiben die Exitmöglichkeiten weiterhin auf niedrigem Niveau.“

Daten und Analysen im Überblick

Das German-Venture-Capital-Barometer wird vierteljährlich von KfW Research, dem Bundesverband Beteiligungskapital (BVK) und dem Deutsche Börse Venture Network exklusiv für das Handelsblatt erstellt. Detaillierte Analysen sowie Datentabellen und Grafiken zur Entwicklung des Venture-Capital- und Private-Equity-Segments sind auf der KfW-Website unter www.kfw.de/gpeb abrufbar.

26,5 Millionen Euro für klimaneutrale Projekte

Technologische Transformation: NRW und EU unterstützen 17 Projekte zur intelligenten Produktion

Düsseldorf, 22. Oktober 2024 – Im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Industrie.IN.NRW – Innovative Werkstoffe und Intelligente Produktion“ investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union rund 26,5 Millionen Euro in 17 zukunftsweisende Projekte. Ziel des Wettbewerbs, der Teil des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 ist, ist es, die Transformation der Industrie in Richtung Klimaneutralität zu fördern. Die ausgewählten Projekte stammen aus den Bereichen Werkstoffentwicklung, Produktionstechnologien und Produktinnovationen. Sie sollen technologische Fortschritte beschleunigen und innovative Lösungen schneller in die Praxis bringen.

Von den insgesamt 41 eingereichten Projektvorschlägen wurden die 17 besten von einem unabhängigen Begutachtungsausschuss ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.

Ministerin Mona Neubaur: Wandel als Chance für die Zukunft

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für den industriellen Fortschritt in NRW: „Der Wandel hin zu einer klimaneutralen Industrie ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, bietet aber auch enorme Chancen. Wir wollen ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleiben und unterstützen unsere Unternehmen dabei, technologische Fortschritte zu erreichen und neue Wege zu gehen. Mit unserer starken industriellen Basis sind wir bestens aufgestellt, um nachhaltige Technologien und intelligente Produktionsverfahren schnell in den Markt zu bringen – besonders der Mittelstand profitiert von diesen Innovationschancen.“

Der Innovationswettbewerb setzt gezielt auf Unternehmen, die innovative, weltmarktfähige Produkte entwickeln. Dabei reicht das Spektrum von der Grundstoff- bis zur Biotechnologie- und Nanomaterialbranche. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen gefördert, um ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen.

Wirtschaft und Umwelt: Hand in Hand für den Fortschritt

Umweltminister Oliver Krischer betonte die Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie als wesentlichen Treiber der Wettbewerbsfähigkeit: „Der bewusste und intelligente Umgang mit Ressourcen ist genauso wichtig wie die Weiterentwicklung nachhaltiger Produktionsverfahren. Die im Wettbewerb ausgewählten Projekte sind vielversprechend und bringen uns auf dem Weg zu einem klimaneutralen Nordrhein-Westfalen entscheidend voran.“

Die ausgewählten Vorhaben stehen im Einklang mit der Regionalen Innovationsstrategie des Landes und tragen dazu bei, eine ressourcenschonende und wettbewerbsfähige Industrie in Nordrhein-Westfalen zu etablieren.

Spitzenforschung für die Praxis: Wissenschaft unterstützt Innovation

Auch Wissenschaftsministerin Ina Brandes hob die Rolle der Forschung für die wirtschaftliche Entwicklung hervor: „Spitzenforschung ‚made in NRW‘ steht für exzellente Leistungen, die weit über den akademischen Bereich hinausreichen. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln Innovationen, die das Leben der Menschen verbessern. Die geförderten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Forschung und Praxis zusammenarbeiten, um neue Werkstoffe und Produktionsprozesse zu entwickeln. Dies leistet einen wertvollen Beitrag für die Zukunft unseres Landes.“

Die geförderten Projekte sind vielfältig: Sie reichen von der Entwicklung neuer Werkstoffe über den ressourcenschonenden Einsatz von Materialien bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI).


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Ausgewählte Projekte des Innovationswettbewerbs „Industrie.IN.NRW“

Die 17 ausgewählten Projekte decken ein breites Spektrum an Technologien und Anwendungsfeldern ab. Einige herausragende Beispiele sind:

  1. Pig-Pro-QuO – Verbesserung der Produktionsqualität von Lacken und Oberflächenbeschichtungen durch den Einsatz moderner Messtechnik und KI-gestützter Analysen. Partner: tascon Gesellschaft für Oberflächen- und Materialcharakterisierung mbH und Universität Münster.
  2. PEMStar – Entwicklung einer Bandbeschichtungsanlage für metallische Bipolarplatten zur PEM-Elektrolyse, ein wichtiger Schritt für den Einsatz von Wasserstofftechnologien. Partner: KCS Europe GmbH, HoDforming GmbH und Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH.
  3. REVEAL – KI-basierte Prozessoptimierung zur Reduzierung von Materialausschuss bei der Produktion von Elastomeren, insbesondere für die Automobilindustrie. Partner: Aptiv Services Deutschland GmbH, aiXbrain GmbH und Bergische Universität Wuppertal.
  4. KARPET – Entwicklung edelmetallfreier Katalysatoren für die AEM-Elektrolyse-Technologie, um die Abhängigkeit von Rohstoffen zu reduzieren. Partner: Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e.V. und Hochschule Niederrhein.
  5. AFARA – KI-gestützte, zerstörungsfreie Prüfung von Faserverbundwerkstoffen zur Optimierung der Produktion von Rotorblättern für Windkraftanlagen. Partner: Ruhr-Universität Bochum, Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik und IBG Automation GmbH.
  6. MC LaserBIP – Entwicklung eines gasdichten Laserschweißverfahrens für großformatige Bipolarplatten, die in Brennstoffzellen verwendet werden. Partner: Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH und Leister Technologies Deutschland GmbH.
  7. RaDime – Radarverfahren zur Dickenmessung von Walzgütern, das mithilfe von KI größere und präzisere Messbereiche als bestehende Systeme abdeckt. Partner: IMST GmbH und Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik.
  8. NumaFactor – Entwicklung von Wachstumsfaktoren für synthetisches Fleisch, um die Herstellungskosten zu senken und die Markteinführung zu beschleunigen. Partner: Numaferm GmbH und Enantis s.r.o.
  9. POLYWISE – Entwicklung von polymerbasierten Leiterbahnen für die Sensorik und Signalübertragung, eine innovative Alternative zu metallbasierten Systemen. Partner: KIMW Forschungs-GmbH und Ruhr-Universität Bochum.

Unterstützung für nachhaltige und innovative Zukunftsprojekte

Der Innovationswettbewerb „Industrie.IN.NRW“ zeigt, wie das Zusammenspiel von Landesförderung und EU-Mitteln innovative Ansätze unterstützt, die nicht nur die Industrie, sondern auch den Klimaschutz und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens voranbringen. Die Fördermittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie bieten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre Innovationskraft zu nutzen und konkrete Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln.

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Die Preisvergabe des BMWK-Gründungswettbewerbs 2024

Mehr als 300.000 Euro für innovative Gründungsteams: BMWK zeichnet digitale Innovationen aus

Am 21. Oktober 2024 wurden im Rahmen des Digital-Gipfels in Frankfurt am Main die Preisträger der Sommerrunde des „Gründungswettbewerbs – Digitale Innovationen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geehrt. 21 Gründungsteams, die mit ihren Ideen die Digitalisierung in verschiedenen Bereichen vorantreiben, erhielten Preise im Gesamtwert von über 300.000 Euro. Bundesminister Dr. Robert Habeck und Dr. Anna Christmann, Beauftragte des BMWK für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, überreichten die Auszeichnungen. Insgesamt hatten sich 293 Teams mit Ideenskizzen für den Wettbewerb beworben.

Preisgelder für wegweisende digitale Ideen

Insgesamt wurden 15 Teams mit dem Gründungspreis und jeweils 7.000 Euro ausgezeichnet. Sechs Start-ups erhielten den Gründungspreis+ in Höhe von 32.000 Euro pro Team. Ein besonderes Highlight war der Fokuspreis im Bereich „GovTech“, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Hier wurde das Start-up Ark Climate für seine innovative Softwarelösung zur Unterstützung von Städten und Gemeinden bei der Entwicklung von Klimaschutzstrategien prämiert.

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Digitale Lösungen für den öffentlichen Sektor: Ark Climate gewinnt Fokuspreis

Laudator Ammar Alkassar, Vorstand des GovTech Campus Deutschland, betonte in seiner Rede die Bedeutung von Start-ups für die technologische Unabhängigkeit des Staates: „Die Digitalisierung und technologische Unabhängigkeit von Staat und Verwaltung gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit – aber auch zu den größten Chancen.“ Er lobte insbesondere die innovative Lösung von Ark Climate, die es Kommunen ermöglicht, komplexe Klimaschutzmaßnahmen effizient zu planen und umzusetzen. „Die Plattform bündelt die Expertise aus verschiedenen Kommunen, stellt sie digital zur Verfügung und ermöglicht so eine skalierbare Wissensweitergabe“, so Alkassar.


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Mit dieser Softwarelösung bricht Ark Climate bestehende Verwaltungssilos auf und fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Dadurch wird nicht nur der Staat, sondern auch die gesamte Gesellschaft vorangebracht, insbesondere in einem so zentralen Handlungsfeld wie dem Klimaschutz.

GovTech als Treiber der staatlichen Digitalisierung

Das Konzept von GovTech, also digitale Lösungen für den öffentlichen Sektor, spielt eine immer wichtigere Rolle in der Modernisierung von Verwaltung und Staat. Lösungen wie die von Ark Climate zeigen, wie digitale Innovationen helfen können, staatliche Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Herausforderungen unserer Zeit – wie dem Klimawandel – wirksam zu begegnen.

Die weiteren Preisträger des Gründungspreis+

Neben Ark Climate wurden auch sechs weitere Gründungsteams mit dem Gründungspreis+ ausgezeichnet. Ihre innovativen Ideen decken eine breite Palette an digitalen Lösungen ab, die von der Produktionsoptimierung bis hin zur nachhaltigen Energieerzeugung reichen.

  1. Layer Performance aus Aachen entwickelt eine Software zur Optimierung von 3D-Druckprozessen. Die cloudbasierte Software ermöglicht eine präzise Erstellung von dreidimensionalen Maschinenpfaden für 3D-Drucker und industrielle Roboter. Durch die Optimierung der Bahnplanung werden Oberflächengüte und mechanische Eigenschaften der Bauteile verbessert, was sowohl die Rohstoffeinsparung als auch die Energieeffizienz steigert.
  2. dvlp.energy aus Berlin bietet eine Plattform für die Entwickler erneuerbarer Energieprojekte. Mit ihrer Software können geeignete Potenzialflächen für Wind- und Solaranlagen schneller identifiziert und bewertet werden. Durch die Digitalisierung zentraler Prozessschritte wird der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt.
  3. AdaptX Systems aus Berlin setzt auf eine nachhaltige Kühllösung für die industrielle Zerspanung. Das Start-up hat ein kühlschmierstofffreies System entwickelt, das CO₂-Emissionen um bis zu 90 % reduziert und die Lebensdauer von Werkzeugen verlängert.
  4. EVASIVE ROBOTICS aus Dresden revolutioniert die Pfadplanung für Roboter in Produktionsanlagen. Die von ihnen entwickelte Technologie ermöglicht die gleichzeitige Steuerung mehrerer Roboter, was die Automatisierung in der Industrie erheblich vorantreibt und den Mittelstand beim Einsatz von Robotik unterstützt.
  5. CertHub aus München erleichtert Medizingeräteherstellern den Zulassungsprozess durch eine KI-gestützte Software. Diese digitalisiert und automatisiert regulatorische Arbeiten, wodurch Zulassungsprozesse erheblich verkürzt und Kosten reduziert werden.
  6. Nextract energy aus Berlin entwickelt eine Software zur Optimierung von Lastfahrplänen für Energiespeicher. Damit soll das Problem der Abregelung von Wind- und Solaranlagen gelöst werden, um die Wirtschaftlichkeit von Speichern zu maximieren und den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben.

Innovative Lösungen für eine digitale Zukunft

Die ausgezeichneten Start-ups zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die digitalen Innovationen in Deutschland sind und welchen Beitrag sie zur Lösung zentraler Herausforderungen leisten können. Ob im Bereich der Industrie, der Medizintechnik oder der erneuerbaren Energien – die prämierten Teams des „Gründungswettbewerbs – Digitale Innovationen“ tragen mit ihren Lösungen dazu bei, die Zukunft in diesen Bereichen nachhaltiger, effizienter und digitaler zu gestalten.

Weitere Informationen zu allen Preisträgern und ihren Projekten finden sich auf der offiziellen Webseite des Wettbewerbs: www.gw.digital.

Go-to-Market Gutschein unterstützt Start-ups beim erfolgreichen Launch ihrer Produkte

Düsseldorf 28.05.2024 – Der Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt ist für junge Unternehmen oft mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Um Start-ups in dieser kritischen Phase zu unterstützen, haben das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union den Go-to-Market Gutschein eingeführt. Dieses neue Förderangebot hilft Gründungsteams, digitale und nachhaltige Produkte zu entwickeln und unter realen Marktbedingungen zu testen.

Unterstützung durch den Go-to-Market Gutschein

Mit dem Go-to-Market Gutschein erhalten Gründerinnen und Gründer aus Nordrhein-Westfalen umfassende Unterstützung bei der Entwicklung und Markteinführung ihrer Prototypen. Die Förderung umfasst Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Prototypentwicklung, die Anschaffung von Vorprodukten, Lizenzgebühren sowie Coachings und Mentorings im Gesamtwert von bis zu 50.000 Euro. Die Mittel für diese Förderung stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ministerin Neubaur betont die Bedeutung der Förderung

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hebt die Bedeutung der Starthilfe hervor: „Junge Unternehmerinnen und Unternehmer stecken viel Herzblut und Zeit in ihre Geschäftsidee. Dabei verfügen sie nicht immer über alle erforderlichen Fähigkeiten und finanziellen Möglichkeiten, um einen marktfähigen Prototypen zu entwickeln. Deshalb wollen wir ihnen bereits in einem frühen Stadium der Unternehmensgründung den Zugang zu externen Kompetenzen ermöglichen und die Chancen erhöhen, dass ihr Produkt sich am Markt durchsetzen kann. Der Go-to-Market Gutschein soll unsere Start-ups besser machen, denn wir sind auf sie angewiesen: als Treiber innovativer Technologien und Lösungen, die es zur Bewältigung unserer Herausforderungen braucht.“

Ziel der Förderung

Das Hauptziel der Förderung besteht darin, den erfolgreichen Markteintritt von Start-ups zu erleichtern. Durch die Verbesserung der Prototypqualität sollen die Produkte unter realen Bedingungen getestet und potenzielle Kunden sowie Investoren überzeugt werden. Die Förderung richtet sich an Start-ups, deren Gründung nicht länger als drei Jahre zurückliegt und die ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 unter der Leitung des Wirtschaftsministeriums.


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Antragsstellung und weitere Informationen

Projektanträge werden nach ihrem Eingang chronologisch bearbeitet und können bis zum 31. Oktober 2026 bei der Innovationsförderagentur NRW (IN.NRW) eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen, den Beratungs- und Servicedienstleistungen der IN.NRW sowie Termine für Informationsveranstaltungen finden Sie unter: www.wirtschaft.nrw/go-to-market und https://www.in.nrw/go-to-market.

Fazit

Der Go-to-Market Gutschein ist ein wertvolles Instrument zur Förderung junger Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Er bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zugang zu wichtigen Ressourcen und Expertenwissen. Durch die gezielte Förderung der Prototypenentwicklung und das Testen unter realen Marktbedingungen erhöht der Gutschein die Chancen für Start-ups, ihre innovativen Produkte erfolgreich am Markt zu etablieren. Mit dieser Initiative setzen das Land Nordrhein-Westfalen und die EU ein starkes Zeichen für die Unterstützung von Unternehmertum und Innovation, was letztlich zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beiträgt und neue Arbeitsplätze schafft.

Zum Hintergrund:

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen steht aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 ein Investitionsvolumen von rund 4,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Es speist sich aus 1,9 Milliarden Euro EU-Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) sowie der Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteilen der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.efre.nrw.

SCHUHWELT startet Restrukturierung und Investorensuche

Waldfischbach-Burgalben – Die SCHUHWELT Schuhhandels-GmbH hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, das vom Amtsgericht Pirmasens unter dem Aktenzeichen 1 IN 11/24 geführt wird. Mit diesem Schritt beginnt für das Unternehmen eine Phase der Restrukturierung, die sowohl die Erhaltung der 9 Filialen als auch des Online-Shops umfasst.

Juristische und beratende Unterstützung sichergestellt

Für die Begleitung des Verfahrens wurden Rechtsanwalt Lukas Eisenhuth und Rechtsanwalt Matthias Bayer von der Kanzlei Abel & Kollegen als Generalbevollmächtigte bestellt. Der vorläufige Sachwalter, Herr Rechtsanwalt Dr. Alexander Jüchser von LIESER Rechtsanwälte, überwacht den Prozess, um eine geordnete Restrukturierung zu gewährleisten.

Gezielte Investorensuche eingeleitet

Um den Restrukturierungsprozess voranzutreiben und langfristige Perspektiven zu schaffen, hat SCHUHWELT das unabhängige Beratungsunternehmen MENTOR AG mit der Durchführung eines Investorenprozesses beauftragt. Ziel ist es, einen oder mehrere Investoren zu finden, die das Unternehmen stärken und dabei helfen, möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.


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Herausforderungen und Chancen für SCHUHWELT

Die Notwendigkeit einer Restrukturierung ergab sich aus den Herausforderungen der Coronapandemie, die zu einer Kundenabwanderung und gleichzeitigen Kostensteigerungen führten. „Wir sehen in der aktuellen Situation nicht nur eine Herausforderung, sondern auch die Chance, SCHUHWELT nachhaltig neu aufzustellen und zu stärken“, erklärt Monika Neto de Carvalho, Geschäftsführerin von MENTOR AG.

Zukunft von SCHUHWELT: Auf dem Weg zur Stabilisierung

Mit der strukturierten Suche nach Investoren und der gezielten Restrukturierung arbeitet SCHUHWELT an einer zukunftsfähigen Ausrichtung des Unternehmens. Das Ziel ist es, das bestehende Geschäft zu stabilisieren, weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit im Einzelhandel zu sichern.

Das 1991 gegründete Unternehmen betreibt 9 Filialen in Rheinland-Pfalz und Hessen. Zum Sortiment zählen Schuhe, Accessoires und Bekleidung verschiedener mittelpreisiger Marken.

Mit mehr als 117 Jahren Sozietätsgeschichte ist die Kanzlei eine der renommiertesten Insolvenz- und Wirtschaftsrechtskanzleien im Südwesten. Darüber hinaus ist die Kanzlei mit insgesamt 20 spezialisierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, ausgezeichnet mit 11 Fachanwaltstiteln – in vielen weiteren Rechtsgebieten tätig.
www.abel-kollegen.de

LIESER Rechtsanwälte ist ein führendes Büro auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung, Restrukturierung und Sanierung. Von 15 Standorten u.a. in Koblenz, Saarbrücken, Bonn, Mainz, Frankfurt a. Main, Darmstadt, Mannheim, Köln und Trier werden Mandate aller Größenordnungen und Branchen betreut.
In über 3.000 Unternehmensinsolvenzverfahren hat LIESER Rechtsanwälte die Kompetenz bei der Fortführung und Sanierung von Unternehmen erfolgreich unter Beweis gestellt. www.lieser-rechtsanwaelte.de

Die MENTOR AG ist eine inhabergeführte Beratungs- und Prüfungsgesellschaft. Seit mehr als 25 Jahren liegen die Tätigkeitsschwerpunkte in den Bereichen Krise, Sanierung und Insolvenz. Neben bundesweiten Prüfungstätigkeiten für Gerichte, Gläubigerausschüsse und Verwalter ist die MENTOR AG in den Bereichen Distressed M&A und Nachfolgegestaltung tätig. www.mentor.ag



WAY Pre-Seed-Finanzierung übertrifft Ziele

Berlin – Das Startup WAY, ansässig in Berlin, hat in seiner Pre-Seed-Finanzierungsrunde beeindruckende 1,2 Millionen Euro eingeworben, was 140 Prozent über dem ursprünglichen Ziel von 500.000 Euro liegt. Diese beachtliche Summe bestätigt das außergewöhnliche Potenzial von WAYs Technologielösung und ermöglicht eine signifikante Weiterentwicklung der innovativen IT-Plattform des Unternehmens.

Bedeutende Unterstützung durch Investoren und Experten

Die Finanzierungsrunde wurde von renommierten Kapitalgebern wie dem belgischen VC-Fonds Pitchdrive, IBB Ventures, FvS Investments und allygatr angeführt. Auch hochkarätige Angel-Investoren der Branche, darunter David Padilla, CEO von Kenjo, die Comatch-Gründer Jan Schächtele und Christoph Hardt, Joblift-CTO Denis Bauer und Circus Kitchen-CTO Helge Plehn, haben sich beteiligt, was das Vertrauen in die Zukunftsaussichten von WAY unterstreicht.

allygatr bestärkt Engagement im HR-Tech-Bereich

Die überzeichnete Finanzierungsrunde verdeutlicht das breite Interesse und den Glauben an den Erfolg von WAY. „WAY ist eine hervorragende Ergänzung unseres HR Tech-Portfolios. Es ist eine intelligente Lösung, die wir auch in unserem eigenen Unternehmen nutzen. WAY hat mit dieser Runde erfolgreich demonstriert, dass es über ein exzellentes Produkt und ein engagiertes Team verfügt“, äußert sich Benjamin Visser, Gründer und CEO von allygatr, erfreut über die jüngsten Entwicklungen. Durch dieses Investment stärkt allygatr seine Position als Innovationsführer im HR-Technologiesektor und unterstützt aktiv die Transformation der Arbeitswelt.

WAYs Beitrag zur HR-Technologie

Mit dem frischen Kapital plant WAY, seine Plattform weiterzuentwickeln und den Service für seine Nutzer maßgeblich zu verbessern. Das Start-up adressiert mit seiner IT-Lösung wesentliche Bedürfnisse im HR-Bereich und setzt dabei auf modernste Technologien, um die Effizienz und Effektivität von HR-Prozessen zu steigern. Die erfolgreiche Finanzierungsrunde ist ein entscheidender Schritt, um die ambitionierten Ziele von WAY zu realisieren und die HR-Tech-Landschaft nachhaltig zu prägen.


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Zukunftsaussichten und Marktpositionierung

Das Engagement und die finanzielle Unterstützung durch die Investoren bestätigen das Potenzial von WAY, den HR-Tech-Markt signifikant zu beeinflussen. Mit der erweiterten finanziellen Basis ist das Unternehmen nun in der Lage, seine Vision weiter zu verfolgen, innovative Lösungen anzubieten und als treibende Kraft in der Branche zu agieren. WAYs Erfolg in der Pre-Seed-Runde ist ein klares Signal für das Vertrauen der Investoren in die Fähigkeit des Start-ups, zukünftige Herausforderungen im HR-Sektor erfolgreich zu meistern und einen maßgeblichen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft der Arbeit zu leisten.


Mehr über WAY: www.way.so

Jonas Baum und Cedric Bals haben WAY Anfang 2023 gegründet. WAY entlastet alle unfreiwilligen IT-Verantwortlichen in Unternehmen. Die Plattform ermöglicht es, neue Mitarbeitende in weniger als 60 Sekunden mit einem Endgerät auszustatten – und automatisiert so alle manuellen Prozesse vom Onboarding bis zum Offboarding.

Mehr über allygatr: www.allygatr.vc

allygatr ist das größte HR Tech-Ökosystem im deutschsprachigen Raum und hat bereits in fast 25 Ventures investiert. Dazu gehören das VR-Leadership-Training Wondder, die digitalen Recruiting-Services Searchtalent und Talentlobby, sowie die Betreuung-as-a-Benefit App heynanny.

Die beiden WAY Gründer Jonas Baum und Cedric Bals (v.l.n.r.)
Die Gründer Jonas Baum und Cedric Bals (v.l.n.r.)

KfW StartGeld Chancenrechner

Der KfW StartGeld Chancenrechner: Ein Durchbruch für Gründerinnen und Gründer

KfW Bankengruppe präsentiert mit dem KfW StartGeld Chancenrechner ein neues, innovatives Tool, das speziell für Gründerinnen und Gründer entwickelt wurde. Dieses Tool bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Chancen auf eine KfW-Finanzierung effektiv und transparent zu bewerten.

Transparenz und Praktikabilität im Vordergrund

Der KfW StartGeld Chancenrechner hebt sich durch seine Transparenz hervor. Er stellt die Finanzierungschancen auf einer Skala von 0 bis 100 dar, was eine klare und leicht verständliche Einschätzung ermöglicht. Dieses kostenfreie und werbefreie Tool bietet damit eine hohe Praktikabilität für Nutzer.

Entwicklung basierend auf Expertenwissen

Entwickelt von Experten mit langjähriger Erfahrung in der Unternehmensberatung und Finanzierung, kombiniert der Chancenrechner Fachwissen, abstrakte Herangehensweisen und praktische Erfahrungen. Diese Kombination führt zu einem effektiven Ergebnis, das sowohl von großen Firmen als auch von Start-ups und KMUs genutzt wird.

Banken und Google erkennen Potenzial

Banken bestätigen die Genauigkeit des KfW StartGeld Chancenrechners und dessen Übereinstimmung mit ihren eigenen Bewertungen. Google hat dieses Tool als eines der vielversprechendsten Projekte im DACH-Raum anerkannt und mit einem exklusiven Mentoringprogramm gefördert, um es weiter zu verbessern und einer breiteren Nutzerschaft zugänglich zu machen.


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Konkrete Tipps zur Erhöhung der Finanzierungschancen

Neben der Bewertung der Finanzierungschancen bietet der KfW StartGeld Chancenrechner seinen Nutzern sofort umsetzbare Tipps, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen KfW-Finanzierung zu erhöhen. Diese Tipps basieren auf den neuesten Erkenntnissen und Praktiken im Bereich der Unternehmensfinanzierung.

Weitere Informationen und Zugang zum Tool

Interessierte können weitere Informationen zum KfW StartGeld Chancenrechner auf der Website www.kfw-startgeld.de finden. Dort erhalten sie Zugang zu diesem innovativen Tool und können direkt ihre Chancen auf eine KfW-Finanzierung ermitteln.

Der KfW StartGeld Chancenrechner stellt somit eine wesentliche Ressource für Gründerinnen und Gründer dar, die ihre Möglichkeiten und Chancen in der Welt der Unternehmensfinanzierung besser verstehen und nutzen möchten.

Wachstumsfonds Deutschland erreicht beeindruckende 1 Milliarde Euro zur Stärkung des Venture Capital-Ökosystems“

  • Venture Capital (VC)-Dachfonds als zentraler Baustein des Zukunftsfonds der Bundesregierung
  • Mobilisierung privaten Kapitals für die Assetklasse VC; Stärkung für den Innovationsstandort Europa und Deutschland
  • Zielvolumen von 1 Mrd. Euro erreicht
  • Über 20 Investoren beteiligen sich neben dem Zukunftsfonds sowie KfW Capital

Der „Wachstumsfonds Deutschland“ hat sein ehrgeiziges Zielvolumen von 1 Milliarde Euro erfolgreich erreicht und trägt damit maßgeblich zur Stärkung des europäischen und deutschen Venture Capital-Ökosystems bei. Dieser Meilenstein markiert einen bedeutenden Schritt im Rahmen des Zukunftsfonds der Bundesregierung und stellt einen der größten VC-Dachfonds dar, der je in Europa aufgelegt wurde.

Der Fonds wird durch eine breite Palette von Investoren unterstützt, darunter neben dem Bund und KfW Capital auch mehr als 20 namhafte institutionelle Investoren wie die Allianz, BlackRock, Debeka, Generali Deutschland AG, Gothaer Versicherung und weitere. Diese Gruppe umfasst Versicherungen, Versorgungswerke, Stiftungen, Vermögensverwalter und große Family Offices.

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Die Schlüsselrolle des ‚Wachstumsfonds‘ für den Innovationsschub in Europa und Deutschland

Der Hauptzweck des „Wachstumsfonds Deutschland“ besteht darin, in deutsche und internationale VC-Fonds zu investieren, die ihren Fokus auf Europa und Deutschland legen. Dies ermöglicht Start-ups und innovativen Technologieunternehmen den Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital und stärkt gleichzeitig den Innovationsstandort in Europa und Deutschland. KfW Capital spielt dabei eine zentrale Rolle als Anlagevermittler und Anlageberater, während die Verwaltung des Fonds durch die Fonds-Service-Plattform Universal Investment Gruppe erfolgt.

Was den „Wachstumsfonds Deutschland“ besonders auszeichnet, ist seine einzigartige Struktur, die aus zwei parallel laufenden Investmentvehikeln besteht, um den unterschiedlichen Risikopräferenzen der Investoren gerecht zu werden. Die Struktur des Fonds wurde maßgeblich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und seinen Mitgliedsunternehmen mitgestaltet.

Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, betonte die Bedeutung dieses Erfolgs: „Es spricht für die Stärke des deutschen Wirtschaftsstandortes, dass der Wachstumsfonds Deutschland mit seinem innovativen Modell auch in einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld dieses Ziel erreicht hat. Der Wachstumsfonds leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Start-up-Strategie vom Juli 2022 und zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Deutschland.“

Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen, hob die Bedeutung des Fonds hervor: „Der Wachstumsfonds Deutschland bietet Investorinnen und Investoren einen hervorragenden, breiten und diversifizierten Zugang zum europäischen und deutschen Wagniskapital. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie Staat und Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen können, wie Kapital aus dem Privatsektor freigesetzt und wie Wachstum geschaffen werden kann.“

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe und Aufsichtsratsvorsitzender von KfW Capital, betonte die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privaten Investoren: „Mit dem Wachstumsfonds Deutschland ist es gelungen, eine marktfähige Struktur zur Mobilisierung von privatem Kapital aufzusetzen. Dieser Fonds ist ein großartiges Beispiel, wie die öffentliche Hand und private Investoren gemeinsam das VC-Ökosystem in Deutschland bzw. Europa stärken können.“

Dirk Schmitz, Country Head of Germany, Austria and Eastern Europe & Regional Head of DACH bei BlackRock, sagte: „Wir sind stolz darauf, Teil des Wachstumsfonds Deutschland zu sein, der dazu beiträgt, das europäische und deutsche Venture Capital-Ökosystem zu stärken.“

Ralf Degenhart, Finanzvorstand der Debeka, betonte die Bedeutung der privaten Investorenbeteiligung: „Die Debeka freut sich, sich als privater Investor am Wachstumsfonds Deutschland zu beteiligen und damit das innovative Unternehmertum in Deutschland zu unterstützen.“

Ulrich Ostholt, Chief Investment Officer Generali Deutschland AG, betonte die Bedeutung des Fonds für den Innovationsstandort: „Der Wachstumsfonds Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Innovationsstandorts Deutschland und Europa.“

Dr. Sofia Harrschar, Head of Alternative Investments & Structuring, Universal Investment Gruppe, erklärte: „Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit KfW Capital gelungen ist, eine passgenaue Lösung für die unterschiedlichen Investorengruppen zu entwickeln, die trotz der nicht einfachen Marktbedingungen in 2023 so gut angenommen wurde. Wir ermöglichen institutionellen Investoren damit den Einstieg in die innovative Assetklasse Venture Capital.“

Der „Wachstumsfonds Deutschland“ konzentriert sich auf deutsche und europäische VC-Fonds mit Schwerpunkt auf Later Stage-Unternehmen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Science sowie Climate- and Food Tech. Bereits nach dem ersten Closing im Dezember 2022 hat der Fonds mit Investitionen in 16 VC-Fonds und einem Gesamtvolumen von 265 Millionen Euro begonnen.

Dieser Erfolg des „Wachstumsfonds Deutschland“ unterstreicht die wachsende Bedeutung von Venture Capital für den deutschen und europäischen Innovationsmarkt und zeigt, wie die Kooperation zwischen privaten und öffentlichen Akteuren dazu beitragen kann, die Zukunft des VC-Ökosystems zu stärken und Wachstum zu fördern.

KfW Capital ist Koordinator des „Zukunftsfonds“ („Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien“). Bis zum Jahr 2030 stehen für den quantitativen Ausbau und die qualitative Erweiterung bestehender Finanzierungsangebote sowie die Entwicklung neuer Instrumente rd. 10 Mrd. EUR zur Verfügung. Darüber hinaus beteiligt sich das ERP-Sondervermögen finanziell an mehreren Instrumenten des Zukunftsfonds. Gemeinsam mit weiteren privaten und öffentlichen Partnern wird das VC-Ökosystem durch den Zukunftsfonds mit seinen verschiedenen Modulen nachhaltig gestärkt. KfW Capital koordiniert die einzelnen Bausteine des Zukunftsfonds gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium der Finanzen sowie der KfW, dem Europäischen Investmentfonds (EIF) dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie dem Deep Tech and Climate Fund (DTCF). Aktuell besteht der Zukunftsfonds bereits aus acht Bausteinen.

Weitere Informationen

www.kfw-capital.de/Investmentfokus/Zukunftsfonds