Crowdlending bei KMU-Finanzierung

Crowdlending in Deutschland: Planungssicherheit und Schnelligkeit sind Top-Faktoren bei KMU-Finanzierung. Eine Oxford Economics-Studie zeigt auf, was KMU zum Plattform-Lending bewegt.
Dem Liquiditätsengpass entgegenwirkend: 51 Prozent der deutschen KMU hätten ohne crowdbasierten Kredit geschäftsfördernde Investitionen nicht getätigt, 42 Prozent Gewinnausfälle erlitten und 32 Prozent geschäftliche Chancen verpasst. Für viele Unternehmen ist der Gang zur Hausbank nicht mehr die attraktivste Option.

Liquidität ist ein wichtiger Treibstoff in vielen Unternehmen und somit ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsfaktor. Eine aktuelle Studie von Oxford Economics im Auftrag von Funding Circle, der führenden Lending-Plattform für die Finanzierung von Kleinunternehmen, verdeutlicht nun, dass der crowdbasierte Unternehmenskredit eine Lücke im Finanzierungssystem schließt, die für kleine Unternehmen durchaus substanz- oder gar existenzgefährdend sein kann.

Die Ergebnisse einer im Rahmen der Studie durchgeführten Befragung unter kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus Deutschland deuten darauf hin, dass traditionelle Kreditangebote dem Bedürfnis von deutschen KMU nach unbürokratischer und schneller Finanzierung nicht gerecht werden. Laut Studie steht an der Spitze der Gründe, aus denen sich Unternehmen für die Plattformfinanzierung entscheiden, die unkomplizierte Abwicklung des Kreditantrags (49 Prozent). Für 29 Prozent war die Schnelligkeit beim Antrags- und Bearbeitungsverfahren das ausschlaggebende Argument. Lediglich 6 Prozent der Unternehmer entschieden sich für diese Finanzierungsform, weil sie zuvor bei einer Bank abgelehnt worden waren. Der crowdbasierte Kredit wird also vor allem den unternehmerischen Bedürfnissen nach schnellen Entscheidungen und daraus resultierender Planungssicherheit gerecht.

Der direkte Weg zur Crowd als strategische Entscheidung

Viele Unternehmer berichten, dass sie ohne einen Kredit über Funding Circle erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssten: Über die Hälfte der KMU (51 Prozent) gab an, sie hätte ohne crowdbasierte Finanzierung eine Investition nicht getätigt. Viele sind auch der Überzeugung, sie hätten ohne diese Kreditform eine geschäftliche Chance (32 Prozent) verpasst – ein Indiz dafür, wie wichtig die Schnelligkeit beim Finanzierungszugang für Kreditnehmer ist. Andere Unternehmer glauben außerdem, sie hätten ohne eine Finanzierung über die Kreditplattform einen schwächeren (29 Prozent) oder überhaupt keinen (13 Prozent) Gewinnzuwachs erzielt.

Für viele Unternehmer ist der Gang zur Bank – sei es wegen der Finanzierung von Investitionen oder etwa der Aufstockung des Betriebskapitals – also von vornherein unattraktiv: 71 Prozent der KMU, die sich für einen Kredit bei Funding Circle entschieden haben, bemühten sich zuvor überhaupt nicht um einen Bankkredit – davon 90 Prozent deshalb nicht, weil sie der mit dem Antrag verbundene, vor allem zeitliche Aufwand abgeschreckt hat. Der Faktor Zeit ist also wesentlich: 86 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die Finanzierung über Funding Circle schneller gesichert werden konnte als über andere Kreditgeber.

Finanzierungsquellen außerhalb des Bankensektors erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit für Unternehmen, die Finanzierung in voller Höhe bewilligt zu bekommen. So erhielten 78 Prozent mehr KMU die von ihnen tatsächlich beantragte Summe, als Unternehmen, die einen Bankkredit beanspruchten. Insgesamt liegt trotz steigender Wirtschaftsleistung von Unternehmen die Vergabe von Geschäftskrediten durch deutsche Banken real gesehen nach wie vor 8 Prozent hinter der Zeit vor der globalen Finanzkrise 2008 zurück.

Thorsten Seeger, Geschäftsführer Funding Circle Deutschland:

„Wer als Kleinunternehmer seine Felle nicht davon schwimmen sehen will, muss oft schnell zugreifen – sonst ist es zu spät und das Geschäft macht ein anderer. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, eine auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnittene Finanzierungslösung zu entwickeln und so die Unternehmen bei ihren Wachstums- und Innovationsvorhaben gezielt zu unterstützen. Die Umfrageergebnisse belegen, dass es vor allem die Schnelligkeit ist, die eine Finanzierung über unsere Plattform immer beliebter macht.
Wer sich heute bei Funding Circle anmeldet, benötigt maximal 15 Minuten, um seine Daten über das Online-Formular einzutragen. Bereits nach 24 Stunden liegt meist die verbindliche Kreditentscheidung vor – über das Kapital können die Unternehmer innerhalb von 7 Tagen verfügen. Für mittelständische Unternehmer, die Planungssicherheit brauchen, um notwendige Investitionen tätigen zu können, erweisen sich die komplexen und langwierigen Kreditantragsprozesse bei den Filialbanken hingegen oft als wahre Entwicklungsbremse.“ 

Thorsten Seeger, Geschäftsführer Funding Circle Deutschland

Über die Studie 

Die internationale, im Juni 2018 veröffentlichte Studie wurde von Oxford Economics in Deutschland, Großbritannien, den USA und den Niederlanden durchgeführt. Das unabhängige internationale Beratungsunternehmen untersucht in dem Bericht, wie sich die Finanzierung über Funding Circle in jedem einzelnen der vier Länder, in denen die Plattform tätig ist, auf die regionale Wirtschaft auswirkt.

Neben der Ermittlung des umfassenden Beitrags zum BIP, der unterstützten Arbeitsplätze sowie der Steuereinnahmen geben die Vergleiche auch Aufschluss darüber, wie der Einfluss von Funding Circle in seinen jüngeren Märkten wachsen kann. Der Bericht stützt sich auf umfangreiche statistische Analysen der Geschäftsvorgänge von Funding Circle, die Auswertung externer Statistiken und Studien sowie die Befragungen von 1.243 KMU – davon rund 140 aus Deutschland – im Februar 2018, die über Funding Circle eine Finanzierung in Anspruch genommen haben. Die Studie umfasst nur die Daten von Befragten mit ausstehenden Krediten per Dezember 2017.

Über Funding Circle

Funding Circle ist die weltweit führende Online-Plattform für die Finanzierung von Kleinunternehmen. Seit seiner Gründung 2010 hat das Unternehmen Kredite im Wert von insgesamt mehr als 5 Mrd. Euro an 45.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vermittelt. Über 70.000 private Anleger*innen sowie Finanzinstitutionen (wie z. B. die KfW, die Europäische Investitionsbank und die British Business Bank) haben diese über die Funding Circle Plattform mit Kapital unterstützt.
Das Deutschlandgeschäft von Funding Circle wird vom Berliner Team mit umfassender Finanz- und Tech-Expertise unter der Leitung von Thorsten Seeger geführt. Funding Circle hat seinen Hauptsitz in London (Großbritannien) und operiert zudem in den USA sowie den Niederlanden. [Stand: Juni 2018]

Über Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben es in Deutschland zunehmend schwer, über Banken, Volksbanken und Sparkassen Zugang zu Fremdkapital zu bekommen. Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung wie Funding Circle sind die zuverlässige Alternative, die diese Versorgungslücke füllt. Auf seiner Plattform vermittelt Funding Circle Kredite zwischen 5.000 und 250.000 Euro für die Wachstums- und Innovationsvorhaben deutscher KMU. Und das schnell, unbürokratisch und flexibel: Das Finanzierungsangebot erhalten Unternehmer*innen innerhalb von 48 Stunden, die Auszahlung erfolgt für gewöhnlich in sieben Tagen und eine vorzeitige Tilgung ist jederzeit gebührenfrei möglich. Privatpersonen und institutionellen Anleger*innen bieten Investitionen in Unternehmenskredite Zugang zu einer neuen Geldanlageklasse mit attraktiven Renditemöglichkeiten – und leisten schon ab 100 Euro einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.

Millionen für Marketing-Startup

Blackwood Seven, das aus Dänemark stammende disruptive Unternehmen für Marketing Analytics und Mediaoptimierung, erhält eine Finanzierung in Höhe von 16,8 Millionen Euro zur Unterstützung seiner Geschäftsexpansion in Europa, den USA und Asien.

Bereits bestehende Geldgeber wie Jolt Capital, Vækstfonden, Sunstone Capital und Conor Venture Partners führen die Finanzierungsrunde an. Sie zeigen damit ihr Vertrauen in die langfristige Geschäftsentwicklung von Blackwood Seven. Darüber hinaus investiert die in München ansässige Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Cipio Partners erstmals in die SaaS-Plattform.

Der datengetriebene Ansatz errechnet mittels künstlicher Intelligenz und Machine Learning die individuelle „Mediawirkformel“ für Werbetreibende. Daraus lässt sich der optimale Media-Mix bestimmen und eine exakte Prognose der zu erwartenden Sales ableiten.

Basis für die individuellen Kundenmodelle sind allgemeine Informationen wie Medien- und Marktdaten, Geo- und Wetterdaten, makroökonomische Daten und Industriedaten. Zusätzlich werden individuelle Kundendaten, wie z.B. Sales und Awareness, Media Spendings und Webtraffic, verwendet. Die Komplexität des Blackwood Seven-Modelings bietet Werbetreibenden endlich die Chance, Kampagnen selbständig und einfach zu planen, zu simulieren und Ziele exakt vorherzusagen. Transparent, unabhängig und in Echtzeit.

„Die jüngste Finanzierung wird unser Wachstum ankurbeln und unserer Geschäftsentwicklung in Europa, Amerika und Asien einen deutlichen Schub geben. Marken suchen nach immer neuen Möglichkeiten, Mediaplanung und -einkauf besser und kosteneffektiver zu gestalten. Mit den zusätzlichen Mitteln können wir unsere Kunden noch besser dabei unterstützen und auf der ganzen Welt für mehr Transparenz bei der Mediaplanung sorgen“, erklärt Carl-Erik Kjærsgaard, CEO & Mitbegründer von Blackwood Seven.

Über Blackwood Seven

Blackwood Seven ist eine internationale SaaS-Plattform für Marketing Analytics und Mediaoptimierung. Der datengetriebene Ansatz errechnet mittels künstlicher Intelligenz und Machine Learning die individuelle „Mediawirkformel“ für Werbetreibende. Daraus lässt sich der optimale Media-Mix bestimmen und eine exakte Prognose der zu erwartenden Sales ableiten.

Die 2013 gegründete Software-Company beschäftigt weltweit 150 Mitarbeiter an den Standorten München, New York, Los Angeles, Barcelona und Kopenhagen.

Weitere Informationen unter www.blackwoodseven.com

6,5 Millionen Euro für E-Bike-Antriebshersteller

FAZUA aus München, Hersteller von Antriebssystemen für E-Bikes, hat eine neue Finanzierungsrunde über 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Erneut beteiligt haben sich der High-Tech Gründerfonds, verschiedene Business Angels und Bayern Kapital, dieses Mal mit Mitteln aus seinem Wachstumsfonds Bayern. Als Leadinvestor konnte FAZUA Unternehmertum Venture Capital Partners gewinnen. Den evation-Antrieb von FAZUA haben bereits namhafte Fahrradhersteller wie CUBE, Pinarello und Focus in ihre Serienprodukte integriert. Mit dem frischen Venture Capital will das junge Unternehmen mit dem bayerischen Namen weiter wachsen und seine Technologieführerschaft durch Weiterentwicklungen festigen.

Das integrierbare Antriebssystem von FAZUA ermöglicht es Fahrradherstellern, ihre bisherigen Ansprüche an Design, Gewicht und Flexibilität von E-Bikes neu zu definieren: Akku und Motor verschwinden beinahe unsichtbar im Unterrohr. Der geringe Widerstand und das niedrige Gewicht des FAZUA-Systems bringt dem E-Rad-Fahrer ein natürliches Fahrgefühl – das ist gerade Bikern mit sportlichen Ambitionen wichtig. Aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach dem E-Bike-Antrieb von FAZUA will das 2013 gegründete Unternehmen noch im Frühjahr 2018 an einen größeren Standort mit erweiterter Produktionskapazität ziehen. Auch personell wird sich FAZUA vergrößern: Aktuell werden unter anderem Mitarbeiter in der Qualitätssicherung, im Produktionsmanagement sowie in der Elektronikentwicklung gesucht.

„Der Wachstumsfonds Bayern unterstützt expandierende Unternehmen, die innovative Zukunftstechnologien entwickeln. Gerade in der Wachstumsphase gibt es oftmals eine Finanzierungslücke, die wir mit unserem Fonds schließen wollen. Das innovative Antriebssystem von FAZUA schafft einen großen Mehrwert für die E-Fahrrad-Industrie. Daher unterstützen wir die weitere Entwicklung des Unternehmens mit Mitteln aus dem Wachstumsfonds Bayern sehr gerne“, sagt die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die den Wachstumsfonds Bayern im Jahr 2015 initiiert hatte.

„Als Investor der ersten Stunden haben wir die positive Entwicklung von FAZUA seit der Seedphase begleitet. Mit einem weiteren Investment, dieses Mal aus dem Wachstumsfonds Bayern, können wir einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenswachstum leisten“, sagt Dr. Georg Ried, Geschäftsführer bei Bayern Kapital.  

Benjamin Erhart, Partner bei Unternehmertum Venture Capital Partners, erklärt: „FAZUA hat sich eine sehr aussichtsreiche Marktposition erarbeitet. Innerhalb des stark wachsenden E-Bike- Gesamtmarktes ist das System bei leichten und sehr leichten Produkten führend. Immer mehr renommierte Fahrradhersteller setzen auf den evation-Antrieb. Wir sind überzeugt, dass FAZUA in den kommenden Jahren einen bedeutenden Mehrwert liefern wird. Wir freuen uns sehr, dem starken Konsortium bestehender Investoren beizutreten und die weitere Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen.“   Insbesondere im Rennrad- und Performancebereich fällt die Resonanz auf den evation-Antrieb äußerst positiv aus. Auch in der Branche erfährt das junge Unternehmen viel Anerkennung: So wurde FAZUA beim DESIGN & INNOVATION AWARD 2018 in drei Kategorien (Newcomer, Komponenten MTB und Road) ausgezeichnet.

„Wir freuen uns sehr über diese Investitionsrunde, die eine äußerst starke Positionierung der FAZUA GmbH im Markt weiter unterstützen wird“, so Hannes Biechele, CEO und Gründer der Münchener Firma. „Erfahrung, Mehrwert und Know-how der Gesellschafter sind für uns essenzielle Säulen, ohne die FAZUA nicht so erfolgreich agieren könnte.“    

Über FAZUA:

Das 2013 in München gegründete Unternehmen FAZUA hat es sich zum Ziel gesetzt, den E-Bike-Markt nachhaltig zu revolutionieren. Mit dem evation-Antrieb präsentiert das Team um Geschäftsführer Johannes Biechele ein elektrisches Antriebssystem, das sich besonders an sportive Ansprüche richtet und dabei das natürliche Fahrgefühl eines unmotorisierten Fahrrads vermittelt. Namhafte Kunden von FAZUA, die bereits 2018 Fahrräder mit dem evation-Antrieb verkaufen, sind CUBE, Focus, Bianchi, Fantic und Pinarello.  

Über Bayern Kapital:

Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit elf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 340 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 260 Millionen Euro Beteiligungskapital in mehr als 250 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern über 5000 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden.

Mehr Power für Gründer-Start

Die Zahl der Unternehmensgründungen ist 2017 wiederholt deutlich zurückgegangen – das bestätigt die aktuelle Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors. Dr. Kai Flehmig-Pichlmaier, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Gründerverbands (DGV), fordert bessere Startbedingungen für Gründer.

Schon wieder 14 Prozent weniger Unternehmensgründungen als im Vorjahr – mit nur 557.000 Neugründungen in 2017 setzt sich der negative Trend der vergangenen Jahre fort. Seit 2014 ist die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland rückläufig. Den deutlichen Rückgang in 2017 bezeichnet die KfW in ihrer aktuellen Pressemeldung trotzdem als überraschend und begründet ihn mit der anhaltend guten Situation am Arbeitsmarkt. Der Deutsche Gründerverband (DGV) dagegen sieht die Politik in der Pflicht: Solange die Bedingungen für Neugründer nicht verbessert werden ist eine Trendwende nicht zu erwarten.

Die Chancen, an benötigtes Kapital heranzukommen, sind unter den Gründern ungleich verteilt. Die KfW unterscheidet zwischen den sogenannten „Notgründern“, die mit ihrer Existenzgründung versuchen, ein wegfallendes Gehalt zu kompensieren und den „Chancengründern“, die eine gewinnversprechende Geschäftsidee verwirklichen wollen. Diese Zweiklassen-Wertung haben auch Banken verinnerlicht, und für die erste Gruppe der Existenzgründer ist es dementsprechend noch schwerer, einen Kredit zu erhalten.

„Alle Gründer müssen mit gleichen Maßstäben gemessen werden und verdienen die gleichen Chancen – egal, welche Bezeichnung sie tragen – ob Start-Up, Existenzgründer, Chancen- oder Notgründer“, ist der DGV-Vorstandsvorsitzende Flehmig-Pichlmaier überzeugt. Die Einteilung der Unternehmensgründer in zwei unterschiedlich förderungswürdige Klassen senkt zudem das Ansehen von Selbständigkeit in Deutschland insgesamt.

Mit dem Ziel, den Negativtrend zu stoppen, haben die Verantwortlichen schon einige Maßnahmen in Aussicht gestellt. Ein Beispiel dafür ist die vom Bundeswirtschaftsministerium und KfW initiierte Gründungsplattform 4.0. Sie soll als Wegweiser und Lotse durch die
notwendigen Formalitäten dienen und Unternehmensgründungen damit erleichtern. Außerdem floss in den letzten Jahren sehr viel Geld in Fonds für Wagniskapital. Der Gründungsexperte Dr. Flehmig-Pichlmaier ist skeptisch: „Solange Gründung nichts kosten darf und Beratung nicht notwendig ist, kann sich kein nennenswerter Erfolg zeigen.“

Bürokratische und organisatorische Anforderungen hindern nach Ansicht des Experten die Menschen in Deutschland nach wie vor an Unternehmensgründungen. Für die Bearbeitung von Invest-Anträgen benötigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach aktuellem Stand rund sechs Monate. Diese Zeitspanne ist für jeden Gründer deutlich zu lange. Der Deutsche Gründerverband fordert hier Investitionen, die es ermöglichen, die Bearbeitungszeit zu verkürzen.

Eine weitere Forderung des DGV betrifft das Startgeld und die Unterstützung der KfW. Sie ist für Gründer essentiell, weil für Banken und Sparkassen die Finanzierung einer Unternehmensgründung wirtschaftlich nicht besonders attraktiv ist. Für eine Gründungsfinanzierung wird oftmals der Abschluss einer zusätzlichen Versicherung zur Voraussetzung, wodurch sich der finanzielle Nachteil wieder auf den Gründer verlagert. Beim Startgeld sollte sich die KfW von ihren alten Regelungen lösen und das Verhältnis von Investitionen und Betriebsmitteln den realen Anforderungen anpassen.

Auch Gründungsberater, die beispielsweise auf der geplanten Gründungsplattform 4.0 genannt werden sollen, müssten laut DGV entsprechend qualifiziert sein, um zukünftige Unternehmer beraten zu können. Bis jetzt ist keinerlei Qualifizierung notwendig.

Es bleibt abzuwarten, ob die neue GroKo und ihr zukünftiger Wirtschaftsminister eine Trendwende bei den Unternehmensgründungen herbeiführen kann. Daran wird man bemessen können, ob der Politik der junge Mittelstand und die Unterstützung der Selbständigkeit wichtig sind. Der DGV ist indes gespannt auf den Gründungsmonitor 2018 und die neue Klasseneinteilung von Gründern.

Funding Circle: 50 Millionen Euro für KMU

– Die portugiesische Online-Bank Banco BNI Europa finanziert in diesem Jahr kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland direkt über die Online-Plattform von Funding Circle
– So werden rund 600 Unternehmen mit benötigtem Kapital unterstützt und dadurch etwa 1.500 Arbeitsplätze geschaffen *

„Die Partnerschaft mit Banco BNI Europa ist ein wichtiges Signal für den Mittelstand – und ein weiterer Schritt bei der Etablierung einer zeitgemäßen Unternehmensfinanzierung. Die Investition eines anerkannten institutionellen Partners wie Banco BNI Europa ist eine Bestätigung unseres Modells und unserer Mission, kleinen Unternehmen (KMU) den Zugang zu Finanzierung zu erleichtern und ihre Abhängigkeit vom überholten Bankensystem zu reduzieren. Neben attraktiven Renditen für Investoren ist für unseren Erfolg auch der unmittelbare Beitrag zur Stimulierung der lokalen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung“, erklärt Thorsten Seeger, Geschäftsführer Deutschland bei Funding CircleBanco BNI Europa, die portugiesische Online-Bank, und Funding Circle (www.fundingcircle.de) haben eine strategische Zusammenarbeit beschlossen, die das Ziel verfolgt, das Wachstum kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland zu fördern. Die in ganz Europa aktive Bank investiert dabei in Kredite, die über Funding Circle – die weltweit führende Plattform für KMU-Finanzierungen – vermittelt werden.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Banco BNI Europa in den kommenden Monaten Unternehmenskredite im Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro finanzieren. Dies ist die größte Finanzmittelsumme, die die portugiesische Bank kleinen Unternehmen in Deutschland jemals zur Verfügung gestellt hat. Die vereinbarte Investition wird rund 600 Unternehmen Zugang zu Fremdkapital ermöglichen und so schätzungsweise 1.500 Arbeitsplätze schaffen.* Das langfristige Ziel der Kooperation ist es, die Partnerschaft auf andere Länder, in denen Funding Circle aktiv ist, auszuweiten.

Banco BNI Europa schließt sich damit dem breiten Kreis der aktiven Anleger weltweit an, die über Funding Circle kleine und mittlere Unternehmen bei ihren Wachstums- und Innovationsplänen unterstützen. Dazu gehören 70.000 Privatpersonen und Institutionen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Europäische Investitionsbank, die British Business Bank und der niederländische Finanzdienstleister Aegon.

Pedro Pinto Coelho, Vorstandsvorsitzender bei Banco BNI Europa: „Der deutsche Mittelstand – ein Garant wirtschaftlicher Stabilität in Europa – stellt eine höchst attraktive Anlageklasse für uns dar. Funding Circle ist ein professioneller Partner, der uns durch seine Risikobewertung und Kreditanalyse überzeugt hat. Eine perfekte Partnerschaft: Sowohl Banco BNI Europa als auch Funding Circle haben bewiesen, dass sie mittels technologischer und finanzieller Innovationen den lokalen Wirtschaften positive Impulse geben können.“

Thorsten Seeger, Geschäftsführer Deutschland bei Funding Circle: „Die Partnerschaft mit Banco BNI Europa ist ein wichtiges Signal für den Mittelstand – und ein weiterer Schritt bei der Etablierung einer zeitgemäßen Unternehmensfinanzierung. Die Investition eines anerkannten institutionellen Partners wie Banco BNI Europa ist eine Bestätigung unseres Modells und unserer Mission, kleinen Unternehmen den Zugang zu Finanzierung zu erleichtern und ihre Abhängigkeit vom überholten Bankensystem zu reduzieren. Neben attraktiven Renditen für Investoren ist für unseren Erfolg auch der unmittelbare Beitrag zur Stimulierung der lokalen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung.“

Die verschlechterten Finanzierungsbedingungen insbesondere für kleine Unternehmen sind in den letzten zehn Jahren zu einem der größten Innovations- und Wachstumshemmnissen geworden. Je jünger und kleiner das Unternehmen, desto höher sind die Hürden – trotz guter Bonität. Mehr als jedes vierte Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu einer Million Euro berichtet hierzulande von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang. **

Durch die Verschmelzung von finanzwirtschaftlicher Kompetenz und technologischer Innovation – indem es kleinen Unternehmen über seine Plattform unbürokratischen Zugang zu erschwinglicher und flexibler Finanzierung ermöglicht – schließt Funding Circle diese Versorgungslücke. Bisher konnte Funding Circle weltweit über 40.000 Unternehmen mit Krediten von mehr als 4,7 Milliarden Euro unterstützen und dabei stabile Renditen für seine Anleger generieren.

Die strategische Partnerschaft mit Banco BNI Europa setzt den Erfolgs- und Wachstumskurs von Funding Circle in Deutschland fort. Erst im Dezember hatte das Unternehmen den Meilenstein von 100 Millionen Euro in Finanzierungen deutscher Unternehmen über seine Plattform erreicht. Kurz zuvor hatte das weltweit vermittelte Kreditvolumen die historische Marke von fünf Milliarden US-Dollar überschritten.

* Basierend auf dem durchschnittlichen Kreditvolumen und der durchschnittlichen Anzahl an – direkt und indirekt – geschaffenen Arbeitsplätzen pro über Funding Circle finanziertem Unternehmen; Quelle: CEBR-Studie, 2016.
** Quelle: KfW-Unternehmensbefragung 2017

Über BNI

Banco BNI Europa (www.bnieuropa.pt) wurde im Juli 2014 gegründet und ist die am schnellsten wachsende Digital-Bank in Portugal.
Banco BNI Europas Ziel ist es, den traditionellen Bankensektor durch strategische Partnerschaften mit agilen Fintech-Unternehmen zu revolutionieren, um neue Produkte einzuführen, die den Einsatz modernster Technologie in Bezug auf Risikoanalyse und Verbrauchererfahrung und so einen schnellen Markteintritt ermöglichen. Diese strategische Ausrichtung erlaubt es der Bank, sich als „Challenger Bank“ zu etablieren und sich so zu differenzieren. Diese Positionierung ermöglicht es Banco BNI Europa, sich als Benchmark in der neuen „Fintech“-Generation der europäischen Banken zu behaupten und weiterhin stark zu wachsen.

Über Funding Circle

Funding Circle (www.fundingcircle.de) ist die weltweit führende Online-Plattform für Unternehmensfinanzierung. Seit seiner Gründung 2010 hat das Unternehmen Kredite im Wert von insgesamt mehr als 4,7 Milliarden Euro an 40.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vermittelt. Über 70.000 private Anleger*innen sowie Finanzinstitutionen (wie z. B. die KfW, die Europäische Investitionsbank und die British Business Bank) haben diese über die Funding Circle Plattform mit Kapital unterstützt und so rund 100.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Das Deutschlandgeschäft von Funding Circle wird vom Berliner Team mit umfassender Finanz- und Tech-Expertise unter der Leitung von Thorsten Seeger (ehem. Barclays und Lloyds Banking Group) geführt. Funding Circle hat seinen Hauptsitz in London (Großbritannien) und operiert zudem in den USA sowie den Niederlanden. [Stand: Dezember 2017]

Über Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben es in Deutschland zunehmend schwer, über Banken, Volksbanken und Sparkassen Zugang zu Fremdkapital zu bekommen. Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung wie Funding Circle sind die zuverlässige Alternative, die diese Versorgungslücke füllt. Auf seiner Plattform vermittelt Funding Circle zwischen 5.000 und 250.000 Euro für die Wachstums- und Innovationsvorhaben deutscher KMU. Und das schnell, unbürokratisch und flexibel: Das Finanzierungsangebot erhalten Unternehmer*innen innerhalb 48 Stunden, die Auszahlung erfolgt für gewöhnlich in sieben Tagen und eine vorzeitige Tilgung ist jederzeit gebührenfrei möglich. Privatpersonen und institutionellen Anleger*innen bieten Investitionen in Unternehmenskredite Zugang zu einer stabilen Geldanlage mit attraktiven Renditemöglichkeiten – und leisten schon ab 100 Euro einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.

Russischer Top-Start-up-Investor bietet bis 40 Millionen Rubel

Die russische Startup-Szene ist zwar im Vergleich zu ihren Gegenstücken in den USA und Europa noch relativ jung, doch sie ist auch in großer Bewegung: Neu aufgesetzte Accelerator-Programme, risikobereite Investoren und Projekte wie der Technologiepark Skolkovo helfen Gründern dabei, ihre innovativen Unternehmen in die rechte Spur zu bringen. Ein wichtiger Teil dieses Mikrokosmos ist das Venture-Capital-Unternehmen admitad Invest: Der Investmentfonds des russischer Start-up-Investor admitad, das weltweit zu den größten CPA-Netzwerken zählt, gehört laut einem aktuellen Ranking der Fachpresse zu den Top-5-Seed-Investoren in Russland. 2018 plant admitad Invest, sein Geschäftsfeld auszuweiten und global in Start-ups zu investieren.

admitad Invest ist spezialisiert auf Early-Stage-Investitionen und wurde jetzt in einem Ranking von FIRRMA, einem der größten Startup-Medien Russlands, unter den Top-5 der russischen Seed-Investoren eingeordnet. Das Ranking gibt an, welche Investoren in die meisten Unternehmen in der Early-Stage-Phase investiert haben. Insgesamt hat admitad Invest 2017 mehr als zwei Millionen US-Dollar angelegt und wird sich im kommenden Jahr auch auf dem deutschen Markt nach spannenden Startups umschauen.

Early-Stage-Spezialist mit grenzübergreifender Philosophie

„Wir werden 2018 auch weiterhin in russische Projekte investieren, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen“, sagt Alexander Bachmann, Gründer und CEO vom russischen Start-up-Investor admitad. „Wir denken dabei aber immer grenzübergreifend und begleiten Unternehmen in unserem Portfolio bei Markteintritten in ausländische Märkte, in denen admitad bereits selber aktiv ist. Das gilt besonders für Westeuropa, Asien, die USA und die Golfregion. Daher ist es für uns auch folgerichtig, dass wir auch dort in geeignete Unternehmen anlegen, mit denen wir unser Unternehmensnetzwerk ausbauen können. Besonders in der DACH-Region sehen wir sehr interessante Möglichkeiten. Die Investitionshöhe in den frühen Phasen der Startups kann hier jeweils bei bis zu 40 Millionen Rubel, entspricht circa 600.000 Euro, liegen.“

admitad Invest ist besonders auf der Suche nach Startups, die bei der internationalen Entwicklung des Unternehmens ihre Stärken ausspielen können. Maksim Volokhov, Leiter von admitad Invest, sagt dazu: „Das betrifft insbesondere die Bereiche internationale Expansion, Tools für den Cross Border Trade und neue Technologien und Lösungen für E-Commerce und Digital Advertising.“

Eine Auswahl von admitad-Invest-Projekten aus dem Jahr 2017:

Appspress.ru ist eine Plattform für Digital Advertising auf Telefonen, Tablets und Laptops. In Zusammenarbeit mit Herstellern und Marken wird Werbung unter anderem über Widgets und Newsfeeds ausgespielt.

Blinger ist eine Omnichannel-Plattform, über die User gleichzeitig verschiedene Instant-Messenger-, E-Mail- und Online-Chat-Programme nutzen können. Das geschieht über eine API, ein Interface oder eine Helpdesk-Integration. Blinger hilft dabei, Zeit bei den technischen Aspekten der Kommunikation zu sparen.

EPICSTARS ist eine Influencer-Marketing-Plattform mit der Marketer Werbung für Brands, Produkte und Dienstleistungen betreiben können. In einem Jahr haben sich bereits mehr als 5.000 Marketer registriert und mehr als 300 erfolgreiche Werbekampagnen durchgeführt.

Meds.ru ist eine Marketing-Plattform für Kliniken und unterstützt Patienten einfach und schnell bei der Suche nach den besten Ärzten und Krankenhäusern. Sie ist mit verschiedenen Einstellungen und Filtern individuell anpassbar.

Push.World ist ein Push-Benachrichtigungsdienst mit individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Mit Push.World erhöhen die User die Zuschauerbindung um rund zehn Prozent.

Über admitad

Der russische Start-up-Investor admitad zählt weltweit zu den größten Affiliate-Marketing-Netzwerken und verbindet Advertiser und Publisher für die effiziente Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Internet. Mehr als 1.500 Advertiser und knapp 600.000 Publisher, die täglich mehr als 5 Millionen Visits generieren, profitieren von der innovativen Affiliate-Marketing-Plattform von admitad.

Das international agierende Unternehmen wurde 2010 in Heilbronn von Alexander Bachmann gegründet und beschäftigt aktuell mehr als 300 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Russland, der Schweiz, Weißrussland, der Ukraine, China und Indien. admitad legt dabei größten Wert auf Transparenz, Qualität und Sicherheit. Auf admitad vertrauen zahlreiche internationale Top-Unternehmen – darunter AliExpress, Booking.com, Emirates, Qatar Airlines, ASOS, Quelle, OTTO und Decathlon.

HTGF-Venture-Capital-Portfolio Atriva hat neuen Vorstand

Nach dem erfolgreichen Passieren eines bedeutenden präklinischen Entwicklungsmeilensteins für die Leitsubstanz ATR-002 im Sommer 2017 ergänzt Atriva Therapeutics GmbH die Geschäftsleitung um einen erfahrenen Biopharma-Manager, Dr. Christian Wallasch, zum Chief Operating Officer (COO).

Über Atriva Therapeutics GmbH

Atriva Therapeutics GmbH steht für die nächste Generation antiviraler Therapien. MEK-Inhibitoren zeigen ein hohes Potenzial für wirklich wirksame und sichere antivirale Medikamente, um den dringenden Bedarf an einer neuartigen, breit wirksamen und resistenzverhindernden Influenzatherapie zu decken.
Atriva wurde 2015 durch eine Gruppe von drei international renommierten Virologen und fünf branchenerfahrenen Fach- und Führungskräften gegründet, mit Sitz in Tübingen. Fünf breit angelegte Patentfamilien zur Anwendung von MEK-Inhibitoren als antivirale Therapeutika wurden seitdem in die Firma eingebracht. Die Schutzrechte gewähren eine potentielle Marktexklusivität für die MEK-Schlüsseltechnologien der Firma bis mindestens 2035. Dieses neuartige Konzept überzeugte die Jury, als Atriva 2016 zum Sieger des bundesweiten Science4Live Konzeptphasenwettbewerb gewählt wurde. Im Spätjahr 2016 konnte Atriva eine Seed-Finanzierungsrunde von insgesamt 3 Mio. Euro einwerben, um das Leitprojekt ATR-002 in die klinische Entwicklungsphase voranzutreiben.

Venture-Capital-Geber HTGF
Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) ist Deutschlands aktivster Frühphaseninvestor. Mit einem Volumen von rund 820 Mio. EUR Venture-Capital in drei Fonds finanziert er junge innovative Technologie Startups und unterstützt sie aktiv bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Thematisch ist die Aufstellung breit. Die drei Investmentteams fokussieren sich auf hardwarenahe Ingenieurwissenschaften, Life Science, Chemie und Material Science sowie Software, Media und Internet. Die Investoren des Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW sowie namhafte Wirtschaftsunternehmen.

Flatrate für Zeitschriften

17. Mai 2017 – Die Magazin-Flatrate Readly hat eine Serie-B-Finanzierungsrunde über 13 Mio. Euro abgeschlossen. An der neuen Finanzierungsrunde sind Zouk Capital und Hermes GPE sowie die bisherigen Investoren beteiligt. Auch der Commercial Growth Fund von Channel 4 und der Aggregate Media Fund gehören zu den Geldgebern.

Mit dem frischen Kapital soll das Wachstum in den bestehenden Märkten ausgebaut und die Internationalisierung weiter vorangetrieben werden. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung unserer bestehenden Investoren ebenso wie über unsere neuen Partner. Es gibt uns die Möglichkeit unsere vielfach ausgezeichnete App mit immer mehr Magazinen in einer Flatrate zu noch mehr Nutzern zu bringen. So können wir die Verlagshäuser beim Übergang in das digitale Lesezeitalter immer besser unterstützen“, so Per Hellberg, CEO bei Readly.

Readly kooperiert weltweit mit über 400 Verlagen und stellt aktuell mehr als 2.000 Zeitschriftentitel in einer Flatrate zur Verfügung, davon über 500 deutschsprachig. Für 9,99 Euro im Monat können bis zu 5 Nutzer pro Account die Zeitschriften im digitalen Format unbegrenzt und ohne Werbeeinblendungen lesen. Die App bietet eine einfache, intuitive Bedienung und schnelle Downloads. Die Magazine können bequem online oder – nach dem Herunterladen – offline gelesen werden.

„Weltweit wird der Markt für Verbrauchermagazine auf fast 35 Milliarden Euro geschätzt. Readly hat sich in den letzten Jahren in sehr kompetitiven Märkten wie Schweden, Großbritannien oder auch Deutschland durchgesetzt und ist damit als europäischer Marktführer wesentlich an der Gestaltung dieses Bereichs beteiligt. Zouk Capital investiert vornehmlich in Technologie-getriebene Wachstumsunternehmen, die Nachhaltigkeit erzeugen. Damit passt Readly sehr gut zu uns“, so Nathan Medlock, Partner bei Zouk Capital.

Über Readly:
Die Magazin-Flatrate Readly (https://de.readly.com) ist eine Plattform für digitales Lesen und unterstützt Verlagshäuser bei dem Übergang in das digitale Lesezeitalter. Mit der einfach zu bedienenden App können Nutzer für monatlich 9,99 Euro auf dem Tablet, PC oder Smartphone auf über 2.000 Zeitschriften zugreifen, davon über 500 deutschsprachig. Von Autos über Lifestyle bis zu Pferden – das monatlich kündbare Flatrate-Modell hält eine große Bandbreite an unterschiedlichen Themenfeldern für die ganze Familie bereit.

Vorsicht beim Verkauf von Firmenautos

Bei der Veräußerung von Betriebswagen lauern steuerliche und rechtliche Fallstricke, die Unternehmen teuer zu stehen kommen können. Worauf Firmen achten sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden, weiß Expertin Dr. Stephanie Thomas.

Zuverlässige und repräsentative Firmenwagen sind für viele Unternehmen unentbehrlich. Nicht wenige entscheiden sich spätestens nach Ablauf der sechsjährigen Abschreibung für eine Neuanschaffung und den Verkauf des alten Fahrzeugs. Leicht werden beim Autoverkauf steuerliche und rechtliche Aspekte übersehen. Der Verkauf von Firmenwagen erfordert ebenso viel Weitblick wie deren Einkauf, betont die Wirtschaftskanzlei WWS aus Mönchengladbach. Ansonsten laufen Unternehmen Gefahr, dass unvorhergesehene Zusatzkosten entstehen.

Der Erlös für den alten Firmenwagen dient oft zur Finanzierung des Neuen. Naturgemäß sind Firmen darauf bedacht, das alte Gefährt für einen guten Preis zu veräußern. Wer es clever anstellt, verkauft den Wagen für einen Betrag, der deutlich über dem Buchwert liegt. Doch Vorsicht: Zählt der Firmenwagen zum Betriebsvermögen, hält der Fiskus beim Verkauf die Hand auf. Ein etwaiger privater Nutzungsanteil und dessen vorangehende Besteuerung bleiben unberücksichtigt. Die Differenz zwischen Buchwert und Verkaufspreis ist Gewinn und als solcher voll steuerpflichtig. Laut Bundesfinanzhof ist steuerlich auch unerheblich, wenn aufgrund privater Veranlassung der Wagen nur teilweise abgeschrieben werden konnte (BFH, Az. X R 14/12).

Veräußert etwa eine GmbH ihren Firmenwagen für 13.000 Euro netto, der einen Restbuchwert von 6.000 Euro hat, macht sie 7.000 Euro Gewinn. Somit werden etwa 2.100 Euro Körperschaft- und Gewerbesteuer plus 2.470 Euro Umsatzsteuer fällig. Deshalb sollten Unternehmen die Steuer von vornherein einkalkulieren, um Überraschungen zu vermeiden.

Nicht nur bei Verkaufspreisen über dem Buchwert müssen Firmen aufpassen. Veräußern Unternehmer einen Firmenwagen zum Buchwert oder sogar darunter an einen Gesellschafter, stellt das Finanzamt schnell die Angemessenheit des Kaufpreises in Frage. Firmen sollten zur Sicherheit immer ein Sachverständigengutachten einholen, um Vorbehalte der Finanzbeamten leichter zu entkräften.
Ein Firmenauto gehört nur dann automatisch zum Betriebsvermögen, wenn der Wagen über 50 Prozent betrieblich zum Einsatz kommt. Bei einer betrieblichen Nutzung unter 10 Prozent handelt es sich immer um Privatvermögen und ein Verkauf ist nicht steuerpflichtig. Wer den Firmenwagen zwischen 10 und maximal 50 Prozent betrieblich nutzt, kann ihn wahlweise vollständig dem Betriebs- oder dem Privatvermögen zuweisen. Erfolgt eine Zuordnung zum Privatvermögen, sollte das Unternehmen die betrieblichen Fahrten genau dokumentieren. So lässt sich ein Verdacht des Finanzamts ausräumen, der Wagen werde zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt. Alternativ kann der Firmenwagen aber auch vollständig als Betriebsvermögen deklariert werden. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, welche Behandlung insgesamt steuerlich günstiger ist.

Umsatzsteuerpflicht beim Verkauf droht selbst dann, wenn Firmen bei der Anschaffung keinen Vorsteuerabzug geltend machen konnten. Einen Ausweg bietet das sogenannte „Entnahme-Verkaufs-Modell“. Firmeninhaber können den Wagen zunächst aus dem Betriebsvermögen entnehmen und in das Privatvermögen überführen. Für einen anschließenden Verkauf wird dann keine Umsatzsteuer fällig. Doch Obacht: Es muss eine beweissichere Dokumentation der Entnahme erfolgen. Firmen sollten die Entnahme umgehend verbuchen sowie den Zeitpunkt in der Buchhaltung schriftlich dokumentieren.
Vorsicht ist beim Verkauf eines Firmenwagens an Privatpersonen geboten. Dann unterliegt das Unternehmen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht. Zwei Jahre lang müssen Verkäufer für alle Mängel aufkommen, die über den üblichen Verschleiß hinausgehen – vorausgesetzt der Mangel lag bei Übergabe bereits vor. Unternehmen können eine Gewährleistung beim Verkauf an Privatleute vertraglich nicht ausschließen. Wer sein Fahrzeug an ein anderes Unternehmen veräußert – etwa an einen Autohändler – kann einen Gewährleistungsausschluss vereinbaren.

Der Verkauf von Firmenautos will gut überlegt sein. Unternehmen sollten frühzeitig die steuerlichen und rechtlichen Auswirkungen mit ihrem Berater abklären. So können Unternehmen alle Fallstricke sicher umfahren.

Autorin Dr. Stephanie Thomas, Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Fachanwältin für Steuerrecht der Kanzlei WWS in Mönchengladbach

Dr. Stephanie Thomas: Rechtsanwältin, Steuerberaterin und Fachanwältin für Steuerrecht der Kanzlei WWS Wirtz, Walter, Schmitz in Mönchengladbach (www.wws-gruppe.de). Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der steuerrechtlichen Beratung von Unternehmen und Privatpersonen bei Themen wie Nachfolgeplanung, Umstrukturierung und Verfahrensfragen.
Die WWS-Gruppe: Die WWS ist eine überregional tätige, mittelständische Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsberatungskanzlei. Sie ist an drei Standorten am Niederrhein vertreten (Mönchengladbach, Nettetal, Aachen). Rund 130 Mitarbeiter entwickeln interdisziplinäre Beratungslösungen mit ganzheitlichem Anspruch. Die WWS-Gruppe besteht aus der WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH, der Partnerschaftsgesellschaft Wirtz, Walter, Schmitz und PartnermbB und der Dr. Schmitz-Hüser WWS GmbH.

Der Preis für gute Ideen

Seit 1998 zeichnet die KfW Bankengruppe Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihrer Geschäftstätigkeit mit dem Titel „GründerChampion“ aus. Für den renommierten Preis konnten sich im letzten Jahr Start-ups aller Branchen ab Gründungsjahr 2011 bewerben. Vergeben wurde der Award im Rahmen der deGUT, der Berliner Gründermesse. Alle 16 Landessieger konkurrierten um den Bundessieg. Der Sieger: Die Brandenburger Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG.   Der Sonderpreis „Nachfolge“ ging an die Özcan Getränke GmbH aus Berlin. Die Gäste der Preisverleihung wählten dann noch die Tandemploy GmbH aus Berlin für den Publikumssieg aus. Alle Champions freuten sich über insgesamt 35.000 Euro Preisgeld.

Als Bundessieger ausgezeichnet wurde ein Unternehmen, das im Rahmen einer externen Nachfolge gegründet wurde. Chef der Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG  (HZD) aus Premnitz Petar Marovic erklärt: „Das „Unternehmen, die Menschen und die Region haben mir einfach zugesagt. Michael Schönberg und ich haben sofort gemerkt, dass wir einander verstehen und uns beiden der weitere Erfolg der HZD am Herzen liegt.“

Förderangebot für junge Unternehmen

Der Titel „GründerChampion“ ist eine Qualitätsauszeichnung für junge Unternehmen. Die GründerChampions 2016 wurden von einer Jury mit erfahrenen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Landesförderinstituten sowie Industrie- und Handelskammern ausgewählt. Bewertet wurden die Geschäftsideen nach ihrem Innovationsgrad, ihrer Kreativität und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Maßgeblich für die Auszeichnung war auch, wie umweltbewusst die Umsetzung erfolgte und ob Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen oder erhalten wurden. Unternehmen aller Branchen ab dem Gründungsjahr 2011 konnten sich bewerben.   Mit der Vergabe des Awards möchte die KfW sowohl die erfolgreichen Gründerinnen und Gründer auszeichnen, als auch dazu beitragen, dass der Schritt in die Selbstständigkeit mehr öffentliche Anerkennung erfährt. Die KfW Bankengruppe unterstützt die deutsche Wirtschaft mit einem breiten Förderangebot. Beispielsweise bietet sie für Gründer u. a. den ERP Gründerkredit StartGeld für Darlehenssummen bis zu 100.000 Euro und den ERP Gründerkredit Universell für größere Volumina an.

Die Märkte änderten sich

Ins Leben gerufen hat die HZD Michael Schönberg im Jahr 1992, damals standen alle Zeichen auf Wachstum. In den folgenden 20 Jahren erfuhr das Unternehmen eine gesunde Entwicklung und zeigt sich als einer der in Deutschland führenden Anbieter für Zink-Druckgusserzeugnisse. Von Baubeschlag bis hin zu anspruchsvollen Oberflächenteilen steht HZD seit jeher für Erzeugnisse von höchster Gießpräzision.

Doch Märkte ändern sich. Die Ansprüche an ein produzierendes Unternehmen verschärften sich zunehmend. Die letzten Jahre waren zudem von finanzieller Schwäche im Lichte der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt und wirkten so auch auf die HZD belastend. Schönberg erkannte, dass die Führung des Familienunternehmens durch einen externen Branchenexperten unterstützt werden sollte. So wurde Petar Marovic zu Beginn des Jahres 2015 in die Geschäftsführung der HZD berufen und leitete fortan den strukturierten Auf- und Umbau der Vertriebsaktivitäten. Herr Marovic blickt zurück auf über 20 Jahre Erfahrung in der AutomotiveIndustrie und war u. a. Werkleiter eines US-amerikanischen Standorts eines großen Automobilzulieferers. Doch dabei sollte es nicht bleiben. „Erfahrung und Zahlen sind zwar wichtig, aber beim Thema Nachfolge geht es nicht nur um Kopf-, sondern auch um Bauchentscheidungen. Im Idealfall sollte man sich auf Anhieb mit dem Nachfolger verstehen und einfach spüren, dass er zum Unternehmen passt.“, so beschrieb Schönberg den kurz darauf beginnenden Prozess der Unternehmensnachfolge. Die Übernahme erfolgte harmonisch und voller gegenseitiger Wertschätzung im Jahr 2016.

Die Firma war am natürlichen Wendepunkt eines gewachsenen Familienunternehmens. Die seit letztem Jahr eingeführten Optimierungsmaßnahmen tragen bereits Früchte und wir konnten den Mitarbeiterstamm nahezu erhalten. Mit der Auszeichnung möchte ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der HZD meine Anerkennung zollen und ihnen für das Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten danken.“

Den Kunden das Beste geben

Schwaben-Sieger Rainer Brang: „Ein GründerChampion zu sein ist für mich ganz persönlich eine Bestätigung, die ersten Weichen richtig gestellt zu haben.  Jetzt wollen wir zusammen unser Unternehmen nach unseren Werten so gestalten, dass es für das weitere Wachstum gerüstet ist. Dann können wir unseren Kunden weiterhin das Beste geben, das wir haben: Echte Freude an unseren Produkten.“

Die Winzki GmbH & Co. KG aus Frickenhausen ist Landessieger Baden-Württemberg. Ursprünglich wollte Rainer Brang, Gründer von Winzki, nur einen kindertauglichen MP3-Player für seine Söhne bauen. Er zimmerte eine Holzbox, fräste Löcher für Lautsprecher, Knöpfe sowie elf Tasten hinein und schraubte das Ganze mit einem Griff und einer eigens entwickelten Elektronik zusammen. Fertig war der erste Player namens „Hörbert“. 2011 rief Brang aufgrund der wachsenden Nachfrage aus dem privaten Umfeld das Unternehmen Winzki ins Leben und produzierte den Musikspieler in Serie. Seitdem haben die Schwaben über 7.500 Hörberts verkauft, bei knapper Verdoppelung der Verkäufe pro Jahr. Der Player steht dabei für einen Wertewandel: Statt schnellem Konsum für kleines Geld, sind Hörbert-Käufer an Langlebigkeit und Umweltschutz interessiert. So gehört ebenfalls zum Konzept, dass alle Komponenten nachbestellt oder auf Wunsch vom Hersteller einzeln getauscht werden können. Inzwischen arbeitet ein Team aus elf Personen an dem Produkt, das in Deutschland, der Schweiz und dem angrenzenden europäischen Ausland immer mehr Kunden findet.

Schnellst wachsendes Technologieunternehmen im Land

Ursprünglich aus universitärer Technologieforschung an der Technischen Universität München (TUM) entstanden, wurde Celonis 2011 gegründet und hat sich in kürzester Zeit zum führenden Anbieter für Process Mining entwickelt. Diese intelligente Big Data Technologie fügt die in verschiedenen ITSystemen gespeicherten, einzelnen Prozessschritte wieder zusammen und analysiert IST-Prozesse in Unternehmen automatisch, End-to-End und in Echtzeit. Dabei bietet sie einen umfassenden Einblick in tatsächliche Abläufe, versteckte Schwachstellen und Optimierungspotenziale. Das Ergebnis: mehr Transparenz, mehr Effizienz, mehr Compliance. Mittlerweile macht Celonis mehr als 10 Millionen Euro Umsatz pro Jahr und ist damit das am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Deutschlands (lt. Deloitte). Im Jahr 2015 gelang Celonis, was bisher noch kein Start-up geschafft hat: SAP nahm die Process Mining Technologie auf die eigene Preisliste und vertreibt das Produkt als SAP Process Mining by Celonis weltweit. Ein weiterer Meilenstein folgte im Juni dieses Jahres: Die renommierten Facebook-Investoren Accel Partners und 83North (ehem. Greylock IL) haben insgesamt 27,5 Millionen US-Dollar in Celonis investiert.

Mitgründer und Geschäftsführer Bastian Nominacher: „Celonis Process Mining lässt sich auf alle Branchen, Unternehmensbereiche und jeden digitalen Prozess anwenden. Unser Ziel ist es, die Prozesse von heute zu analysieren, damit die Welt von morgen effizienter ist. Dieser Vision widmen wir uns jeden Tag mit viel Leidenschaft und Zielstrebigkeit. Der KfW Award GründerChampions zeigt, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind. Wir sind sehr stolz auf das Engagement des gesamten Celonis-Teams.“

Top-Jobsharing-Plattform

Die Tandemploy gewinnt im KfW Award GründerChampions 2016 für Berlin.  Anna Kaiser und Jana Tepe gründeten Tandemploy im Jahr 2013, nachdem sie als Kolleginnen in einer Personalberatung gemeinsam auf die Idee gestoßen waren. Eine Tandembewerbung auf eine Führungsposition, die Jana Tepe damals für einen Kunden besetzen sollte, brachte den Stein ins Rollen und Tepe und Kaiser dazu, smarte HR-Technologien zu entwickeln, die Firmen und Menschen beim Zustandekommen flexibler Arbeitsmodelle wie dem Jobsharing auf die Sprünge helfen. Die Jobsharing-Plattform Tandemploy.com war der Anfang: Hier trafen und treffen an Jobsharing interessierte Menschen durch ein Matching auf passende Tandempartner und finden Firmen, die diesem Arbeitsmodell offen gegenüber stehen. Mittlerweile flexibilisieren sie mit ihrer Lösung flex:workz (einer Software as a Service) auch größere Unternehmen von innen. Hier können Mitarbeiter einer Firma im geschlossenen und geschützten Raum selbstständig Tandempartner, aber auch Kollegen für Jobrotations oder ein Mentoring im eigenen Unternehmen finden. Damit haben die beiden und ihr mittlerweile 10-köpfiges Team die weltweit erste HR-Software auf den Markt gebracht, die nicht von HR, sondern von den eigenen Mitarbeitern gesteuert wird.

Arbeit muss ins Leben passen

Bei Tandemploy leben die beiden Gründerinnen vor, wie es gehen kann: Sie selbst teilen sich die Geschäftsleitung im Jobsharing, alle Mitarbeiter arbeiten in flexiblen Modellen und legen ihre Stundenzahl individuell fest. Zuletzt haben sie die starre 40-Stunden-Stelle abgeschafft und fragen jeden Mitarbeiter nach seiner individuellen Wunscharbeitszeit.  Anna Kaiser: „Niemand kann genau sagen, wie sich die Arbeitswelt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern wird. Was wir aber sicher wissen, ist, dass wir agilere Systeme brauchen, um auf den Wandel reagieren zu können.“ Und Jana Tepe ergänzt: „Die Zeiten von starren Strukturen und Hierarchien sind vorbei. Wenn Organisationen reaktionsfähig bleiben wollen, müssen sie einfach flexiblere Systeme schaffen. Wir selber z. B. halten schon länger nicht mehr an der 40-StundenWoche fest, denn es ist schlicht und einfach ein Irrglaube, dass jeder am besten in 40 Stunden passt. Außerdem sollte die Arbeit ins Leben passen, nicht andersherum.“

Die vier Gründer von gastronovi, GmbH & Co. KG Andreas und Karl Jonderko, Christian Jaentsch und Bartek Kaznowski, sowie fast alle der 37 Mitarbeiter des Software-Unternehmens kennen die Sorgen der Gastronomen nur allzu gut. Schließlich haben sie alle selbst in der Gastronomie gearbeitet. Als Hotelier, als Koch, als Bedienung, als Küchenhilfe. Das gastronovi-Team weiß daher genau, wo es schmerzt. Und setzt genau da an: Mit einer Komplett-Software-Lösung für die Gastronomie, die die Abläufe optimiert und vereinfacht und die durch ihre Flexibilität und ihre Effektivität bei einfacher Anwendung begeistert. Egal ob Kassensystem, Tischreservierung, Warenwirtschaft, Marketing oder Bestellsystem für Gäste – aus elf Modulen kann sich jeder Gastronomiebetrieb eine maßgeschneiderte Lösung zusammenstellen. gastronovi Office optimiert die Abläufe und vereint alle Prozesse in einem System mit Schnittstellen zu z.B. Lieferanten-Einkaufssystemen oder vielen Hotel-Software-Lösungen. Andreas Jonderko, Geschäftsführer von gastronovi, freut sich: „Unser Ziel war immer, eine Lösung zu finden, mit der jeder Gastronom die Chance bekommt, sich perfekt zu optimieren und die Abläufe im Betrieb weiter zu vereinfachen.“

Ist das noch zeitgemäß?

herr holgersson. lesen & leben ist GründerChampions 2016 für Rheinland-Pfalz. In einer Zeit, in der die Buchbranche häufig als „schwächelnd“ aufgefasst wird, haben die Gründerinnen Elisabeth Windfelder und Jasmin Marschall eine inhaltlich und optisch moderne, wirtschaftlich erfolgreiche und damit zukunftsweisende Buchhandlung aufgebaut. Sie ist gleichfalls Begegnungsstätte und kultureller Ort. Denn die Unternehmerinnen sind überzeugt, dass Buchhandlungen mehr sein müssen als ein reiner Präsenz- und Bestellort für Bücher: Leser und Konsumenten sollen sich in ansprechender Umgebung begegnen können, eine an ihren individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Beratung erhalten und dazu authentische kulturelle und soziale Erlebnisse.

An diese Kundenbedürfnisse angelehnt wurde ein einzigartiges Raumkonzept entwickelt. Der Verkaufsraum ist wie eine Wohnung eingerichtet. Es gibt ein Wohnzimmer mit Sofa und Klavier, Romanen, Krimis, Hörbüchern und DVDs, eine Küchenzeile mit Koch- und Backbüchern, einen Essbereich mit Kreativ- und Gartenbüchern. Im Arbeitsbereich mit Schreibtisch sind Sachbücher sowie E-Reader und im Kinderzimmer mit Kinderbett und Spielecke kann in Kinder- und Jugend(hör)büchern und kombinierten Medien gestöbert werden. Elisabeth Windfelder und Jasmin Marschall: „Es freut uns riesig, dass wir so schnell im Ort und der Region angenommen worden sind. Immer wieder haben wir in Gründungszeiten und darüber hinaus Sätze wie ‚ist das denn überhaupt noch zeitgemäß?’ oder ‚eine Buchhandlung zu eröffnen ist ein bisschen wie ein Kutschunternehmen zu gründen’ gehört.“

Erfolg mit Tradition

Baumkuchen hat in Wernigerode eine lange Tradition. Seit über 250 Jahren ist die besondere und aufwendig herzustellende Spezialität in der Region bekannt. Dies möchte Gründer Christian Feuerstack erhalten und weiter ausbauen. Der Konditormeister hat nicht lange gezögert, als ihm 2014 vom früheren Inhaber die Übernahme des Unternehmens angeboten wurde – schließlich hat er schon länger über eine selbstständige Tätigkeit nachgedacht. Neben der Herstellung des Baumkuchens ist er auch für das angeschlossene Baumkuchenhaus verantwortlich. Einheimische wie Touristen genießen hier das vor Ort hergestellte Gebäck sowie Eis- Kaffee- und Kuchenspezialitäten. Besucher können auch beim Schaubacken dabei sein. Der Gründer bezieht die Zutaten aus der Region, verzichtet auf Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Ein großer Teil des Energiebedarfs in der Backstube wird durch Solarstrom erzeugt.  Champion Christian Feuerstack: „Ich finde es toll, dass auch kleinere und eher traditionelle Unternehmen ausgezeichnet werden und dass unsere Ideen und die Art, das Unternehmen zu führen, Anerkennung findet.“

Biometrie für Jedermann   

„Die Auszeichnung als GründerChampion Thüringen bestätigt einmal mehr, dass wir mit unserer Gründung alles richtig gemacht haben. Unser Team, die Investoren aber vor allem der Wille, etwas Neues zu schaffen und ein wenig zu einer sicheren Welt beitragen zu können, hat über die letzten zwei Jahre zum Erfolg unseres Unternehmens und Produkte beigetragen,“ weiß Chef Dirk Morgeneier. Die JENETRIC GmbH wurde 2014 am Optikstandort Jena von Dirk Morgeneier und Roberto Wolfer, Ingenieuren mit langjähriger Erfahrung in der Fingerabdruckaufnahme, gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von biometrischen Aufnahmesystemen spezialisiert. Erstmals ist es gelungen, optische TFT Technologie, wie man Sie etwa von Flachbildschirmen, kennt für die Fingerabdruckaufnahme zu nutzen. Damit kann die Fingerabdruckaufnahme so einfach gestaltet werden, dass jeder Mensch in der Lage ist, diese Geräte ohne fremde Hilfe zu bedienen. Möglich macht das ein neuartiger, transparenter Fingerabdrucksensor, der mit einem Display kombiniert wird.  Somit werden dem Nutzer Hinweise zur Bedienung anzeigt und Rückmeldungen gegeben, die er unabhängig von Sprache, Kultur oder Vorwissen versteht. Das macht das Gerät ideal für den Einsatz an Grenzen oder Flughäfen, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft sich per Fingerabdruck identifizieren müssen. Mit ihrem ersten Produkt, den von der amerikanischen Bundespolizei FBI zertifizierten, LIVETOUCH quattro, kommt die JENETRIC ihrem Ziel, biometrische Anwendungen für jedermann nutzbar zu machen, eine großen Schritt näher.

Sonderpreis Unternehmensnachfolge

Özcan Getränke GmbH gewinnt Sonderpreis „Nachfolge“  Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1989 von Mehmet Özcan. Er hat das traditionelle türkische Joghurt-Getränk Ayran nach Deutschland gebracht und den hiesigen Markt erobert. Für seine Tochter Dilek war er als Unternehmer ein großes Vorbild. Den Wunsch, einmal in seine Fußstapfen zu treten, hegte sie schon seit längerer Zeit. 2011 war es dann soweit und Dilek Özcan übernahm die Özcan Getränke GmbH im Rahmen der Nachfolge. Für ihren Vater war die Übergabe, die viel loslassen bedeutete, nicht immer einfach. Doch auch die Nachfolgerin brauchte sehr viel Stärke. Dilek Özcan: „Es war nicht leicht, als Frau plötzlich ein Unternehmen zu führen, in dem mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter männlich waren. Mein Vater hat mir durch seine große Erfahrung geholfen, aber durchbeißen musste ich mich allein.“

Bewerbungen für 2017 sind vom 1. Mai bis 1. August möglich für Unternehmen ab Gründungsjahr 2012. Schon jetzt können Sie ein Unternehmen (auch Ihr eigenes) vorschlagen, Sie erhalten Nachricht zum Wettbewerbsstart.
Über die deGUT: Die deGUT ist die größte Messe rund um Existenzgründung und Unternehmertum in Deutschland. Sie findet am 13. und 14. Oktober 2017 in der ARENA Berlin in Treptow statt. Veranstaltet wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Förderer der deGUT sind die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin und das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg.

„Die sehr gute Situation am Arbeitsmarkt hemmt die Gründungstätigkeit. Positiv dabei ist, dass es zuvor noch nie so wenige Notgründer gab.“
Dr. Jörg Zeuner, KfW-Chefvolkswirt

Die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes hat die Gründungstätigkeit in Deutschland im Jahr 2015 deutlich gebremst: Die Anzahl von Gründern ist im Vergleich zum Vorjahr um 152.000 oder 17 % auf 763.000 Personen gesunken. Die Erwerbslosenquote fiel um weitere 0,4 Prozentpunkte, so dass insbesondere „Notgründungen aus Mangel an besseren Alternativen“ überproportional weniger wurden (-28 % auf 207.000). „Die sehr gute Situation am Arbeitsmarkt hemmt die Gründungstätigkeit. Positiv dabei ist, dass es zuvor noch nie so wenige Notgründer gab. Wir sehen auch weitere positive Aspekte“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW anlässlich der Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2016, der repräsentativen Befragung zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Die Zahl der innovativen Gründer steigt beispielsweise um 6 % auf 95.000 leicht an. „Innovative Gründungen sind wegen ihrer Investitionen in Forschung und Entwicklung und ihrer höheren Bestandsfestigkeit von großer Bedeutung für unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Dr. Zeuner: „Das Gründungsgeschehen hat an Quantität verloren, aber strukturell an Qualität gewonnen“.

Mit dem KfW-Gründungsmonitor 2016 kann erstmals beleuchtet werden, welche Bedeutung digitale Technologien für Gründer haben. Das Ergebnis: Gründer, die mit digitalen Technologien neue Märkte kreieren oder etablierte Märkte erobern, machen inzwischen einen substanziellen Teil des Gründungsgeschehens aus. Jeder fünfte Gründer (21 %) ist ein „digitaler“ Gründer, das heißt, sein Angebot ist ausschließlich durch digitale Technologien nutzbar. Die Geschäftsmodelle sind vielfältig: Als digitale Gründer sind App-Anbieter, Betreiber von Webportalen, Onlinehändler, Softwareentwickler oder auch Webdesigner zu verstehen. Der Vorteil der Digitalisierung zeigt sich im Marktzugang: Während die Gründer insgesamt überwiegend regional ausgerichtet sind (40 % überregional), zielen 70 % der „digitalen“ Gründer direkt auf den nationalen oder internationalen Markt.

Insgesamt setzen Gründer mit 65 % 2015 etwas häufiger Finanzmittel ein (2014: 62 %), 23 % greifen hierbei auf externe Quellen zu wie Kreditinstitute, Privatinvestoren oder Familie und Freunde zurück (2014: 21 %). Das externe Kapital bewegt sich dabei meist im Mikrofinanzbereich bis zu 25.000 EUR (15 % der Gründer). Allerdings ist der Anteil von Gründern mit höherem Einsatz externen Kapitals in den letzten Jahren gestiegen, 2015 auf einen bisherigen Höchstwert von 8 %.

Erfreulich ist, dass 2015 ein Viertel weniger Gründer Finanzierungsschwierigkeiten hatten (von 20 % auf 15 %). „Gründer werden immer stärker von Finanzierungsschwierigkeiten betroffen sein als etablierte Unternehmer, da sie meist keine Unternehmerhistorie haben und häufig keine Sicherheiten stellen können“, sagt Dr. Zeuner. „Wir haben aber ein hohes volkswirtschaftliches Interesse daran, dass erfolgversprechende Ideen nicht an der Finanzierung scheitern. Daher ist es nicht zuletzt die Aufgabe von Förderbanken, die Gründungsfinanzierung zu unterstützen.“
Gründerinnen auf Rekordjagd:

  • Die Beteiligung von Frauen an der Gründungstätigkeit (43 %) bleibt das 3. Jahr in Folge auf Rekordniveau.
  • Weiterhin startet die Mehrheit aller Gründer im Dienstleistungssektor, gefolgt vom Produzierenden Gewerbe und dem Handel.
  • Gründer haben für sich selbst und für angestellte Mitarbeiter 2015 rund 610.000 vollzeitäquivalente Stellen geschaffen.

Der KfW-Gründungsmonitor basiert auf den Angaben einer jährlichen Zufallsauswahl von 50.000 Personen, die im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung telefonisch interviewt werden. Mit voll- und nebenerwerblichen, freiberuflichen wie gewerblichen Existenzgründungen wird ein umfassender Gründungsbegriff zugrunde gelegt. Der KfW-Gründungsmonitor 2016 ist die 16. Befragung.
Informationen zu den Förderprogrammen der KfW finden Interessierte unter www.kfw.de/gruenden.

Chancenkapital für innovative Unternehmen

Im Rheinland erhalten zukunftsorientierte Technologien neuen Schub: Engagierten
Gründerteams stellt ein neuer Seed Fonds Eigenkapital in einer Gesamthöhe von bis zu insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Seed Fonds unterstützen junge, technologieorientierte Unternehmen in der Gründungsphase, indem sie ihnen notwendiges Eigenkapital zur Verfügung stellen und so die Finanzierung des Unternehmens sichern.

Eine der ersten drei Beteiligungen ist die NonWoTecc Medical GmbH. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung von kleinlumigen Gefäßprothesen basierend auf einem innovativen Herstellungsverfahren. Diese Gefässe können als Ersatz körpereigener Gefäße und erstmalig auch als künstliche Überbrückungen verschlossener Gefäße in Herznähe (z. B. als Bypässe) eingesetzt werden.
Denn, in ca. 15 % aller medizinisch notwendigen Bypassoperationen (weltweit ca. 225.000) stehen dem Operateur zurzeit keine geeigneten körpereigenen Gefäße zur Verfügung. Alleine in Deutschland handelt es sich immerhin um ca. 90.000 Betroffene!

NonWoTecc Medical wurde vom High-Tech-Gründerfonds und der RVC in der ersten Runde finanziert. Des Weiteren wird die IVC Management GmbH aus Aachen das Unternehmen bei aktuellen Fragen der Geschäftsentwicklung als Coach begleiten. Der Rheinland Venture Capital Fonds ist unter anderem Teildes Fondkonzeptes der NRW.BANK, die über ihren 30 Millionen Euro starken NRW.BANK.Seed Fonds investiert hat. Dieser im Dezember 2005 aufgelegte Fonds der Förderbank Nordrhein-Westfalens beteiligt sich bis zu 50 Prozent an regionalen Seed Fonds. Diese entstehen in Regionen, die technologisch ausgewiesen sind, und die die Unternehmen betriebswirtschaftlich begleiten. Bezogen auf Nordrhein-Westfalen können durch den NRW.BANK.Seed Fonds deutlich über 100 technologieorientierte Unternehmensgründungen finanziert werden. Pilotregion war Dortmund, nun wird mit dem Rheinland Venture Capital Fonds der zweite regionale Fonds aufgelegt. Weitere regionale Seed-Fonds werden derzeit umgesetzt beziehungsweise sind in Planung. Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK: „Mit ihrer Seed-Fonds Initiative trägt die NRW.BANK deutlich dazu bei, den Markt für Frühphasenfinanzierungen in Nordrhein-Westfalen zu beleben.“

Gastro-Gründerpreis 2016

Eine renommierte 14-köpfige Jury hat in den vergangenen Wochen unter mehr als 500 Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die sechs überzeugendsten Konzepte ausgewählt. Cynthia Barcomi, Christian Rach & Co. beeindruckten vor allem Gastro-Konzepte, die eine besonders gelungene Mischung aus unternehmerischem Denken, Kreativität und Nachhaltigkeit bewiesen. Ein Blick auf die diesjährigen Gewinnerkonzepte zeigt, dass die Qualität der Zutaten und die Lust an der Kreativität bei allen sechs eine entscheidende Rolle spielen. So verführen die Gewinner mit Craft-Beer-Cocktails, Fusion-Hummus-Kreationen, Kraftbrühe-to-go oder außergewöhnlichen “Salapes” gekonnt zu neuen Kulinarik-Abenteuern:

Zum Starken August:  Das Berliner Nachtleben gleicht schon mal einer durchgeknallten Zirkusvorstellung. Sebastian Kulka und Marcel Jahn treiben das bunte Spektakel auf die Spitze – frei nach dem Motto “Menschen, Biere, Sensationen”. In ihrer Eventgastronomie Zum Starken August paart sich schlüpfriges Entertainment mit Craft-Beer: So dürfen sich Gäste als Porno-Synchronsprecher versuchen, Wild Bingo mit einer Drag-Queen spielen und dabei ausgefallene Craft-Beer-Cocktails schlürfen. Richtig gehört: Wem Craft-Beer allein zu langweilig ist, der kann sich daraus ausgefallene Cocktails mixen lassen. Ein kreatives Konzept, das auch die Stimmung unter den Jurymitgliedern des Gastro-Gründerpreis anheizte.

MS Günther:“Moin moin und Ahoi” heißt es auf der MS Günther! Hier erleben Landratten kulinarische Genüsse mal ganz anders: Bei schmackhaften Events wie “Beef Cruises” oder “Wein auf Wasser” schippern Gäste auf dem 106 Jahre alten Schiff durch Münster. Seinen Plan für das schwimmende Gastronomiekonzept gab Gründer Leon Windscheid bereits als Teilnehmer bei der Sendung “Wer wird Millionär” bekannt. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Oliver Trepper gewann er damit nicht nur Günther Jauch für sich, sondern auch die Jury des Gastro-Gründerpreis.

Bad Ape: Alles andere als Affentheater in Köln! Dass im Bad Ape Profis am Werk sind, sieht und schmeckt man sofort. Für die besonderen Feel Good Kreationen von Eileen Lehr und Moritz Ochsenbauer muss die Petersilie schon mal frittiert, der Tonkabohnen-Pudding mit Johannisbeeren garniert, die Ochsenbrust 36h lang geschmort oder der Rucola getrüffelt werden. Wer in dem kleinen Café keinen Platz mehr findet, um die bunten Köstlichkeiten zu genießen, muss nicht verzagen: Die außergewöhnlichen Sandwiches, Salate, Suppen und Desserts gibt’s auch zum Mitnehmen und schon bald sogar zum Vorbestellen über die Bad Ape-App. Klar, dass das Konzept “Gehobene Küche für jedermann” mit dem Gastro-Gründerpreis belohnt wird.

Bone Brox : Coffee to go war gestern: Der Kosmopolit von heute schlürft in Berlin Knochenbrühe! Richtig gehört: Omas Knochenbrühe feiert das Food-Comeback des Jahres – und das im To-Go-Cup. Schließlich schwörte schon Oma auf Slow Food – lange vor dem Hype! Hinter der Idee stecken Konrad Kaspar Knops und Jin-Woo Bae von Bone Brox. Über 18 Stunden köcheln die beiden Knochen von Weiderindern mit Gemüse und Kräutern in Quellwasser auf. Doch die Jury des Gastro-Gründerpreis überzeugte nicht nur die Idee zur Brühe, sondern auch die Vertriebswege, die sich Knops und Bae überlegt haben. Für Trendsetter bietet das Gründer-Team die Brühe in Pop-up Stores an, für Online-Shopper auf ihrer Website und für Hobbyköche demnächst auch im Einzelhandel.

Mashery – Hummus Kitchen: Wer Tel-Aviv gepaart mit internationalen Einflüssen in Köln erleben möchte, kommt um den köstlichen Hummus von Julian Wirtler, Rhaya Ayoub und Vera Prinz nicht herum. Mit ihren Hummus-Kreationen möchten die drei Studienfreunde Kölner Herzen für vegetarische, nahöstliche Küche erobern. Aus Rhayas arabisch-israelischer Herkunft, Veras Leidenschaft für vegetarische Küche und Julians Streetfood-Erfahrungen aus Mexiko entstand die Idee zu einem einzigartigen Gastro-Konzept: Mashery – Hummus Kitchen. Die Fusion-Hummus-Gerichte haben ihre Raffinesse und Köstlichkeit auf diversen Streetfood-Festivals bewiesen. Gekürt wird ihre Erfolgsgeschichte mit dem Gastro-Gründerpreis 2016. Dem ersten Hummus-Lokal Kölns steht damit nichts mehr im Wege.

RESTLOS GLÜCKLICH: Eine krumme Möhre? Bananen mit braunen Stellen? Im Geschmack einwandfrei! Dennoch verkauft sich verformtes Gemüse und Obst nicht gut im Supermarkt und wird ausrangiert. Hinzu kommen Fehlplanungen bei der Großbestellung sowie falsche Lieferungen und fertig ist ein ganzer Berg an genießbaren Lebensmitteln, die im Müll landen. Das muss nicht sein, denkt sich der Verein für Wertschätzung von Lebensmitteln und zeigt wie’s geht. In ihrem Berliner Restaurant RESTLOS GLÜCKLICH kochen sie anspruchsvolle Menüs, die zu 95% aus aussortierten Lebensmitteln bestehen. Und die Gäste merken: Schönheitsmankos schmecken köstlich. Ein cleveres Konzept gegen Lebensmittelverschwendung, für das die Jury des Gastro-Gründerpreis prompt den “Social Award” als sechste Auszeichnung schuf.

L-Bank: Über drei Milliarden für den Mittelstand

Im vergangenen Jahr förderte die L-Bank Baden-Württembergs Unternehmen mit rund 3,2 Mrd. Euro und hält damit das hohe Niveau der Vorjahre (2015: 3,5 Mrd. Euro). „Auch 2016 haben wir gemeinsam mit den Hausbanken eine starke Förderleistung für die baden-württembergische Wirtschaft gestemmt“, betonte Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, bei der Vorstellung der Wirtschaftsförderbilanz 2016. „Dabei prägen zukunftsorientierte Investitionen die Fördernachfrage, und zwar sowohl bei etablierten Unternehmen wie bei jungen Start-ups. Das ist ein wichtiger Förderhebel, denn so haben wir den Mittelstand von heute und den Mittelstand von morgen gleichermaßen im Blick.“

Stark nachgefragt vom Mittelstand wurde mit 670 Mio. Euro vor allem das Förderprogramm ‚Ressourceneffizienzfinanzierung‘ – bei einem Anstieg um 35 Prozent im Vorjahresvergleich (496 Mio. Euro). Mit der ‚Ressourceneffizienzfinanzierung‘ werden Investitionen gefördert, die zu einer effizienteren Nutzung von Energie und Materialien in der Wertschöpfung von Unternehmen führen. „Die natürlichen Ressourcen sind endlich. Daher gilt es Wege zu finden, diese optimal zu nutzen. Die Entwicklung der ‚Ressourceneffizienzfinanzierung‘ zeigt, dass die baden-württembergischen Unternehmen dies nicht nur erkannt haben, sondern auch aktiv werden, indem sie in eine effiziente Energie- und Ressourcennutzung investieren“, erläuterte Nawrath.

Bei der Nutzung der Ressourceneffizienzfinanzierungen standen zum Programmstart 2015 Finanzierungen von neuen Maschinen und Optimierungen der Produktionsprozesse im Vordergrund. Mittlerweile rücken mehr und mehr die Betriebsgebäude in den Fokus des Mittelstandes. „Dort schlummert ein gewaltiges Potential, das wir mit unserem Programm passgenau bedienen. Gerade bei Betriebsgebäuden lassen sich Ökonomie und Ökologie hervorragend verbinden. Bei einem Gewerbegebäude, das dem ökologisch vorteilhaften Niedrigenergiehaus-Standard entspricht, sinken die Betriebskosten gegenüber der herkömmlichen Bauweise um bis zu 50 Prozent“, verdeutlichte Nawrath.

Mit diesen zukunftsorientierten Investitionen werden erhebliche Kosteneinsparpotenziale erschlossen – gerade in Baden-Württemberg als dem Bundesland mit der höchsten Industriedichte ist die Optimierung der Ressourceneffizienz auf allen Ebenen ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsposition.

Über alle Programme der Mittelstandsförderung hinweg wurden zinsgünstige Kredite mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,5 Mrd. Euro) an mehr als 4.250 Betriebe ausgereicht. Die Schaffung von ca. 7.700 neuen Arbeitsplätzen konnte so unterstützt, fast 260.000 Arbeitsplätze konnten nachhaltig gesichert werden.

Die gute Konjunktur, eine geringe Arbeitslosigkeit und ein hohes Lohnniveau bremsen gemeinhin die Neigung, mit Neugründungen oder Unternehmensnachfolgen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Umso wichtiger ist eine starke Gründungsförderung: Sie motiviert, gibt einen Anreiz den Schritt zum Unternehmer doch zu wagen. „Unsere Gründungsförderung wirkt an der richtigen Stelle“, so Nawrath. „Vielerorts werden Gründungen aus Mangel an Alternativen durchgeführt. Dies ist in Baden-Württemberg nicht der Fall. Unsere Gründer sind von ihrer Idee überzeugt und machen bewusst den Schritt in die Selbstständigkeit. Das macht die hervorragenden Zahlen in der Gründungsförderung besonders bemerkenswert.“

Sowohl in der ‚Gründungsfinanzierung‘ als auch in der gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angebotenen ‚Startfinanzierung 80‘ wurde das Niveau des Förderrekordjahres 2015 fast erreicht. „Der hohe Bürgschaftsanteil, der bei der ‚Startfinanzierung 80‘ an unsere Förderdarlehen gekoppelt ist, wirkt im kleinvolumigen Finanzierungsbereich wie ein ‚Venture Credit‘. Die öffentliche Hand trägt hier in erheblichem Maße Gründungsrisiken. Auch 2016 hat gezeigt, dass die Nachfrage hiernach mit 50 Mio. Euro für fast 900 Start-ups auf sehr gutem Niveau ist. Für uns eine spannende Entwicklung, zeigt sie doch, dass der kleinvolumige Finanzierungsbedarf nicht aus den Augen verloren werden darf“, erläuterte Nawrath. Die Gründungsförderung der L-Bank insgesamt erreicht ein Volumen von 599 Mio. Euro (Vorjahr: 609 Mio. Euro). Von der Förderung profitierten mehr als 2.700 Neugründungen und Unternehmensnachfolgen.
„Nach den zurückliegenden Förderrekordjahren rechnen wir auch für das neue Jahr mit einer Fortsetzung der leichten Konsolidierung in der Nachfrage nach unserer Wirtschaftsförderung, die wir bereits im zweiten Halbjahr 2016 beobachten konnten“, blickte Nawrath auf das Förderjahr 2017 voraus. „Gemeinsam mit der Landesregierung versuchen wir daher eine gute Hand voll neuer Impulse ganz gezielt zu setzen, um unsere starken und effektiven Förderprogramme punktuell weiterzuentwickeln. Auch hier werden wir sowohl im Gründungsbereich als auch Mittelstandssegment ansetzen. Bereits im ersten Quartal wird beispielsweise ein Förderprogramm für kleine Start-ups an den Start gehen, das ein Mikrodarlehen mit der Crowdfunding-Idee kombiniert.“

Rekordfinanzierung BayStartUP 2016

Das Finanzierungsnetzwerk von BayStartUP vermittelte 2016 die Rekordsumme von 68,2 Millionen Euro Seed- und Wachstumskapital an Startups. Seit der Gründung des bayernweiten Netzwerks durch BayStartUP im Jahr 2014 steigen die Investitionssummen stetig: von rund 25 Mio. Euro (2014) über rund 38 Mio. Euro (2015) auf zuletzt 68,2 Mio. Euro (2016). Allein im vergangenen Jahr hat sich das Volumen damit beinahe verdoppelt. Das Finanzierungsnetzwerk von BayStartUP bündelt über 250 gelistete Business Angels und über 100 institutionelle Investoren und ist damit eines der größten in Europa.

Positiv wirkt sich für die Startup-Finanzierung aus, dass sich neben den institutionellen auch private Investoren – also Business Angels und Family Offices – immer stärker engagieren. Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer von BayStartUP, zeigt sich zufrieden: „Wir haben 2016 endgültig die in der Startup-Szene verbreitete Annahme widerlegt, dass Business Angels sich ausschließlich mit niedrigen Summen beteiligen.“
Im vergangenen Jahr kamen über 45 % des vermittelten Volumens (31,1 Mio. Euro) aus dem privaten Bereich. Die restlichen 37,1 Mio. Euro verteilen sich auf institutionelle, staatliche und strategische Startup-Investoren. Und bei sechs von zehn Finanzierungsrunden waren Business Angels oder Family Offices beteiligt. Damit setzt sich der Trend von 2015 und 2014 fort. Im Geschäftsjahr 2015 wurden mit 12,3 Mio. Euro circa ein Drittel der insgesamt vermittelten 37,8 Mio. Euro von Privatinvestoren gestellt. Das durchschnittliche Volumen einer Finanzierungsrunde lag bei 1,26 Mio. Euro.

LfA Förderbank Bayern gibt 1.900 Handwerksbetrieben 400 Millionen Euro

Bayerische Handwerker bauen auf Förderkredite

Die LfA Förderbank Bayern hat Handwerksbetrieben im vergangenen Jahr rund 400 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten zugesagt. Die Mittel gingen an rund 1.900 kleine und mittlere Unternehmen in Bayern, die damit Investitionen in Höhe von 560 Millionen Euro verwirklichen konnten. Auf der gestern eröffneten Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München berät die LfA interessierte Handwerker noch bis 18. März über Fördermöglichkeiten.

„Handwerk hat goldenen Boden und eine glänzende Zukunft! Bei der Finanzierung ihrer Pläne bauen bayerische Handwerker verstärkt auf die Förderkredite der LfA. Mit den Finanzierungshilfen der Förderbank konnten die Betriebe allein in 2013 über eine halbe Milliarde Euro an Investitionen verwirklichen. Damit wurden rund 35.000 Arbeitsplätze gesichert und 1.400 neue Arbeitsplätze geschaffen“, so Bayerns Wirtschaftsministerin und LfA-Verwaltungsratsvorsitzende Ilse Aigner anlässlich der IHM-Eröffnung.

„Die Finanzierungsnachfrage aus dem Handwerk ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent gestiegen – ein deutliches Zeichen für die große Zuversicht der Branche in die Fortsetzung der wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung“, erklärte LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl.

HWK-Präsident Traublinger sagte: „Die starke Fördernachfrage zeigt: das Handwerk setzt bei der Finanzierung von Investitionen auf Kredite mit günstigen Zinssätzen und langen Laufzeiten.

Auch Daniel Callejo-Crespo (Generaldirektor in der Europäischen Kommission und KMU-Beauftragter), Iris Gleicke (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie) und ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer besuchten den Stand der LfA auf der Messe.

Die LfA ist die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht.

Big-Data-Startup G|Predictive erhält Seed-Finanzierung

Prof. Dr. Thorsten Grenz wird Chairman bei dem auf vollautomatisierte Vertriebssteuerung

spezialisierten Software-as-a-Service-Anbieter G|Predictive.Der Top-Manager ist vom Geschäftsmodell von G|Predictive überzeugt, investiertin das Unternehmen und will als Chairman dazu beitragen, das Wachstumstempo zuerhöhen.

Kundenwert maximieren –Vertriebskosten senken

Grenz sieht ein immenses Potential für eine intelligente, automatisierte Unterstützung der Vertriebssteuerung in Echtzeit: „Aus dem Megatrend „Big Data“ hat G|Predictive ein attraktives Geschäftsmodell entwickelt, das den Kunden bei der Steuerung ihres Vertriebs einen echten Mehrwert bietet: G|Predictive hat ein Produktportfolio etabliert, mit dem zahlreiche Unternehmen bereits heute
ihre Vertriebskosten durch präzise Steuerung von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen senken und den Kundenwert maximieren. Die Steuerung erfolgt über „Machine-Learning-Verfahren“ – automatisiert und in Echtzeit, die die individuellen Besonderheiten der Branche und der Kundenstruktur berücksichtigen. Bislang den großen Konzernen vorbehalten, kann jetzt jeder von Big Data Analytics profitieren. Die Verwendung der Ergebnisse führt zu nachweisbar höherer Vertriebseffizienz und niedrigeren Kundengewinnungskosten – ob im Onlineshop, bei Buchungssystemen oder im klassischen stationären Handel. Ein erheblicher Werthebel für die Kunden von G|Predictive.“

Prof. Dr. Thorsten Grenz (55) ist ein langjährig erfahrener Manager, der mehrfach wertorientierte Strategien erfolgreich umgesetzt hat. Grenz lehrt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ist Wirtschaftsbeirat am Institut für Weltwirtschaft. Seine berufliche Karriere startete Grenz bei McKinsey, er war Geschäftsführer bei Hapag Lloyd, CEO der mobilcom AG; CFO bei Hero; Operating Partner beim Private-Equity-Investor 3i. Grenz hat bis 2012 als CEO Veolia Umweltservice geführt und betreute als Deutschland-Delegierter des Veolia-Konzerns (Chairman) die Sparten Umweltservice, Wasser und Energie.
Darüber hinaus ist Grenz auch als Aufsichtsrat aktiv – zum Beispiel als Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Drägerwerk AG & Co. KGaA.

CEO Björn Goerke will Wachstumstempo weiter steigern

„Wir werden die Managementexpertise von Prof. Dr. Grenz sowie seine Erfahrung in der Unternehmensfinanzierung und im Aufbau von erfolgreichen Unternehmensstrukturen nutzen, um noch deutlich schneller zu wachsen als bisher“, so CEO und Mitgründer Björn Goerke. In den vergangenen Monaten hat G|Predictive nicht nur mehrere Neukunden gewonnen, sondern auch die erste App
für Salesforce.com veröffentlicht, einem Pionier für Cloud Computing im Bereich Geschäftsanwendungen. Salesforce.com stellt online zum Beispiel Unternehmenslösungen für Kundenbeziehungsmanagement (CRM) bereit.

netzwerk nordbayern startet 15. Hochschul-Gründer-Preis

Businessplan-Wettbewerb Nordbayern macht aus Forschern die Unternehmer von morgen

Gründungsinteressierte Studenten, Wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren an nordbayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben ab sofort wieder die Möglichkeit, am Hochschul-Gründer-Preis des netzwerk nordbayern teilzunehmen. Bis zum 17. März können sie einen Grob-Businessplan zu ihren innovativen Entwicklungen einreichen und erhalten wertvolles Feedback und hilfreiche Tipps von erfahrenen Unternehmern und Kapitalgebern. Außerdem warten Preisgelder in Höhe von insgesamt 3.500 Euro auf die Teilnehmerteams.

Viele Fragen vorab geklärt

Um sich zu qualifizieren, müssen die Start-ups aus dem Hochschulumfeld einen Grob-Businessplan von rund 20 Seiten erstellen. Darin soll neben der Geschäftsidee eine ausgearbeitete Marktanalyse sowie eine schlüssige Marketing- und Vertriebsstrategie enthalten sein. „Selbstverständlich ist die Vertraulichkeit gewährleistet“, verspricht Dr. Benedikte Hatz, Geschäftsführerin des netzwerk nordbayern. Abgabeschluss ist der 17. März. Bis dahin können sich die Gründer umfassend durch das netzwerk nordbayern auf den Wettbewerb vorbereiten lassen: In Einzel-Coachings durch die Experten der Gründer- und Unternehmerinitiative werden beispielsweise individuelle Fragen geklärt. Zudem finden ganzjährig Weiterbildungen in Form von Seminaren, Vorträgen oder Workshops statt, die alle relevanten Themen zu Gründung und Unternehmensführung behandeln. Für eine gute Vorbereitung sorgt außerdem das Handbuch zur Businessplan-Erstellung, das kostenfrei auf www.netzwerk-nordbayern.de zum Download bereitsteht. Und wer für sein Gründungsteam beispielsweise noch einen Vertriebsspezialisten braucht, kann dank der

Co-Founder-Vermittlung durch die „Unternehmermacher“ von netzwerk nordbayern eine passende Ergänzung finden. „Wir freuen uns, dass wir jedem Teilnehmer professionelle und maßgeschneiderte Unterstützung bieten können“, so die Geschäftsführerin der Gründer- und Unternehmerinitiative. „Es ist immer wieder schön, den Erfolg eines Unternehmens mitzuerleben, dessen Karriere mit einer Teilnahme an unserem Wettbewerb ihren Anfang nahm.“

Mehr Chancen, mehr Wissen

Alle Teilnehmer des Hochschul-Gründer-Preis qualifizieren sich zugleich für die Phase 2 des Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN) und erhalten so die Chance auf einen zusätzlichen Gewinn von 1.000 Euro. Die Prämierung der besten Geschäftskonzepte findet am 6. Mai in Neumarkt statt. Mit der Teilnahme am gesamten dreistufigen Wettbewerb können Gründer und Unternehmer strukturiert und unterstützt einen umfassenden Businessplan entwickeln, der neben der eigenen Planungssicherheit auch die Anforderungen von potenzielle Investoren und Partner erfüllt. Der Einstieg ist in jeder Phase möglich. Weitere Informationen auf www.netzwerk-nordbayern.de oder telefonisch unter 0911/5 97 24-80 00.

L-Bank-Gründerpreis: Leistung, Soziales und Ökonomie

BW-Land und L-Bank vergeben 100.000 Euro mit dem Landespreis für junge Unternehmen 2012. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, beglückwünschten die Sieger bei der feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart.

„Baden-Württemberg steckt voller kreativer Menschen mit innovativen Ideen und lebendigem Unternehmergeist. Die Anzahl und Qualität der eingereichten Bewerbungen sind dafür ein hervorragender Beweis“, freute sich Kretschmann, der Schirmherr des Wettbewerbs ist. Kinder in Bewegung bringen: das ist das Ziel der KuKuk GmbH aus Stuttgart. Die Gründer Bernhard Hanel, Robin Wagner und Bernwart Engelen planen und realisieren einzigartige Erfahrungs- und Spielräume für Kinder, zum Beispiel in Kindergärten, auf Spielplätzen oder in Kliniken.

Für ihre Leistungen als Unternehmer, aber auch für ihr soziales und ökologisches Engagement wurden die beiden Künstler Hanel und Wagner und der Volkswirt Engelen jetzt mit dem Landespreis für junge Unternehmen 2012 ausgezeichnet:

Den zweiten und dritten Platz belegten die internetstores GmbH aus Esslingen und die SYS Systemfiltration GmbH aus Tuttlingen. Die lemonfish GmbH aus Plüderhausen bei Schorndorf erhielt den in diesem Jahr zum ersten Mal vergebenen Zusatzpreis für Kleinstunternehmen. Der Landespreis für junge Unternehmen wurde bereits zum 9. Mal vom Land und von der L-Bank vergeben. Die Auszeichnung rückt die Leistungsstärke und Kreativität junger baden-württembergischer Unternehmer, aber auch deren soziales und ökologisches Engagement in den Mittelpunkt. Teilnehmen konnten Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2001 gegründet wurden.

Mit den ausgelobten Geldpreisen in Höhe von insgesamt 100.000 Euro gehört der Landespreis zu einem der am höchsten dotierten Wettbewerbe für junge Unternehmen in Deutschland. Die Unternehmer auf den ersten drei Plätzen sowie der Preisträger für das beste Kleinstunternehmen bekamen Geldpreise. Die sechs weiteren Top-10-Unternehmen erhielten Sachpreise und Urkunden.

Die Spielplatzkünstler: KuKuk GmbH aus Stuttgart

Der Firmenname steht für Kunst, Kultur und Konzeption und beschreibt damit treffend die Leistungen des KuKuk-Teams: Das 2004 gegründete Stuttgarter Unternehmen entwickelt, plant und baut europaweit einzigartige Erfahrungs- und Spielräume für Kinder und Jugendliche. Die Gründer Bernhard Hanel, Robin Wagner und Bernwart Engelen motivieren dabei die jungen Menschen mit künstlerischen Elementen zu mehr Bewegung. Damit sich später nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen wohlfühlen, beziehen die Mitarbeiter von KuKuk alle Beteiligten bereits in der Planungsphase mit ein.

Der Erfolg stellte sich nach der Gründung schnell ein. Jeder realisierte Raum war eine Empfehlung an die Entscheider in Kommunen, Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen und Kliniken. Auch therapeutische Einrichtungen und Kindergärten für körperbehinderte Kinder wurden auf das Unternehmen aufmerksam. Heute ist das Team aus 20 Künstlern, Architekten, Landschaftsarchitekten, Schreinern, Pädagogen und Betriebswirten mit über 70 laufenden Projekten voll ausgelastet.

Ihr soziales Engagement leben Hanel und Wagner auch im KuKukKultur e.V., zu dessen Gründungsmitgliedern sie zählen. Dieser Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Spielräume in Krisengebieten zu schaffen. Jedes Jahr organisieren die Mitglieder eine Reise in ein Land wie Nepal, Bosnien und Herzegowina oder Rumänien und bringen – in enger Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen – Farbe in das sonst oft triste Leben der dortigen Kinder. Alle Beteiligten spenden dafür ihre Arbeitszeit. (www.zumkukuk.de)

Auf Wachstumskurs: internetstores GmbH aus Esslingen

Bereits 2003 gründete René Marius Köhler im Alter von nur 20 Jahren die Firma internetstores und baute sie innerhalb weniger Jahre zu einem millionenschweren E-Commerce-Unternehmen aus. „Dabei profitierte ich sehr von meinem Vater, der mir zum Einschlafen keine Geschichten vorlas, sondern lieber mit mir über Geschäftsideen diskutierte“, blickt der Gründer schmunzelnd zurück. Über Online-Shops verkauft die Firma in Deutschland und einigen europäischen Ländern Fahrräder, Fitnessgeräte, Outdoor-Equipment und Möbel. Dabei werden nicht einfach nur Produkte verkauft. „Wir sind die moderne Interpretation des Fachmarkts“, erläutert Köhler das Geschäftsmodell seines Unternehmens, „und betreiben zum Beispiel eine umfangreiche eigene Lagerhaltung, was für ein Online-Unternehmen nicht selbstverständlich ist.“

Mehr als 250 Mitarbeiter mit einem Altersdurchschnitt von 27 Jahren sind mittlerweile im Unternehmen tätig. Köhler möchte jedem ermöglichen, sich mit seinen Aufgaben weiterzuentwickeln. „internetstores ist ein Unternehmen, in dem sich junge Menschen zusammengefunden haben, die etwas erreichen wollen“, fasst Köhler den Spirit der Mitarbeiter zusammen.

Vom Erfolg des Unternehmens profitiert auch die Region: Um die Expansionspläne realisieren zu können, hat der schwäbische Gründer bereits fünf Millionen Euro in den Standort Esslingen investiert. Zudem setzt er sich für soziale Belange ein. So startete er den Spendenaufruf ReCycle. Damit sammelte er mehr als 1.000 nicht mehr benötigte Räder, ließ sie auf eigene Kosten instand setzen und verschenkte sie schließlich an südafrikanische SOS-Kinderdörfer. Mit seinen Mitarbeitern rüstete er vor Ort auch eine Werkstatt aus und veranstaltete Reparaturkurse, um die Nachhaltigkeit seines Engagements zu sichern. (www.internetstores.de)

Die Öl-Verbesserer: SYS Systemfiltration GmbH aus Tuttlingen

„Eine erfolgreiche Innovation für eine konservative Zielgruppe“ nennt Andreas Schmidt stolz seinen neuartigen Frittierölfilter, mit dem er 2001 die SYS Systemfiltration GmbH gegründet hat. In Gaststätten, Kantinen, Hotels und an allen anderen Orten, an denen Lebensmittel frittiert werden, kommt der Filter zum Einsatz. Er reinigt Öle und Fette von Mikropartikeln, Schweb- und Bitterstoffen, verbessert damit die Güte und verlängert deren Verwendbarkeit. Ein zusätzliches Messgerät zeigt den optimalen Zeitpunkt zum Wechsel des Öls an. Die Kunden optimieren mit diesen Produkten den Geschmack und die Qualität ihrer Lebensmittel, sie sparen Rohstoffe und verringern ihre Kosten um bis zu 50 Prozent. Für seine Innovation erhielt das Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen, wie zum Beispiel 2011 den renommierten Euro-Toques Technik Award.

Die ersten Geräte montierte Schmidt noch selbst. „Heute beschäftigen wir über 30 Mitarbeiter und vertreiben unsere Filter über Partnerunternehmen in mehr als 100 Ländern.“ (systemfiltration.de)

466 Start-up-Teilnehmer

466 baden-württembergische junge Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen hatten sich an dem mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb, der alle zwei Jahre vom Land und von der L-Bank ausgeschrieben wird, beteiligt. Die Top-10-Unternehmen setzten sich mit hervorragenden Bewerbungen und professionellen Präsentationen an die Spitze eines spannenden Teilnehmerfeldes. „Diese jungen Firmen zeichnen sich nicht nur durch ihren wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch durch eine hohe soziale Kompetenz aus“, erklärte Brand. So reisen KuKuk-Mitarbeiter jedes Jahr in ein Krisengebiet, gestalten dort Plätze für Kinder und verschönern ihnen den häufig schwierigen und tristen Alltag. Auch die anderen Preisträger engagieren sich in ähnlichen Projekten: internetstores mobilisiert Kinder in Afrika mit gebrauchten Fahrrädern; lemonfish setzt sich für die Resozialisierung strafgefangener Frauen ein. „Dies sind nur drei von vielen Beispielen sozialer Verantwortung, die baden-württembergische Unternehmen weit über den Tellerrand ihres Unternehmens hinaus übernehmen“, ist Brand stolz.

Beeindruckt waren Jury und Schirmherr von den zahlreichen ökologischen Initiativen der jungen Unternehmen. Exemplarisch dafür steht das Unternehmen VAUDE, das sich die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion auf die Fahnen geschrieben hat. „Die Bewerberinnen und Bewerber zeigen, dass ihnen der Umweltschutz wichtig ist – etwa durch die Verwendung regionaler Produkte, nachwachsender Rohstoffe und den sparsamen Umgang mit Energie“, sagte Ministerpräsident Kretschmann und fasste seine Eindrücke vom Landespreis 2012 zusammen: „Es imponiert mir, mit welchem Herzblut, aber auch mit welcher großen Verantwortungsbereitschaft die jungen Gründerinnen und Gründer ihre Unternehmen aufgebaut haben.“

Die Top-10-Unternehmen im Überblick

Landespreisträger 1 bis 3:

Erster Landespreisträger

  • Die Spielplatzkünstler: KuKuk GmbH aus Stuttgart

Zweiter Landespreisträger

  • Auf Wachstumskurs:      internetstores GmbH aus Esslingen

Dritter Landespreisträger

  • Die Ölverbesserer: SYS Systemfiltration GmbH aus Tuttlingen

Zusatzpreis für Kleinstunternehmen

  • Nachhaltig kultig: lemonfish GmbH aus Plüderhausen bei Schorndorf

Die weiteren Top-10-Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge

  • Die Betonschützer: IONYS AG aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe
    (www.ionys.de)
  • Aufgespannt: Magic Sky Schirmsysteme GmbH aus Esslingen
    (www.magic-sky.eu)
  • Dornröschenschlaf beendet: Ölmühle Illingen (Enzkreis)
    (www.oelmuehle-illingen.de)
  • Die Vorbereiter: plasma technology GmbH aus Herrenberg
    (www.plasmatechnology.de)
  • Green Outdoor: VAUDE Sport GmbH & Co. KG aus Tettnang
    (www.vaude.com)
  • Die Klassenbesten: Yaez Verlag      GmbH in Stuttgart
    (www.yaez-verlag.de)

Die Mitglieder der Endjury

  • Dr. Dr. Saskia Biskup, Geschäftsführerin CeGaT GmbH
  • Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank
  • Daniela Eberspächer-Roth, Geschäftsführerin Profilmetall GmbH und 1. Landespreisträgerin 2010
  • Gisela Erler, Staatsrätin im Staatsministerium Baden-Württemberg
  • Ingrid Felgenträger, Landessenderdirektorin SWR Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Rolf Güdemann, Leiter des Steinbeis-Transferzentrums für Unternehmensentwicklung an der      Hochschule Pforzheim
  • Peter Hofelich, Beauftragter für Mittelstand und Handwerk beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
  • Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender der CAS Software AG
  • Dr. Peter Kulitz, Präsident Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag
  • Alfred Theodor Ritter, Vorsitzender der Geschäftsführung und Miteigentümer der Alfred Ritter GmbH & Co. KG
  • Walter Tschischka, Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Schirmherr des Landespreises für junge Unternehmen ist Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg