Werbung oder PR? Warum Gründer beides brauchen – und wann welcher Weg der richtige ist

Ein innovatives Produkt oder eine geniale Geschäftsidee allein reichen heute nicht mehr aus. Wer mit seinem Startup erfolgreich sein möchte, muss sichtbar werden, Werbung oder PR? Doch viele Gründer stehen vor der gleichen Frage: Sollte das Budget lieber in Werbung oder in PR investiert werden? Die Antwort lautet: Beides hat seine Berechtigung – allerdings mit unterschiedlichen Zielen.

Werbung verkauft – PR schafft Vertrauen

Auf den ersten Blick verfolgen Werbung und Public Relations (PR) dasselbe Ziel: Aufmerksamkeit erzeugen. Tatsächlich unterscheiden sich beide Disziplinen jedoch grundlegend.

Werbung ist eine bezahlte Marketingmaßnahme. Sie soll potenzielle Kunden möglichst schnell zum Kauf oder zur Kontaktaufnahme bewegen. Der Unternehmer entscheidet selbst über Inhalte, Gestaltung und Zeitpunkt der Veröffentlichung.

PR (Public Relations) hingegen konzentriert sich auf den Aufbau von Vertrauen und Reputation. Statt Anzeigen zu schalten, geht es darum, Journalisten, Blogger oder Fachmedien von der eigenen Geschichte zu überzeugen. Erscheint ein Bericht in einer Zeitung oder einem Online-Magazin, wirkt dieser auf viele Leser deutlich glaubwürdiger als eine klassische Werbeanzeige.

Werbung: Schnell Reichweite und neue Kunden gewinnen

Gerade junge Unternehmen benötigen häufig kurzfristig neue Kunden. Hier spielt Werbung ihre Stärken aus. Zu den wichtigsten Instrumenten gehören:

Suchmaschinenmarketing (SEO & SEA)

Wer nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht, landet meist zuerst bei Google. Mit Google Ads (SEA) können Gründer sofort sichtbar werden. Parallel lohnt sich die Suchmaschinenoptimierung (SEO), damit die eigene Website langfristig ohne Werbekosten gute Platzierungen erreicht.

Social Media Marketing

Instagram, LinkedIn, Facebook oder TikTok ermöglichen eine sehr zielgerichtete Ansprache potenzieller Kunden. Besonders Startups können hier mit kreativen Inhalten, Videos und Community-Aufbau schnell Aufmerksamkeit erzielen.

Klassische Werbung

Je nach Zielgruppe können auch regionale Zeitungsanzeigen, Flyer, Plakate oder lokale Sponsoring-Aktionen sinnvoll sein. Besonders bei regionalen Dienstleistungen funktioniert klassische Werbung häufig besser als viele vermuten.

PR: Die Geschichte hinter dem Unternehmen erzählen

Während Werbung Produkte verkauft, erzählt PR Geschichten. Journalisten interessieren sich selten für reine Werbebotschaften. Spannend wird es, wenn Gründer ihre Motivation, ihre Herausforderungen oder innovative Lösungen präsentieren.

Typische PR-Maßnahmen sind:

  • Pressemitteilungen zur Unternehmensgründung
  • Berichte über neue Produkte oder Finanzierungsrunden
  • Interviews mit den Gründern
  • Expertenbeiträge in Fachmedien
  • Gastartikel und Podcasts

Besonders erfolgreich ist dabei Storytelling. Menschen erinnern sich nicht an Werbeslogans – sondern an Geschichten. Wer erklärt, welches Problem das Startup löst und warum die Idee entstanden ist, bleibt wesentlich länger im Gedächtnis.

Warum Medienberichte so wertvoll sind

Ein Artikel in einer renommierten Wirtschaftszeitung oder einem Fachmagazin besitzt häufig einen deutlich höheren Vertrauensbonus als eine bezahlte Anzeige. Potenzielle Kunden denken:

„Wenn eine unabhängige Redaktion über das Unternehmen berichtet, muss etwas daran sein.“

Genau dieser Vertrauensvorschuss ist einer der größten Vorteile professioneller PR-Arbeit.

Advertorials: Der Mittelweg zwischen Werbung und Redaktion

Nicht jedes Startup schafft es sofort in die Berichterstattung großer Medien. Deshalb setzen viele Gründer auf sogenannte Advertorials.

Dabei handelt es sich um bezahlte Beiträge, die optisch wie redaktionelle Artikel gestaltet sind. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschichte ausführlicher zu erzählen als in einer klassischen Anzeige.

Typische Preise bewegen sich zwischen:

  • 600 bis 1.000 Euro bei kleineren Blogs oder Fachportalen
  • mehreren Tausend Euro bei etablierten Online-Magazinen
  • bis zu rund 19.500 Euro bei großen Leitmedien

Advertorials lassen sich entweder direkt bei Verlagen oder über spezialisierte Content-Marktplätze buchen.

Die Vorteile von Advertorials

Für Startups bieten bezahlte PR-Beiträge einige interessante Möglichkeiten:

  • schnelle Veröffentlichung
  • vollständige Kontrolle über die Botschaft
  • häufig hochwertige Backlinks zur Unternehmenswebsite
  • positive Effekte für die Sichtbarkeit bei Google (SEO)

Gerade junge Unternehmen können so ihre Bekanntheit deutlich schneller steigern als ausschließlich durch klassische Pressearbeit.

Aber Vorsicht: Kennzeichnung ist Pflicht

In Deutschland müssen Advertorials eindeutig als Werbung gekennzeichnet werden. Übliche Hinweise sind beispielsweise:

  • Anzeige
  • Advertorial
  • Bezahlte Kooperation
  • Sponsored Post

Diese Transparenz schützt Leser und sorgt dafür, dass Werbung klar von unabhängiger Berichterstattung getrennt bleibt.

Werbung oder PR – was ist für Gründer sinnvoll?

Die beste Strategie besteht meist nicht darin, sich für eine der beiden Disziplinen zu entscheiden.

Erfolgreiche Startups kombinieren beide Ansätze:

  • Werbung sorgt kurzfristig für Reichweite und neue Kunden.
  • PR baut langfristig Vertrauen, Bekanntheit und Markenimage auf.
  • Advertorials können den Einstieg erleichtern, wenn klassische Pressearbeit noch keine große Resonanz erzielt.

Gerade in der Gründungsphase lohnt es sich, zunächst eine überzeugende Unternehmensgeschichte zu entwickeln und diese mit gezielten Marketingmaßnahmen zu kombinieren. So entsteht nicht nur Aufmerksamkeit – sondern auch Glaubwürdigkeit.

Werbung bringt Sichtbarkeit. PR schafft Vertrauen. Beides zusammen bildet die Grundlage für eine starke Marke. Gründer sollten deshalb nicht ausschließlich auf bezahlte Anzeigen setzen, sondern frühzeitig auch in ihre Öffentlichkeitsarbeit investieren. Eine gute Geschichte, kontinuierliche Medienkontakte und gezielte Marketingkampagnen sorgen gemeinsam dafür, dass aus einem jungen Startup eine bekannte Marke werden kann.

Erfolgreich starten mit Power im Web

Das Glück, so sagt ein russiches Sprichwort, liegt in der Stube, das Pech wartet im Flur. Erfolg und Mißerfolg liegen auch im Geschäftsleben oft eng beeinander. Das muss aber nicht ins Stammbuch eines jungen Unternehmens geschrieben sein. Denn bei einer Umfrage unter Marketingfachleuten zur Effizienz von Kommunikationsmaßnahmen im Marketing-Mix gaben die Befragten an, dass Printwerbung zu 62 Prozent als (sehr) effizient einzuschätzen ist (Marketagent). Zu über 80 Prozent waren die Auguren sich aber sicher, dass Internet und Social-Media das Geschäft turbomäßig anheizen. Ein wichtiges Mosaiksteinchen ist dabei auch nachhaltige Werbung via Google-Adwords. GründerMagazin hat exklusiv nachgeforscht, wie die Hotspots am Markt erfolgreich agieren.

“Wir möchten einfache, kundenorientierte Lösungen anbieten. Da unser Dienst zu einem Großteil auf Vertrauen basiert, ist uns eine persönliche Beziehung zu unseren Kunden unglaublich wichtig, weshalb wir in sozialen Netzwerken sehr präsent sind”, erläuterte der Shooting-Star und Book a Tiger-Mitgründer Claude Ritter auf einem Google-Meeting in Brüssel.

Ob Putzhilfen, niederländische Clogs oder gar Kuckucksuhren, selbst kleine und mittelständische Unternehmen, die heute auf die Vermarktung ihrer Produkte oder Dienstleistungen im Internet setzen, können sich mit Google neue Märkte erschließen und rasant durchstarten. „Unser Ziel ist es, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu unterstützen“, postuliert Birte Teufel, Head of SMB Marketing DACH bei Google (siehe Interview). Über Titel läßt sich bekanntlich schön streiten, aber wichtig ist, auf dem Platz! Um Start-ups mal kräftig anzuschieben, packt Google ein Programm aus, um sage und schreibe eine Million Europäer im digitalen Bereich zu schulen und hierfür 25 Millionen Euro zu investieren.

Im Rahmen des Growth Engine Event im Frühjahr in Brüssel kündigte Matt Brittin, President EMEA Business & Operations, an, in die digitale Weiterbildung von Unternehmen investieren zu wollen ‒ zum Beispiel durch den Aufbau einer Trainingsplattform auf die Betriebe in ganz Europa zugreifen können. Zudem präsentierte er vor Vertretern aus Wirtschaft und Medien auch eine neue Initiative, die hunderte von europäischen Unternehmen vorstellt. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Google-Produkte als Wachstumsmotor für ihr Geschäft einsetzen.

Innerhalb kürzester Zeit enorm wachsen

Zu diesen Unternehmen gehört auch der Berliner Online-Putzdienstvermittler Book a Tiger. Claude Ritter, Mitgründer mit Nikita Fahrenholz, war von Google nach Brüssel eingeladen worden, um die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens zu erzählen. Ritter erklärte dabei, warum das Internet heute so wichtig für Betriebe wie den seinen ist. Und er präsentierte Book a Tiger als typisches Beispiel, wie ein junges Start-up mit Hilfe des Internets innerhalb kürzester Zeit enorm wachsen konnte.

Zitat:

Google hilft uns, das Interesse von Neukunden zu wecken“

Book a Tiger-Mitgründer Claude Ritter

So setzt das Start-up bei seiner Vermittlung von Reinigungskräften zu 90 Prozent auf Online-Werbung. Vor allem zu Beginn hat das im April 2014 gegründete Unternehmen zur Gewinnung von Kunden verstärkt Googles Werbeprogramm AdWords eingesetzt. Laut Ritter helfe das Marketing-Instrument dabei, das Interesse von Neukunden zu wecken und es schnell in eine nachhaltige Stammkundenbeziehung umzuwandeln. Um seine Markenbekanntheit zu stärken und die persönlichen Beziehungen zu Kunden zu festigen, nutzt Book a Tiger zudem vor allem Social Media. Dass bei Book a Tiger alles dafür getan wird, es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen, zeigt auch die unternehmenseigene App im Google Play Store. Sie ermöglicht Nutzern, eine Reinigungskraft auch ganz einfach via App zu ordern.

Und die Strategie von Book a Tiger geht auf: Erst im vergangenen Jahr gegründet, beschäftigt das Start-up schon heute 50 Mitarbeiter, hat 30.000 Facebook-Fans und sieht sich als starke Konkurrenz zu vergleichbaren Anbietern auf dem Markt der Putzdienst-Vermittler. “Wir sind überzeugt davon, dass wir den Vergleich mit der Konkurrenz absolut nicht scheuen müssen und sind auf einem guten Weg, Book a Tiger als führende Plattform zu etablieren ‒ auch über Deutschlands Grenzen hinaus”, so Claude Ritter.

20 Millionen Euro Risikokapital

Ganz schlecht scheint es seitdem nicht gelaufen zu sein: Book A Tiger hat bei Investoren einen zweistelligen Millionenbetrag eingeworben, insgesamt steckt nun 20 Millionen Euro Risikokapital in dem Unternehmen, wie Chef Nikita Fahrenholz dem Handelsblatt erklärt. Neben Alt-Investoren investiert in dieser Runde auch ein Private-Equity-Fonds. Zudem beteiligt sich der German Media Pool in einem Media-for-Equity-Deal an Book A Tiger. Für zehn Millionen Euro in Werbeleistungen erhält der Investor laut Handelsregister 0,5 Prozent am Unternehmen.

Mit dem Geld soll der Umbau des Unternehmens zur Reinigungsfirma für Büros fortgesetzt werden. „Wir konnten bereits 500 Unternehmen gewinnen“, erklärt Mitbegründer Nikita Fahrenholz. Darunter seien Start-ups wie Deliveroo, aber auch große Anwaltskanzleien.

Zitat:

Mit AdWords kann man Kunden ansprechen, die sich gerade in der Kaufentscheidungsphase befinden. Mit nur einer Kampagne konnten wir den Umsatz innerhalb von vier Wochen um mehr als 200 Prozent steigern.“Daniel Haglage, Gründer, Makeke

Im Netz gibt es viele Onlineplattformen, über die der Kunde Interieur einkaufen kann. Im April 2014 gründete Daniel Haglage einen weiteren: Makeke. Doch seine Möbel- und Einrichtungs-Webseite verfolgte von Beginn an ein neues Konzept: Makeke bietet Nutzern die Möglichkeit, basierend auf dem eigenen Geschmack und Einrichtungsstil nach Produkten zu suchen. Auf Makeke findet er zum Beispiel unter der Kategorie „Landhaus“ eine umfassende Produktübersicht zu dieser Stilrichtung. Doch eine gute Geschäftsidee reicht nicht aus, wenn niemand das Unternehmen kennt. Onlinemarketing verhalf auch dem ehemaligen Startup schließlich zum Erfolg. Auch mit Hilfe von Google AdWords konnte der Umsatz von Makeke um 200 Prozent gesteigert werden. Daher will Daniel Haglage auch in Zukunft auf AdWords setzen und rechnet wieder mit einer Umsatzsteigerung von 50 Prozent.

Daniel Haglage war von Anfang an überzeugt von seiner Geschäftsidee. Doch der große Erfolg ließ zunächst auf sich warten. Wie viele Jungunternehmen hatte auch Makeke zunächst Startschwierigkeiten und sah sich mit Problemen wie geringer Reichweite und Sichtbarkeit konfrontiert. „Anfangs kamen nur wenige Besucher auf unsere Webseite“, sagt der Makeke-Chef. „Um Erfolg zu haben, müssen die Leute das Konzept kennen.“ Im August 2015 nahm Haglage dann an einem kostenfreien Training von Google teil, in dem ihm vermittelt wurde, wie man erfolgreiche Digitalmarketingkampagnen fährt – einschließlich Erstellung, Anzeigenplatzierung und Kontrolle. Wenig später setzte er das dort Gelernte in die Praxis um und startete seine erste Google AdWords Kampagne.

Deutlicher Traffic-Anstieg zu verzeichnen

Auch zur Steigerung der Bekanntheit der einzelnen Kategorie-Segmente, wie zum Beispiel Landhaus, Maritim oder Alpenstil, waren die Kampagnen effizient. Die Umsätze zogen an. Die steigende Bekanntheit, vor allem durch AdWords-Platzierungen, brachte nicht nur zusätzliche Kunden, sondern machte Makeke auch attraktiver für potentielle Shop-Partner zur Integration in die Plattform.

Seitdem ist AdWords für Haglage das bevorzugte Tool für die Bewerbung neuer Produkte. „AdWords ist ein sehr geeigneter Ansatz, um viele Besucher auf die eigene Webseite zu leiten.“ Die Zielgruppenansprache ist äußerst genau möglich. Wenn der Kunde in der Google-Suche Begriffe eingibt, werden neben den Suchergebnissen entsprechende Anzeigen platziert. Diese sind genau zugeschnitten auf den Kunden, und werden ihm exakt zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung gezeigt. Auch wenn der Kunde auf anderen Webseiten unterwegs ist, werden ihm extra auf ihn zugeschnittene Anzeigen offeriert, so Haglage. Dadurch wird er an einen Besuch auf der Webseite erinnert – und so die Marke und das entsprechende Produkt im Gedächtnis des Kunden verankert.

Haglage will auch in Zukunft auf AdWords setzen. Derzeit empfiehlt Makeke vor allem Produkte auf anderen Web-Shops. Doch bald will Haglage die Produkte auch über einen eigenen Makeke-Shop verkaufen. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft wird der Geschäftsführer dann wieder AdWords-Kampagnen schalten.

Zitat:

Wir freuen uns, das Google-Produkte Wachstumsmotoren für all diese Unternehmen sind.”

Google-Chef Matt Brittins

Durch seinen effektiven Einsatz digitaler Tools und der daraus folgenden rasanten, positiven Entwicklung des Unternehmens, sind Book a Tiger und Makeke ein Vorbild für zahlreiche andere europäische Unternehmen. Das Berliner Putz-Start-up ist der beste Beweis dafür, dass selbst kleine Unternehmen sehr schnell wachsen können, wenn sie auf “online” setzen. Und bei solch’ innovativen Unternehmen wie Book a Tiger ist es leicht verständlich, dass auch Google-Chef Matt Brittins Blick in die Zukunft der europäischen Wirtschaft positiv ausfiel. “Manche Menschen blicken auf die europäische Wirtschaft und sind pessimistisch. Wir sehen etwas anderes: Eine riesige Bandbreite an kreativen, ambitionierten und talentierten Unternehmen und Unternehmern. Wir erleben aus erster Hand, wie sie das Internet nutzen und freuen uns, das Google-Produkte Wachstumsmotoren für all diese Unternehmen sind.”

Info Kasten

Mobile succes!

Im Auftrag von Google hat das Institut eye square die Anzeigenwirkung auf Mobilgeräten analysiert. Hierfür wurden in einem Test Teilnehmern Anzeigen der Studien-Kooperationspartner Conrad, Gravis, HRS, Stepstone und VW gezeigt und auf ihre Werbewirkung untersucht. In einem zweiten Schritt wurde mittels Eye-Tracking-Technologie die Wahrnehmung von Anzeigen und organischen Ergebnissen auf dem Smartphone verglichen.

Schnell das Wetter checken, die Öffnungszeiten vom nächstgelegenen Bekleidungsgeschäft suchen oder einen kurzen Blick auf die aktuellen Nachrichten werfen: All dies soll schnell gehen. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Studie wider. Dabei fand die Studie unter anderem heraus, dass sich Nutzer auf dem Smartphone schneller orientieren als auf dem Desktop-PC. So beträgt die durchschnittliche Betrachtungsdauer der Suchergebnisseite bis zur Entscheidung (Klick) auf dem Mobilgerät 13,7 Sekunden. Auf dem Desktop liegt sie hingegen bei 15,4 Sekunden. Damit ist die Betrachtungsdauer um 11 Prozent kürzer als auf dem Desktop.

Auf mobilen Geräten ist der Fokus auf die Top-Position besonders ausgeprägt: Im Durchschnitt entfallen 54 Prozent der Betrachtungsdauer auf die ersten drei Positionen.

Erste Position wird mit starken Marken assoziiert

Ein weiteres Ergebnis: Die erste Position wird mit starken Marken assoziiert. Jeder zweiter Befragte ist der Meinung, auf der obersten Position stehe die bekannteste (63 %) bzw. beliebteste Marke (51 %). Nahezu die Hälfte der Nutzer verbindet die Top-Position mit der relevantesten Marke (47 %).

Das größte Klickvolumen auf Smartphones wird durch eine Kombination aus Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) generiert. Während die organischen und bezahlten Einzeleinblendungen jeweils 14 Prozent bzw. 32 Prozent aller gemessenen Klicks verzeichneten, erhielt eine gleichzeitige Präsenz in den organischen und bezahlten Ergebnissen 49 Prozent. Dies entspricht somit +3 Prozent im Vergleich zu den separaten Einzeleinblendungen.

Doppelter Markenkontakt bleibt im Gedächtnis

Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen erzielt auch die stärksten Effekte bei Erinnerung und Kaufimpuls. Wenn Nutzer zweifachen Kontakt zur Marke haben, festigt dies die Erinnerung an die Marke und die Kaufabsicht wird positiv beeinflusst. Bei den Werbewirkungsindikatoren Werbeerinnerung und Markenbekanntheit liegt die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen signifikant vor den anderen Ergebnissen, bei denen entweder nur organische oder nur bezahlte Anzeigen zu sehen sind.

Der Kaufimpuls kann sogar nur durch die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen signifikant gesteigert werden. In Bezug auf das Relevant Set, sprich die in Erwägung gezogenen Produkte oder Marken, konnte die Studie einen erhöhten Wert um 20 % im Vergleich zur Kontrollgruppe feststellen, in Bezug auf “First Choice”, also das Produkt bzw. die Marke erster Wahl, hat sich dieser Wert um mehr als 50 Prozent erhöht.