E-Mobility-Start-up DeepDrive sammelt vier Millionen ein

„Der Umstieg auf E-Mobilitätskonzepte ist einer der wichtigsten Trends unserer Zeit. Wir sind überzeugt, mit unserem Antriebssystem einige der grundsätzlichen Probleme großer Hersteller lösen zu können. Jetzt gilt es, die zahlreichen Interessenten abzuholen und unsere Technologie auf dem Markt zu etablieren“, sagt Stefan Ender, Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von DeepDrive.

Bayern Kapital, die Venture- und Growth-Capital-Gesellschaft des Freistaats, investiert mit dem Wachstumsfonds Bayern in DeepDrive. Das Münchener E-Mobility-Start-up entwickelt einen getriebelosen Radnabenantrieb, der auf die Lösung einiger der grundsätzlichen Probleme heutiger E-Fahrzeugkonzepte abzielt. Neben Bayern Kapital beteiligen sich zudem UVC Partners sowie die erfahrenen Business Angels Jonas Rieke (COO von Personio) und Peter Mertens (ehem. Entwicklungsvorstand von Audi und Volvo) an der Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von 4,3 Mio. EUR.  

Getriebelosen Radnabenantrieb

Die DeepDrive GmbH mit Sitz in München wurde 2021 gegründet. Das E-Mobility-Start-up entwickelt einen neuartigen, getriebelosen und hocheffizienten elektrischen Radnabenantrieb, der durch seine kompakte, leichte Bauweise die Integration des Antriebs ins Rad erlaubt. Die innovative Konstruktion ist mit seinem kosteneffizienten, skalierbaren Design robust, leise und sowohl reichweiten- als auch drehmomentstark. DeepDrive ermöglicht durch seine Technologie neue Fahrzeugarchitekturen, die bislang in E-Fahrzeugkonzepten nicht zureichend darstellbar sind, und schafft Automobilherstellern neue Freiheiten in Aufbau und Design.

DeepDrive-Motor
DeepDrive-Motor

Das DeepDrive-Team lernte sich vor etwa zehn Jahren bei TUfast kennen, dem studentischen Motorsportteam der Technischen Universität München. Das Unternehmen hat sein innovatives Antriebskonzept seit seiner Gründung im vergangenen Jahr stark weiterentwickelt, Patente angemeldet, erste Prototypen des Antriebs gebaut und deren Funktion am Fraunhofer Institut validiert. Seit der Präsentation des elektrischen Radnabenantrieb auf der IAA in München im Herbst 2021 besteht immenses Interesse an der DeepDrive-Technologie, sowohl seitens Automobil- und Micro-Mobility-Fahrzeug-Herstellern als auch potentieller Fertigungspartner.
„Wir haben ein ambitioniertes Team und arbeiten bereits mit wichtigen strategischen Partnern und potentiellen Kunden zusammen. Dank der Unterstützung unserer Investoren haben wir die erforderliche finanzielle Rückendeckung, um das günstige Momentum voll auszuschöpfen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, ergänzt Felix Pörnbacher, ebenfalls Co-Gründer und Co-Geschäftsführer von DeepDrive.

Vision: Vollständige Plug-&-Play-Fahrzeugplattform

Die Mittel der Finanzierungsrunde plant das Unternehmen in die Optimierung ihrer Technologie, den Ausbau des Teams und die Bedienung der im Markt immens hohen Nachfrage nach Prototypen zu investieren. Perspektivisch plant das Unternehmen, vollständige Plug-&-Play-Fahrzeugplattformen anzubieten, die den Einsatz des innovativen Antriebs in modular aufbaubaren, flexibel skalierbaren Systemen ermöglicht. Dadurch sollen Fahrzeughersteller Entwicklungskosten und -zeit einsparen können, indem sie eigene Modelle direkt auf der DeepDrive-Plattform entwickeln.

„DeepDrive bewegt sich mit seiner innovativen E-Antriebstechnologie in einem der Kernfelder der Elektromobilität – Effizienz, die Schaffung von Reichweiten- und Kostenvorteilen sowie eine kompakte Fahrzeugintegration werden von DeepDrive in hohem Maße adressiert“, so Roman Huber, Geschäftsführer bei Bayern Kapital. „Wir sehen bei DeepDrive hohes Potenzial in einem schnell wachsenden Zukunftsmarkt.“

Über Bayern Kapital:

Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-/Growth-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet spezialisierte Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 700 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 370 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 300 innovative technologie-orientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert. www.bayernkapital.de

Zwei Millionen Finanzspritze für Iotis-Chip

Ein Fußball, der einen Iotis-Chip trägt und damit Dinge wie Kontakte, Richtung, Höhe und Geschwindigkeit misst und über eine App Live-Feedback liefert zur Leistungsverbesserung und vor allem fürs Teilen der Ergebnisse mit Freunden: Das ist die Vision des neuen „Smartballs“ des hannoverschen Sport-Startups iotis GmbH, das jetzt eine Seed-Finanzierung von 2,15 Millionen Euro einfahren konnte, um den Ballsport zu digitalisieren. Einer der Investoren: Hannover Beteiligungsfonds GmbH von Hannovers Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls.

Das Sport-Startup iotis wurde mit Angel-Investor und Ex-Fußballnationalspieler Fabian Ernst – Meister, Pokalsieger und ehemaliger Nationalspieler – gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, den Ballsport nachhaltig zu digitalisieren und an die Bedürfnisse der nachwachsenden Generationen anzupassen. Das erste Produkt ist ein smarter Fußball, der die Brücke von der analogen in die digitale Welt schlagen soll. Andere Ballsportarten wie Golf oder Tischtennis sind bereits in Planung.

Das Konzept des Smartballs, der an eine App gekoppelt ist, die Live-Feedback liefert, hat überzeugt und konnte jetzt 2,15 Millionen Euro Finanzierung einfahren. Die Investoren: IT-Konzern adesso und Sporttechnologiefirma Riedel Communications sowie starke niedersächsische Partner, die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) und der Hannover Beteiligungsfonds (HBF) von hannoverimpuls: „Wir freuen uns sehr, mit hannoverimpuls auch einen starken Partner am Standort Hannover an Bord bekommen zu haben. Mit den neuen finanziellen und strategischen Möglichkeiten können wir unsere Vision von smarten Sportbällen nun noch mehr vorantreiben“, freut sich Lennardt Hachmeister, CEO und Founder von iotis.

Iotis – Technologie und Leisung

iotis setzt auf Sensortechnologie und komplexe Algorithmen, welche die Basis für die Trainingsplattform bilden. Nutzer*innen können so den digitalen Fußball mit einer Trainings-App verbinden und in Echtzeit Daten einsehen. Neben der reinen Leistungsverbesserung liegt ein großer Fokus auf dem Teilen der Ergebnisse mit Freunden. Spielerische Elemente runden das Trainingsangebot in der App ab.

„Uns freut es, dass immer häufiger auch größere Frühphasenfinanzierungen hier in Hannover stattfinden. Die iotis GmbH hat sich bewusst für den Standort entschieden und bekommt gerade durch die starken Netzwerkeffekte im lokalen Ökosystem großen Rückenwind was etwa Mitarbeitende oder Investor*innen angeht“, bilanziert Reinhard Hinrichs, Geschäftsführer des Hannover Beteiligungsfonds.

Neben den finanziellen Möglichkeiten, weiter in die Produktentwicklung und das Team zu investieren, öffnen sich für iotis durch die neuen Finanzmittel ein großer fachlicher Erfahrungsschatz und internationale Sportnetzwerke. Zusätzlich wurde das ursprüngliche Gründerteam um Lennardt Hachmeister und Christian Veit Sist durch Marcel Isakowitz (Ex Asian Football Confederation und Entrepreneur First) und den technischen Leiter Dr. Peter Blank (Ex Universität Erlangen und Portabiles) erweitert.

Web: iotis.tech

Grüne Start-ups für RESPOND gesucht

RESPOND, das Accelerator-Programm der BMW Foundation Herbert Quandt mit Unterstützung von UnternehmerTUM, geht in die dritte Runde. Bis zum 27. Februar 2022 können sich Gründer:innen für das sechsmonatige Programm bewerben. Für die diesjährige Kohorte werden vor allem Lösungen aus dem Bereich der regenerativen Ökonomie gesucht. Das RESPOND-Team ist überzeugt, dass diese Lösungen maßgeblich zur Einhaltung der Klimaziele und der UN-Agenda 2030 beitragen.

Das Programm besteht aus vier Sprintphasen. Die Gründer werden bei Präsenzphasen in München oder digital geschult. Zudem erhalten sie zahlreiche Coachings und Workshops rund um Geschäftsmodellentwicklung, Leadership Development, sowie Marketing und Sales. Die Teilnehmer erhalten Mentoring-Angebote und profitieren von den globalen Netzwerken der BMW Foundation und von UnternehmerTUM. Zum Abschluss des Programms können sich die Startups vor einer internationalen Gruppe von Investoren, Branchenvertretern und der Presse präsentieren.

Regenerativ Wirtschaften für eine bessere Welt 

Die Umstellung auf eine regenerative Wirtschaft umfasst die gesamte Kette wirtschaftlicher Aktivitäten, von der Gewinnung und Nutzung von Ressourcen bis zur Produktion und zum Verbrauch von Waren und Dienstleistungen. Für ein Wirtschaften, dass die planetaren Grenzen berücksichtigt, werden regenerative Geschäftsmodelle immer wichtiger. Daher legt RESPOND bei der Auswahl der Startups in diesem Jahr den Schwerpunkt auf Lösungen, bei denen ein verantwortungsvoller und gerechter Umgang mit Ressourcen, die Förderung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster sowie Ansätze zur Regeneration der Ökosysteme im Vordergrund stehen.

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Bennet Barth, Managing Director RESPOND, BMW Foundation Herbert Quandt: “Die Menschheit verbraucht weit mehr Ressourcen, als unsere Erde bereitstellen kann. Um dieser Ausbeutung des Planeten etwas entgegenzuhalten, benötigen wir schnell skalierbare Lösungen, die auf regenerativen und ganzheitlichen Ansätzen beruhen. Wir sehen Startups mit ihren technologischen Innovationen als Teil der Lösung und möchten daher in diesem Jahr Gründer:innen fördern, die dazu beitragen, die Wirtschaft durch regenerative Ansätze zu transformieren.” Denkbar seien beispielsweise Frühwarnsysteme für Veränderungen der Umweltbedingungen, Lösungen zur Bewältigung des Temperaturanstiegs oder des steigenden Meeresspiegels oder Ansätze für die regenerative Landwirtschaft.

RESPOND geht in diesem Jahr in die dritte Runde. Die ersten beiden Jahre des Programms waren ein voller Erfolg: Über 700 Bewerbungen aus 74 Ländern gingen in den letzten beiden Jahren ein. Besonders hohe Bedeutung hat zudem das Netzwerken: Gründer:innen haben die Möglichkeit, sich mit 45 VCs, 74 Mentoren und 27 Partnern auszutauschen, darunter renommierte Größen der Startup-Szene wie HV Capital oder Earlybird Venture Capital.

RESPOND

RESPOND – initiiert von der BMW Foundation Herbert Quandt – agiert als Ökosystem von Changemakern an der Schnittstelle von Tech-Innovation und Responsible Leadership für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Eine der Hauptaktivitäten ist der gemeinsam mit UnternehmerTUM in München betriebene RESPOND Accelerator.

BMW Foundation Herbert Quandt

Die BMW Foundation Herbert Quandt ist eine unabhängige Unternehmensstiftung, die Führungspersönlichkeiten weltweit inspiriert ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und sich als Responsible Leaders für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Zukunft einzusetzen. Mit ihren Aktivitäten will sie die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen unterstützen.

UnternehmerTUM – Europas führendes Zentrum für Innovation und Gründung

UnternehmerTUM ist eine Plattform für die Entwicklung von Innovationen. UnternehmerTUM identifiziert aktiv innovative Technologien und initiiert neues Geschäft durch die systematische Vernetzung von Talenten, Technologien, Kapital und Kunden. Start-ups bietet UnternehmerTUM einen Rundum-Service von der ersten Idee bis zum Börsengang. Ein Team aus 250 erfahrenen Mitarbeitern, darunter Unternehmer, Wissenschaftler und Investoren, unterstützt beim Aufbau des Unternehmens, beim Markteintritt und bei der Finanzierung – auch mit Venture Capital. UnternehmerTUM wurde 2002 von der Unternehmerin Susanne Klatten gegründet und ist mit jährlich mehr als 50 wachstumsstarken Technologiegründungen – u. a. Celonis, Konux und Lilium – das führende Zentrum für Innovation und Gründung in Europa.

Deutscher Entwicklerpreis 2021: Die Sieger

Bestes Deutsches Spiel ist „Dorfromantik“ von Toukana Interactive aus Berlin

Das märchenhafte „A Juggler’s Tale“ von kaleidoscube aus Ludwigsburg gewinnt in den drei Kategorien Bestes Game Design, Beste Grafik und Beste Story

Die Gewinner des Deutschen Entwicklerpreises 2021 stehen fest. In einer großen Preisverleihung wurden am Donnerstag, den 9. Dezember 2021, die besten Computerspiele des Jahres geehrt. Aus insgesamt 140 Einreichungen ermittelte die Jury die besten Games und Teams in 15 Kategorien. Bestes Deutsches Spiel ist „Dorfromantik“ von Toukana Interactive aus Berlin. Großer Gewinner ist auch das Indie-Studio kaleidoscube aus Ludwigsburg, das für sein Erstlingswerk „A Juggler’s Tale“ in den Kategorien Bestes Game Design, Beste Grafik und Beste Story ausgezeichnet wurde. Durch die Show auf www.deutscherentwicklerpreis.de führten Natascha Becker, Valentina Birke, Colin Gäbel und Fabian Siegismund.

Für beste Unterhaltung sorgte das fachkundige Moderationsquartett, welches humorvoll durch den kurzweiligen Abend führte. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Preisverleihung erneut ausschließlich im Livestream vorgenommen. Gesendet wurde aus dem Auditorium des Cologne Game Lab an der TH Köln.

Die ausgezeichneten Spiele unterstreichen in diesem Jahr eindrucksvoll, dass es auch jenseits der bekannten Blockbuster herausragende Computerspiele gibt. Die sogenannten Indie-Games von unabhängigen Entwicklerteams dominieren die Liste der besten Spiele des Jahres. Dazu zählt Toukana Interactive aus Berlin mit dem Erstlingswerk Dorfromantik. Die Jury kürte die kreative Mischung aus Puzzle und Aufbauspiel zum „Besten Deutsches Spiel“. Auch die weiteren Preisträger belegen, wie stark die deutsche Indie-Szene ist. A Juggler’s Tale von kaleidoscube gewinnt gleich drei Auszeichnungen. „Bestes Indie Game“ ist Omno, das aus der Tastatur eines einzigen Entwicklers stammt. Doppelt jubeln konnte das Studio Fizbin. Mit „Minute of Islands“ gewann man in der Kategorie Bester Sound und wurde zudem als Bestes Studio ausgezeichnet.

Stark ist auch der diesjährige Nachwuchs: der NRW Förderpreis für junge Entwicklerinnen geht an Twisted Ramble Games aus Berlin. Die drei jungen Game Designerinnen verschaffen mit ihrer Produktion einen unterhaltsamen und zugleich stets respektvollen Zugang zu Themen wie psychischen Krankheiten, Identität oder Gruppenzwang.

Der Deutsche Entwicklerpreis findet seit 2004 statt und ist die älteste Auszeichnung für die Entwicklung herausragender Computerspiele aus deutschsprachigen Ländern. In diesem Jahr wurde der Preis wird in insgesamt 15 Kategorien vergeben. 71 Expertinnen und Experten der Fachjurys ermitteln die Gewinner in 12 Kategorien. Die ‚Grand Jury‘ aus 147 stimmberechtigten Mitgliedern entscheidet über die Auszeichnungen in den Kategorien „Bestes Spiel“, „Bestes Studio“ und „Bester Publisher“.

Die Gewinner des Deutschen Entwicklerpreises 2021:

  • Bestes Deutsches Spiel: Dorfromantik, Entwickler: Toukana Interactive, Berlin
  • Bestes Studio: Studio Fizbin, Ludwigsburg
  • Bester Publisher: Assemble Entertainment, Wiesbaden
  • Bestes Game Design: A Juggler’s Tale, Entwickler: kaleidoscube, Ludwigsburg
  • Bester Sound: Minute of Islands, Entwickler: Studio Fizbin, Ludwigsburg
  • Beste Grafik: A Juggler’s Tale, Entwickler: kaleidoscube, Ludwigsburg
  • Beste Story: A Juggler’s Tale, Entwickler: kaleidoscube, Ludwigsburg
  • Bestes Indie Game: Omno, Entwickler: Studio Inkyfox, Werther
  • Bestes Mobile Game: Albion Online, Entwickler: Sandbox Interactive, Berlin
  • Innovationspreis – Sonderpreis der Stadt Köln
  • Puzzling Places, Entwickler: realities.io, Berlin
  • Most Wanted: The Bus, Entwickler: TML-Studios, Erfurt
  • Dauerbrenner: Goodgame Empire, Entwickler: Goodgame Studios, Hamburg
  • Ubisoft Newcomer Award: Passing By, Entwickler: Studio Windsocke, Hallstadt
  • Sonderpreis für Soziales Engagement:
  • Initiative „Stärker mit Games“ der Stiftung Digitale Spielekultur, Berlin
  • NRW Förderpreis für junge Entwicklerinnen: Twisted Ramble Games, Berlin
Entwicklerpreis 2021 - Pokal

Förderer und Partner: Der Deutsche Entwicklerpreis 2021 wurde unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln, der Film und Medienstiftung NRW und game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.

Über den Deutschen Entwicklerpreis

Der Deutsche Entwicklerpreis ist die älteste Auszeichnung für die Entwicklung herausragender Computerspiele aus deutschsprachigen Ländern. Der Preis wird bereits seit 2004 von der Aruba Events GmbH (ein Unternehmen der COMPUTEC MEDIA GMBH) veranstaltet. Gefördert wird der Deutsche Entwicklerpreis vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln, der Film und Medienstiftung NRW sowie von game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.

20 Millionen Euro für Proptech-Scale-up casavi

Das Scale-up casavi hat eine Series-B-Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Das Münchener Software-as-a-Service-Unternehmen (SaaS) zählt mit seiner gleichnamigen Online-Lösung für die digital gebündelte Immobilien­bewirtschaftung und -verwaltung zu den reichweitenstärksten Proptech-Plattformen im europäischen Markt. Lead-Investoren der Runde sind digital+ Partners, der von Bayern Kapital verwaltete Wachstumsfonds Bayern und der High-Tech Gründerfonds (HTGF), zudem unterstützen auch die bestehenden Investoren Dquadrat und WENVEST das Münchner Unternehmen bei seiner künftigen Entwicklung. 

Eine effiziente und nutzerorientierte Bewirtschaftung von Gebäuden erfordert die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Verwaltern, Eigentümern, Mietern und Dienstleistern. Auf innovative Weise wird diese Zusammenarbeit ermöglicht durch casavi. Die casavi GbmH wurde 2015 in München von Peter Schindlmeier, Oliver Stamm und David Klötzer gegründet und beschäftigt derzeit 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in München, Frankfurt und Berlin.

Die gleichnamige Online-Plattform dient als digitales Bindeglied zwischen all diesen in der Immobilienwirtschaft aktiven Parteien. Mit der cloudbasierten Software-as-a-Service-Lösung von casavi können Wohnungsunternehmen und Gebäudeverwaltungen effizienter und kostengünstiger mit der Bewohnerschaft in Kontakt treten und dabei stärker auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen.

Kernfunktionen sind etwa ein Online-Vorgangsmanagement, Service-Apps für Mieter und Eigentümer sowie die digitale Dienstleister-Plattform Relay (Dienstleistersteuerung und Vernetzung des gesamten Gebäude-Ökosystems). Auf diese Weise werden aktuelle Informationen, Serviceangebote oder wichtige Dokumente transparent und jederzeit abrufbar für die Mieter und Wohnungseigentümer bereitgestellt. So können alle in der Immobiliennutzung involvierten Parteien schneller und kundenfreundlicher kooperieren.

Schon heute setzen rund 1.000 Immobilienverwalter und Wohnungsunternehmen auf die Cloud-Lösung von casavi, die Plattform wird für das Management von mehr als 1,6 Millionen Wohneinheiten und 70.000 Gebäuden in Deutschland, Österreich und der Schweiz genutzt.

„Mit casavi haben wir eine auf die spezifischen Anforderungen der Immobilienwirtschaft ausgerichtete Plattform etabliert und ermöglichen damit die digitale Vernetzung ihrer Beteiligten erstmals auf skalierbare Art und Weise“, erklärt casavi-Geschäftsführer Peter Schindlmeier. „Ohne die Unterstützung erfahrener, kapitalstarker Investoren wäre diese sehr erfolgreiche Entwicklung nicht möglich gewesen. Dank der aktuellen Finanzierungsrunde sind wir nun in der Lage, unsere bereits starke Marktposition weiter auszubauen.“

Nach bereits ersten erfolgreichen Projekten mit internationalen Kunden sollen die neuen finanziellen Mittel in die Erschließung weiterer Absatzmärkte in Europa fließen. Auch ist geplant, die Plattform um neue Features zu erweitern, zum Beispiel um Funktionen für hybride Eigentümerversammlungen (ETV) und ein Modul zur Abbildung der EU-weit gültigen EED-Verordnung. Zudem soll das Team an allen Standorten im kommenden Jahr um insgesamt mehr als 50 weitere Stellen ausgebaut werden.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Innovative Hightech-Gründungen sind auf signifikante Wagniskapitalbeteiligungen angewiesen, um die eigene Marktposition international zu halten und auszubauen. Mit dem von Bayern Kapital verwalteten Wachstumsfonds Bayern unterstützen wir innovative Technologieführer wie casavi seit vielen Jahren beim erfolgreichen Abschluss dieser großen Finanzierungsrunden. So tragen wir zur Schaffung zukunftsfähiger, attraktiver Arbeitsplätze bei und bringen den Spitzenstandort Bayern nachhaltig voran.“

Gemeinsam mit dem HTGF hatte sich Bayern Kapital erstmals 2016 mit dem Seedfonds Bayern an casavi beteiligt und zur Festigung der Technologieführerschaft beigetragen. „Wir sehen nach wie vor enormes Digitalisierungs- und Automatisierungspotential in der Immobilienwirtschaft. casavi ist auf dem besten Weg, dieses Potential in den kommenden Jahren auch international zu schließen“, sagt Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital.

„Die Erfolgsgschichte des Unternehmens verkörpert, wofür der Hightech-Standort Bayern steht: Ein ambitioniertes Team, das mit Unternehmergeist und technologischem Know-how eine innovative Technologie zu einem skalierbarem Geschäftsmodell mit attraktiver Perspektive vorantreibt. Deshalb unterstützen wir casavi gern bei seinen kommenden Wachstumsplänen.“

Über casavi:

casavi, eine der reichweitenstärksten Proptech-Plattformen in Europa, führt die wichtigsten Beteiligten in der Bewirtschaftung von Immobilien – vom Verwalter, Eigentümer und Mieter über die unterschiedlichsten Immobiliendienstleister – auf einer Plattform zusammen und stellt so die effiziente und nutzerorientierte Bewirtschaftung von Gebäuden sicher. Die casavi-Kernfunktionen Vorgangsmanagement, Service-App und Dienstleister-Portal werden derzeit von ca. 1.000 Kunden für das Management von mehr als 1,6 Millionen Wohneinheiten und 70.000 Gebäuden in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt. Das 2015 gegründete Unternehmen beschäftigt an den Standorten München, Frankfurt/Main und Berlin derzeit 75 Mitarbeiter.

Über Bayern Kapital:

Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-/Growth-Capital Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung.

Bayern Kapital verwaltet spezialisierte Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 700 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital über 350 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 300 innovative, technologie-orientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. Bayern Kapital hat die zum Teil börsennotierten und in ihren Branchen heute als Marktführer geltenden Unternehmen EOS Electro Optical Systems, congatec, MorphoSys, voxeljet, parcelLab, SimScale und viele weitere bereits früh bei der Realisierung ihrer Projekte und auch großvolumiger Finanzierungsrunden unterstützt. So sind in Bayern über 8.000 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden. www.bayernkapital.de

Deutscher Entwicklerpreis 2021

Die Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises (DEP) wird am Donnerstag, 9. Dezember 2021, ab 20 Uhr live aus dem Auditorium des Cologne Game Lab an der TH Köln auf www.deutscherentwicklerpreis.de und www.rocketbeans.tv im Livestream ausgestrahlt. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage findet die Ehrung der besten Games und Entwicklerteams des Jahres erneut ohne Publikum vor Ort statt. Durch den Abend führen in diesem Jahr Natascha Becker, Valentina Birke, Colin Gäbel und Fabian Siegismund.

Eigentlich als Hybrid-Veranstaltung mit einer handverlesenen Gästezahl aus Nominierten und wenigen Ehrengästen geplant, findet die Preisverleihung des Deutschen Entwicklerpreises 2021 nun als reine Livestream-Verleihung ohne Publikum statt. Grund ist die angespannte Corona-Situation.

Die aufwendig produzierte Awardshow wird live aus dem Auditorium des Cologne Game Lab an der TH Köln im Livestream übertragen und ist damit für alle weltweit live mitzuerleben. Für gute und sachkundige Unterhaltung sorgt ein Moderationsquartett mit namhaften Köpfen aus der Games-Branche: Fabian Siegismund, Valentina Birke sowie Colin Gäbel und Natascha Becker.

Heiße Anwärter auf eine Auszeichnung sind in diesem Jahr die Spiele „A Juggler’s Tale“ mit sechs Nominierungen, „Minute of Islands“ mit fünf Nominierungen und mit jeweils drei Nominierungen „Can’t drive this“, „Dorfromantik“, „Omno“ und „Suzerain“. In der Kategorie „Bestes Indie Game“ nominierte die DEP-Jury das Spiel Dorfromatik von Toukana Interactive aus Berlin nach.

Der Deutsche Entwicklerpreis findet seit 2004 statt und ist die älteste Auszeichnung für die Entwicklung herausragender Computerspiele aus deutschsprachigen Ländern.

Über den Deutschen Entwicklerpreis

Der Deutsche Entwicklerpreis ist die älteste Auszeichnung für die Entwicklung herausragender Computerspiele aus deutschsprachigen Ländern. Der Preis wird bereits seit 2004 von der Aruba Events GmbH (ein Unternehmen der COMPUTEC MEDIA GMBH) veranstaltet. Gefördert wird der Deutsche Entwicklerpreis vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln, der Film und Medienstiftung NRW sowie von game – Verband der deutschen Games-Branche e.V.

Hier können Sie die erfahren, wer der Gewinner ist!

Startup PLAN3T sammelt 750.000 € ein

Das Hamburger Startup PLAN3T verkündet, dass es in seiner Pre-Seed Finanzierungsrunde 750.000 Euro von namhaften Investoren eingesammelt hat. PLAN3T ist das erste Belohnungssystem für nachhaltigen Konsum. Mit der kostenlosen App können umweltbewusste Konsument:innen ihren ökologischen Fußabdruck erfassen, auf einfache Art reduzieren und werden von über 50 nachhaltigen Partnermarken mit exklusiven Vergünstigungen belohnt. Die App wird in den kommenden Monaten durch eine Banking-Integration erweitert, wodurch sich das Startup im Fintech-Bereich etablieren möchte.

PLAN3T belohnt Nachhaltigkeit im Alltag

Aktuelle Marktforschungsergebnisse zeigen, dass über 60% der europäischen Konsument:innen nachhaltige Produkte kaufen wollen, aber lediglich 26% dieser Intention im Alltag tatsächlich folgen. Ein Hauptgrund hierfür besteht darin, dass umweltfreundliche Alternativen zumeist teurer als herkömmlich Produkte sind, wodurch viele Käuferschichten bei der Auswahl benachteiligt sind. PLAN3T ist die erste App weltweit, die umweltbewusste Konsument:innen für nachhaltige Kaufentscheidungen belohnt. Mit ihrer Lösung will das Startup nachhaltigen Konsum einfach und zugänglich für alle Käuferschichten machen.

Mithilfe der kostenlosen App können die User:innen ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck nachvollziehen und erhalten durch personalisierte Nachhaltigkeitstipps, erfolgreich abgeschlossene Challenges und die CO2 Kompensationen sogenannte Planet Coins. Die Planet Coins können bei über 50 nachhaltigen Partnerunternehmen eingelöst oder für Klimaschutzprojekte gespendet werden. Das Partnernetzwerk weitete das Startup in den letzten Monaten rasant aus – mittlerweile zählen bekannte Marken wie Enpal, tibber, SodaStream, refurbed, planted, WeShare und TIER dazu.

Das 8-köpfige Team rund um die drei Gründer Lukas Wehrhahn, Kaspar Wehrhahn und Christian Gärtner brachte im Frühjahr diesen Jahres ihre Betaversion in die deutschen App Stores. Die 6000 registrierten User:innen vermieden und kompensierten dabei bereits über 250 Tonnen CO2.

750.000 € für das Impact Startup aus Hamburg

An der Pre-Seed Finanzierungsrunde beteiligten sich unter anderem der renommierte Berliner Frühphaseninvestor APX, die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) sowie bekannte Business Angels aus der deutschen Digital- und Werbebranche, darunter Marc Sasserath, Guido Syré und die Mutabor Gründer Heinrich Paravicini und Johannes Plass.

APX Geschäftsführer Jörg Rheinboldt: “Wir haben als einer der ersten Investoren an PLAN3Ts Idee geglaubt – denn der Klimawandel kann nur entschleunigt werden, wenn jeder auch etwas dafür tut. PLAN3T schafft die perfekte Digitallösung, mit der nachhaltiges Engagement gewürdigt wird.”

Mit dem Investment planen die Gründer ihre App in den kommenden Monaten mithilfe einer Open-Banking- Integration (auf dem PSD-2 Standard) schrittweise zu automatisieren. Hierfür kann man sich bereits in der App anmelden.

Dazu sagt Gründer und CEO Lukas Wehrhahn: „Über die Verknüpfung des persönlichen Bankkontos lässt sich jede Transaktion mit einem CO2 Äquivalent versehen. Auf dieser Basis können wir unseren Nutzer:innen umweltfreundliche Alternativen vorschlagen und sie für Käufe bei unseren Partnerunternehmen automatisch mit Cashback belohnen.”

Derzeit ist die App ausschließlich in Deutschland verfügbar. Im kommenden Jahr plant das Startup in weitere europäische Länder zu expandieren.

Web: plan3t.one

Frisches Kapital für Start-Up Tidely

Liquiditätsplanung für KMU:

Anbieter von Liquiditätsplanungssoftware mit Künstlicher Intelligenz will europäischer Marktführer werden. Neue Finanzierungsrunde für Ausbau von Vertrieb und Entwicklung.

Die Tidely GmbH, Anbieter von KI-basierter Software für Liquiditätsplanung, hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit 1,2 Millionen Euro Seed-Kapital von bestehenden und neuen Investoren will das in diesem Jahr gegründete Start-Up das dynamische Wachstum finanzieren und seine Software-as-a-Service-Lösung weiterentwickeln.

Tidely ist eine intuitiv bedienbare Software für die ganzheitliche Planung von Einnahmen und Ausgaben. Damit ist professionelles Liquiditätsmanagement auch kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Gründern zugänglich. Anwenderinnen und Anwender können den Finanzstatus auf übersichtlichen Dashboards überblicken und auch ohne Spezialkenntnisse in Finanzfragen anspruchsvolle Analysen durchführen. Mit Tidely verfolgen sie die Entwicklung ihrer Geldbestände in Echtzeit und sehen im Cash-Flow-Forecast schon heute, wie viel Geld sie morgen, in einer Woche oder einem Jahr zur Verfügung haben. In Szenario-Analysen können sie die Auswirkungen von Geschäftsentscheidungen auf die Liquidität durchspielen. Auch offenen Rechnungen lassen sich damit ganz einfach verwalten. Der aufwändige und fehleranfällige Umgang mit Excel entfällt. Die Tidely-Software kommt als flexibler Abo-Service aus der Cloud.

Tidely – eine Erfolgsgeschichte

Liquiditätsmanagement ist in unsicheren und volatilen Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Laufen etwa Zahlungen von Kunden außer Plan, kann das schnell zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Lösungen für die Vorausschau und die Prüfung des Rechnungseingang sind entsprechend stark gefragt. In nur acht Monaten seit der Gründung konnte Tidely bereits mehr als 500 Unternehmen für seine Lösung begeistern. Das inzwischen über 20-köpfige Team arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung hin zur umfassenden Finanzmanagement-Plattform.

An der aktuellen Finanzierung beteiligten sich alle Teilnehmer der ersten Runde – die Gründer, Business Angels und institutionelle Investoren wie Cannonball.

Neu hinzu kam als weiterer Lead Investor Harald Popp. Er sagte: „Als CFO eines börsennotierten Unternehmens bin ich täglich mit den besonderen Herausforderungen des Liquiditätsmanagements konfrontiert. Seit der Geburtsstunde habe ich als Advisor die Entwicklung von Tidely begleitet. Ich freue mich, nun auch als Investor den weiteren strategischen Ausbau mitzugehen. Das wird eine integrierte Plattform zur aktiven Steuerung der Finanzen für KMU.“

„Wir wollen europäischer Marktführer für Liquiditätsmanagementsoftware werden. Tidely wird mit dem Kapital aus der neuen Finanzierungsrunde das Team erweitern, den Vertrieb stärken und die Software weiterentwickeln. Durch unser intelligentes und kosteneffizientes Liquiditätsmanagement-Tool erhalten kleine und mittlere Unternehmen einen sofortigen Überblick. So können Sie präziser planen und verschiedene Szenarien entwickeln. So können sie Liquiditätskrisen vermeiden, was unter anderem wegen der Pandemie-bedingten Unsicherheiten besonders wichtig ist“, so Niclas Storz, Gründer und einer der Geschäftsführer der Tidely GmbH.

Über den weiteren Weg, Dr. Jörg Haller, Mitgründer und Geschäftsführer: „Unser Ziel ist es, Tidely zur Schaltzentrale der Finanzen für Start-Ups und KMUs zu entwickeln. Ausgehend von der Planung und dem Monitoring der Liquidität, über die aktive Steuerung und Verwaltung der Cashflows, bis hin zur Optimierung der eigenen Finanzsituation werden Unternehmer und Finanzverantwortliche die Unternehmensfinanzen mit dem intelligenten und intuitiven Tool Tidely steuern können.“

Über die Tidely GmbH

Tidely wurde im Januar 2021 von Niclas Storz, Dr. Jörg Haller, Dr. Stefan Tuschen und Archibald Sheran in München gegründet. Die gleichnamige Software für das Liquiditätsmanagement von KMU schafft dank Künstlicher Intelligenz volle Transparenz über die finanzielle Situation in Echtzeit und ermöglicht die Optimierung zukünftiger Cashflows. Entscheidungsträger erfassen die finanzielle Situation auf einen Blick, vermeiden Liquiditätsengpässe und können zudem offene Rechnungen effizient verwalten. Sie können fundierte Entscheidungen treffen, wenn sie mit liquiditätsbezogenen Unsicherheiten konfrontiert werden. Die Software kommt als flexibler Abo-Service aus der Cloud. Mehr unter tidely.com

Deutscher Gründerpreis 2021

Im Rahmen der diesjährigen Verleihung des Deutschen Gründerpreises 2021 führten die Mitgründer von BioNTech, Professor Dr. Uğur Şahin und Dr. Özlem Türeci, per Video-Zuschaltung ins ZDF-Hauptstadtstudio zur Preisannahme ein kurzes Interview. Zum ersten Mal in der 20-jährigen Geschichte des Deutschen Gründerpreises wurden in den beiden Kategorien „StartUp“ und „Aufsteiger“ Frauen ausgezeichnet. Maria Birlem (39) und ihre Mitgründer Christian Bruderrek (43), Philipp Schulien (30) und Wirtschaftsingenieur Mark Kugel (30) ermöglichen Laborversuche in Mikro-Gravitation einfacher, schneller und kostengünstiger. Anna Yona (43) und ihr Ehemann Ran (44) haben mit Wildling Shoes ein erfolgreiches Unternehmen gegründet, das mit seinen Minimalschuhen Fans in aller Welt hat. Die Auszeichnung der Partner stern, Sparkassen, ZDF und Porsche wurde am14.09.2021 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin verliehen.

Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Ziel ist es,…mehr

„Gründerpreis unterstreicht Bedeutung von Innovation und Wissenschaft“

Im Rahmen der diesjährigen Verleihung des Deutschen Gründerpreises 2021 führten die Mitgründer von BioNTech, Professor Dr. Uğur Şahin und Dr. Özlem Türeci, per Video-Zuschaltung ins ZDF-Hauptstadtstudio zur Preisannahme ein kurzes Interview. Zum ersten Mal in der 20-jährigen Geschichte des Deutschen Gründerpreises wurden in den beiden Kategorien „StartUp“ und „Aufsteiger“ Frauen ausgezeichnet.

Maria Birlem (39) und ihre Mitgründer Christian Bruderrek (43), Philipp Schulien (30) und Wirtschaftsingenieur Mark Kugel (30) ermöglichen Laborversuche in Mikro-Gravitation einfacher, schneller und kostengünstiger. Anna Yona (43) und ihr Ehemann Ran (44) haben mit Wildling Shoes ein erfolgreiches Unternehmen gegründet, das mit seinen Minimalschuhen Fans in aller Welt hat. Die Auszeichnung der Partner stern, Sparkassen, ZDF und Porsche wurde am14.09.2021 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin verliehen.

Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Ziel ist es, erfolgreiche Gründerinnen und Gründer und ihre Unternehmen sichtbar und durch vielfältige Unterstützung noch erfolgreicher zu machen. Damit sollen der Unternehmergeist und die Innovationskraft in Deutschland gestärkt werden. Eine Frauenquote beispielsweise gibt es nicht. Dass in diesem Jahr zwei Mal Gründerinnen den Pokal entgegennehmen durften, war demnach auffällig, aber auch ein Hinweis auf Veränderungen in einer immer noch männerdominierten Gründungslandschaft.

„Dass ich den Deutschen Gründerpreis entgegennehmen durfte, ist etwas sehr Besonderes. Aber es ist auch zeitgemäß“, sagt Anna Yona, die Wildling Shoes mit ihrem Mann Ran von sechs Jahren ins Leben gerufen hat. Die beiden haben mit ihrem Unternehmen in Engelskirchen bei Gummersbach ihren innovativen Ansatz, Füßen möglichst viel Freiheit zu lassen, kompromisslos und erfolgreich umgesetzt.

Anna Yona hofft, dass die Auszeichnung für Wildling Shoes dazu beiträgt, „dass wir mehr weibliche Vorbilder schaffen, gerade in der Gründungsszene.“ Es gäbe noch immer zu wenige weibliche Gründungen. „Ich glaube, dass es enorm hilft, Menschen zu sehen, die diesen Weg schon einmal gegangen sind.“ Eine Gründung wie die von Wildling Shoes würde so als Orientierung sichtbar und Mut machen: „Deshalb war das ein sehr wichtiges Zeichen. Und deshalb hat uns das auch für alle Gründerinnen in spe sehr gefreut.“

Maria Birlem stellt Unterschiede im Umgang mit ihren männlichen Mitgründern unter anderem dann fest, „wenn es um Familie und Kinder geht. Bei Männern staunt keiner, wenn einer drei Kinder hat. Ansonsten ist das Geschlechterthema gerade unter jungen Menschen und in unserer Branche keines mehr.“ Das Kernprodukt der 2019 gegründeten yuri GmbH sind Mini-Labore, die etwa im Auftrag von Pharmaunternehmen und universitären Forschungseinrichtungen ins All geschickt werden.

Elf Mal schon absolvierte das Team aus Meckenbeuren erfolgreiche Missionen auf die Internationale Raumstation für ihre Kunden aus aller Welt. „Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik ist sehr männerlastig“, schildert Maria Birlem. „Auch die Professoren sind fast alle Männer und nicht alle legen ganz großen Wert auf Gleichberechtigung. Ich musste mich zwar nie wirklich verteidigen, habe aber früh gelernt, mit subtilen Äußerungen und Verhaltensweisen umzugehen. Umso wichtiger ist die Verleihung des Deutschen Gründerpreises an yuri – unter anderem als Zeichen an die Frauen und Mädchen da draußen, auch in die Naturwissenschaften und Technik zu gehen und dann eben auch zu gründen, wenn man eine tolle Idee hat.“

Das Auswahlverfahren des Deutschen Gründerpreises ist „geschlechtsneutral“, die 20-köpfige Jury fast paritätisch besetzt. Ein Leitmotiv, neben der Förderung des Gründungsgedankens, gibt es nicht. Die Initiatoren des Deutschen Gründerpreises – stern, Sparkassen, ZDF und Porsche – betreiben einen großen Aufwand, um sicherzustellen, dass es die „besten“ Gründungen ins Finale schaffen. Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der jungen Unternehmen spielt etwa eine ebenso große Rolle wie der wirtschaftliche Erfolg von „Aufsteigern“, beziehungsweise die Erfolgsaussichten bei den noch sehr jungen Unternehmen der Kategorie „StartUp“. Schon überhaupt ins Finale zu kommen, zeichnet ob der strengen Auswahlkriterien alle sechs nominierten Unternehmen aus.

BioNTech Hahlweg - Gründerpreis
BioNTech Hahlweg

Die Finalisten in der Kategorie StartUp, ein- bis maximal dreijährige Unternehmen, die ihre Geschäftsidee besonders erfolgreich am Markt etabliert haben, waren 2021:

  • SoSafe GmbH, Köln: Mit ihrer Trainings- und Sensibilisierungsplattform hilft SoSafe Unternehmen, die Belegschaft als „menschliche Firewall“ zu aktivieren, denn neun von zehn Cyber-Angriffen starten mit dem Faktor Mensch. Größtes Einfallstor für Cyber-Attacken sind nach wie vor Phishing-Mails. Die EU-Agentur für Cybersicherheit spricht von einem coronabedingten Phishing-Mail-Anstieg auf das Siebenfache. Solche Mails zu simulieren ist essenzieller Bestandteil der SoSafe-Lösung.

  • Sympatient GmbH, Hamburg: Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden an Angststörungen. Die Invirto-App von Sympatient könnte mehr als der Hälfte von ihnen helfen. Sie bringt den „Goldstandard der Angsttherapie“, die sogenannte Exposition, aufs Smartphone. Die App kombiniert klassische Therapie mit Virtual Reality und transferiert sie ins Digitale. Das vielversprechende, digitale Medizinprodukt des jungen Unternehmens wird von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

  • yuri GmbH, Meckenbeuren: Laborversuche in Schwerelosigkeit einfacher, schneller und kostengünstiger ermöglichen – auf Parabelflügen oder auf der Internationalen Raumstation ISS: Mit einem ausgeklügelten Baukastensystem aus Mini-Laboren hat yuri die „Demokratisierung der Schwerelosigkeit“ zum Geschäftsmodell erklärt. Versuche sind ab 10.000 Euro möglich, zur ISS gehts ab 95.000 Euro. Elf Mal schon absolvierte das Team erfolgreiche Missionen auf die Internationale Raumstation.

In der Kategorie Aufsteiger werden Unternehmen ausgezeichnet, die nicht älter als neun Jahre sind und bereits ein außerordentliches Wachstum erreicht haben. Nominiert waren in diesem Jahr:

  • Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Erlangen: Grüner Wasserstoff ist in vielen Industrien für die Transformation zur Klimaneutralität essenziell, von der Stahlerzeugung bis zur Glasherstellung. Mit Hilfe der von Hydrogenious entwickelten LOHC-Technologie kann grüner Wasserstoff gefahrlos und effizient gelagert und transportiert werden: Das leicht entzündliche Gas wird an ein Öl gebunden, später wird es wieder freigesetzt. Das Öl selbst wird wiederum für die nächste Ladung benutzt.

  • Nect GmbH, Hamburg: Über 3,5 Millionen Identitäten hat die Nect GmbH mit ihrer „Selfie-Ident“-App bereits verifiziert, täglich kommen bis zu 20.000 weitere dazu. Das innovative Verfahren kombiniert Selfie-Videos mit künstlicher Intelligenz, überprüft die Echtheit des Ausweisdokuments anhand der Sicherheitsmerkmale und die Lebendigkeit des Nutzers anhand der Muskelbewegungen im Gesicht. Der Gang zur Postfiliale oder lange Wartezeiten beim Videogespräch mit einem Agenten entfallen.
  • Wildling Shoes GmbH, Engelskirchen: Ein Großteil der Menschen ist wegen einengender Schuhe fußkrank. Wildling hat seinen innovativen Ansatz, Füßen möglichst viel Freiheit zu lassen, kompromisslos und erfolgreich umgesetzt, dafür Fans in aller Welt gewonnen. Der Schuh wurde völlig neu konstruiert, zu den verwendeten Materialen zählt sogar Papier. Mit einer Dicke ab 1,5 Millimeter ermöglicht die Wildling Sohle, den Untergrund wieder aktiv wahrzunehmen und trainiert zudem die Muskulatur.

Die sechs Finalisten erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Porsche Consulting. Zudem übernehmen Mitglieder des Kuratoriums des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für jeden Finalisten und stellen ihr Know-how und ihre Erfahrungen zur Verfügung. Die Unternehmen erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

Vorgeschlagen wurden die Unternehmen durch die rund 300 Experten des Deutschen Gründerpreises. Sie stammen aus renommierten Unternehmen, Technologiezentren, Ministerien, Gründungsinitiativen und der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Experten verfügen über jahrelange Erfahrungen mit Unternehmensgründungen und sehr gute Branchenkenntnisse. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt den Deutschen Gründerpreis.

Ausführliche Unternehmensporträts der Finalisten und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.deutscher-gruenderpreis.de.

Über den Deutschen Gründerpreis:

Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmer und einer der renommiertesten Wirtschaftspreise in Deutschland. Ziel der Initiative ist es, erfolgreiche Gründer und ihre Unternehmen sichtbar zu machen und durch die vielfältige Unterstützung noch erfolgreicher. Der Preis wird jährlich in den Kategorien Schüler, StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen. Außergewöhnliche Unternehmerleistungen können mit einem Sonderpreis gewürdigt werden. Ausgelobt wird der Deutsche Gründerpreis von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, die sich bereits seit 1997 für die Förderung des Unternehmertums und der Gründungskultur engagieren.

Der Deutsche Gründerpreis wird durch ein hochkarätiges Kuratorium unterstützt, das Patenschaften für die Finalisten und Preisträger übernimmt. Förderer des Deutschen Gründerpreises sind die Bertelsmann SE & Co. KGaA, die Gruner + Jahr GmbH, die Süddeutsche Zeitung und die Versicherungen der Sparkassen. Kooperationspartner ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Der Deutsche Gründerpreis 2021

Aus den jeweils drei Finalisten des Deutschen Gründerpreises, die in den Kategorien StartUp und Aufsteiger für die hohe Auszeichnung nominiert sind, werden am heutigen Dienstag die Preisträger gekürt. Ebenso wird eine vorbildliche Unternehmerpersönlichkeit für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren waren dies beispielsweise Alfred Theodor Ritter („Ritter Sport“), Götz Werner (dm-drogerie markt) oder Jörg Sennheiser (Audiotechnik). Zudem wird die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis vergeben. Zuletzt war dieser 2018 an Roncalli-Gründer Bernhard Paul verliehen worden.

Der Deutsche Gründerpreis 2021 ist die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmer und einer der renommiertesten Wirtschaftspreise in Deutschland. Ziel der Initiative ist es, erfolgreiche Gründer und ihre Unternehmen sichtbar zu machen und durch die vielfältige Unterstützung noch erfolgreicher. Der Preis wird jährlich in den Kategorien Schüler, StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen. Außergewöhnliche Unternehmerleistungen können mit einem Sonderpreis gewürdigt werden.

Der Deutsche Gründerpreis 2021
Der Deutsche Gründerpreis 2021

Ausgelobt wird der Deutsche Gründerpreis von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, die sich bereits seit 1997 für die Förderung des Unternehmertums und der Gründungskultur engagieren. Der Deutsche Gründerpreis wird durch ein hochkarätiges Kuratorium unterstützt, das Patenschaften für die Finalisten und Preisträger übernimmt. Förderer des Deutschen Gründerpreises sind die Bertelsmann SE & Co. KGaA, die Gruner + Jahr GmbH, die Süddeutsche Zeitung und die Versicherungen der Sparkassen. Kooperationspartner ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Mehr zu Thema: Der Deutsche Gründerpreis 2021

BioNTech-Mitgründerin; „Gründerpreis unterstreicht Bedeutung von Innovation und Wissenschaft“

DATEV: Insolvenzgefahr rückläufig

Das DATEV Corona-Barometer weist niedrigstes Risiko für Unternehmen seit Beginn der Pandemie aus

Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 befragt DATEV ihre Mitglieder aus dem steuerberatenden Berufsstand über die Auswirkungen und die Insolvenzgefahr der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Situation in ihren Kanzleien und bei ihren mittelständischen Unternehmenskunden. In der jüngsten Befragung ist eine erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen.

Der durchschnittliche Anteil an Unternehmen, die ohne staatliche Hilfen als existenzgefährdet eingestuft werden, hat sich im Vergleich zur vorherigen Umfragewelle (Februar 2021) von 27 Prozent auf 13 Prozent mehr als halbiert. Der Anteil der befürchteten Marktaustritte trotz staatlicher Hilfen ging von vier Prozent auf zwei Prozent zurück. „Im Zuge der aktuellen, fortschreitenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Gefährdungslage in vielen Bereichen deutlich entspannt“, so Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG. „Die Werte stellen den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im April 2020 dar.“

Bisher berichten nur zwei Prozent der Kanzleien über Insolvenzanträge ihrer Unternehmenskunden nach dem Auslaufen der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht zum 30. April. Meist sind lediglich vereinzelte Unternehmen betroffen. Auch perspektivisch rechnet nur rund jede fünfte Kanzlei (19 Prozent) mit einem Anstieg von Insolvenzanträgen. Eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) glaubt nicht, dass die Anträge wesentlich zunehmen werden.

Insolvenzgefahr

Die Einschätzung, dass Unternehmen trotz staatlicher Hilfe die Krise nicht überstehen, wird vor allem damit begründet, dass sich die Höhe der Hilfen an falschen Kriterien bemisst (65 Prozent), nicht ausreichend ist (49 Prozent) beziehungsweise sich der Mandant schon vor der Corona-Krise in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befand (42 Prozent), aber auch an der verspäteten Auszahlung der Hilfen (39 Prozent). Diese Relation der am häufigsten genannten Gründe zueinander entspricht der vorherigen Umfragewelle, allerdings auf abgeschwächtem Niveau.

Datev im Hoch Insolvenzgefahr
Datev im Hoch

Decacorn Celonis knackt die Marke

Deutschland hat erstmals ein Decacorn. So werden Start-ups genannt, die mit mindestens zehn Milliarden Dollar bewertet werden. Der Softwareanbieter Celonis ist das erste Unternehmen, das diese Marke geknackt hat.

In einer neuen Finanzierungsrunde beteiligen sich Investoren mit weiteren 820 Millionen Euro, umgerechnet einer Milliarde Dollar. Unter Berücksichtigung dieses Kapitals steigt die Bewertung des Münchener Start-ups auf 9,1 Milliarden Euro, also 11,1 Milliarden Dollar. Der Softwareanbieter ist damit nach Handelsblatt-Informationen das zweitwertvollste Start-up Europas.

Celonis und ein Verprechen

Bastian Nominacher, Alexander Rinke und Martin Klenk haben sich bei einer studentischen Unternehmensberatung in München kennen gelernt und 2011 das Unternehmen gegründet. Die drei Münchener Gründer versprechen, mit ihrer Software die Prozesse in Unternehmen effizienter zu machen. Investoren geben ihnen jetzt eine Milliarde Dollar für eine neue Maschine. Die soll das Management noch weiter automatisieren.

Wieder verkündet ein deutsches Startup eine Mega-Finanzierung. Diesmal nimmt Der Softwareanbieter eine Milliarde Dollar von Investoren ein, um seine rasante Expansion voranzutreiben. Viele Konzerne lassen bereits ihre Abläufe von Celonis durchleuchten und effizienter gestalten. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in diesem Bereich. Zu den Kunden des Startups gehören zahlreiche Großkonzerne wie die Deutsche Telekom, Siemens und die Deutsche Bank, die laut Celonis durch die Verbesserung von Prozessen etwa in der Buchhaltung hohe Summen einsparen konnten. Bei der Lufthansa konnte Celonis demzufolge die Pünktlichkeit der Flüge erhöhen.

Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen

Der Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) startete am 27.04.2021 in eine neue Runde. Der Gründungswettbewerb zeichnet Gründer:innen mit innovativen, digitalen Geschäftsideen aus und unterstützt sie dabei erfolgreiche Start-ups aufzubauen. Allein seit 2010 haben im Wettbewerb prämierte Start-ups mehr als 400 Millionen Euro externes Kapital eingeworben. Dazu gehören beispielsweise der 3D-Druck-Spezialist 3YOURMIND, das IT-Sicherheitsunternehmen VMRay, das Medtech-Start-up deepc und der Business-Softwareanbieter Signavio.

Das Investor Network ist ein exklusives Netzwerk bestehend aus VCs, Business Angels und öffentlichen Kapitalgebern. Ziel ist es, dich als Finanzier mit spannenden, erfolgversprechenden Start-ups in Kontakt zu bringen und dir einen direkten Zugang zu den Preisträger:innen des Wettbewerbs zu ermöglichen. Als Mitglied des Investor Networks informieren wir dich regelmäßig über die neuen Preisträger:innen jeder Wettbewerbsrunde und laden dich zu spannenden Events wie Demo Days, Preisverleihungen sowie (Virtual) Networkings ein.

Mehr Infomationen über Gründungswettbewerb

erfahren Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

KfW: Rückgang bei Existenzgründungen

Corona-Krise führt im Jahr 2020 zu Rückgang bei Existenzgründungen in Deutschland, Chancengründungen steigt auf 80 %.

Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 zurück gegangen, wie eine Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors zeigt. Mit 537.000 Existenzgründungen haben sich 68.000 weniger Menschen selbstständig gemacht als 2019. Das entspricht einem Minus von gut 11 %. Deutliche Rückgänge gab es sowohl bei den Gründungen im Voll- als auch bei denen im Nebenerwerb. Die Zahl der Vollerwerbsgründungen sank um 12 % auf 201.000 (-27.000), die der Nebenerwerbsgründungen um 11 % auf 336.000 (-41.000).

Game-Changer Corona

Nach dem Anstieg der Gründungstätigkeit 2019 hatte sich für 2020 eigentlich ein weiteres Plus angekündigt: Die Quote der Gründungsplanungen, ein wichtiger Indikator für die Gründungstätigkeit im Folgejahr, hatte deutlich zugenommen. Auch die ursprünglich guten Prognosen für Konjunktur und Arbeitsmarkt ließen eigentlich auf eine stärkere Gründungstätigkeit 2020 hoffen. Der Ausbruch der Pandemie hat diese Hoffnung zunichte gemacht. „Der Ausbruch der Corona-Krise war für viele Existenzgründungen ein Game-Changer. Die Eindämmung der Pandemie verlangt harte, wenig planbare Maßnahmen und erzeugt eine hohe wirtschaftliche Unsicherheit. Viele Gründungsinteressierte haben in diesem Umfeld den Start in die Selbstständigkeit zunächst auf Eis gelegt. Die Gründungsquote ist 2020 auf 104 Gründungen je 10.000 Menschen im Alter von 18–64 Jahren gefallen“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Die durch die Corona-Krise schlechtere Arbeitsmarktlage hat entgegen den Erwartungen nicht zu mehr „Notgründungen“ geführt. Im Gegenteil: Gründerinnen und Gründer machten sich häufiger selbstständig, um eine sich bietende Geschäftsgelegenheit wahrzunehmen, wie die Analyse von KfW Research zeigt. Der Anteil dieser „Chancengründungen“ stieg auf 80 % an (2019: 73 %). Zum einen hatten offenbar viele trotz Corona-Krise die Beharrlichkeit, ihre Gründungsidee zu verwirklichen. Zum anderen sind gerade jene Branchen besonders hart von den Anti-Corona-Maßnahmen betroffen, in denen typischerweise viele Notgründungen stattfinden, wie Gastronomie oder Einzelhandel – dies scheint im Corona-Jahr 2020 Notgründungen erschwert zu haben.

Der höhere Anteil an Chancengründungen macht sich auch bei der Gründungsgröße bemerkbar. Der Anteil von Sologründungen mit Beschäftigten hat sich auf 19 % (2019: 15 %) erhöht. Nach wie vor werden Übernahmen und tätige Beteiligungen relativ selten zum Schritt in die Selbstständigkeit genutzt: 8 von 10 Existenzgründungen sind Neugründungen.

Mehr zu KfW

Auf der offiziellen Webseite erfahren Sie mehr

Zukunftsfonds zur Start-up-Finanzierung

Die Bundesregierung stellt zusätzliche 10 Mrd. Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien als Zukunftsfonds bereit. Profitieren werden davon insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase mit einem hohen Kapitalbedarf. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beauftragte die KfW mit der Umsetzung und Verwaltung des Zukunftsfonds.

„Allein der Bund wird für den Zukunftsfonds 10 Mrd. Euro in die Hand nehmen. Gemeinsam mit weiteren privaten und öffentlichen Partnern werden wir damit mindestens 30 Mrd. Euro an Wagniskapital für Start-ups in Deutschland mobilisieren. Mit unseren bestehenden Finanzierungsinstrumenten stellen wir so in den nächsten Jahren zusammen mit privaten Kapitalgebern über 50 Mrd. Euro an Wagniskapital für Start-ups bereit. Das sucht seinesgleichen in Europa und ist auch im internationalen Vergleich ein bedeutender Beitrag.“

Unter dem Zukunftsfonds sollen verschiedene Maßnahmen („Bausteine“) zur Förderung von Zukunftstechnologien gebündelt werden. Die ersten Bausteine können Mitte April starten. Innerhalb des KfW-Konzerns ist KfW Capital mit der Koordination des Zukunftsfonds betraut.
Dazu KfW-Vorstandsvorsitzender Dr. Günther Bräunig: „Innovative Technologieunternehmen werden durch den Zukunftsfonds besseren Zugang zu Kapital erhalten, insbesondere für Wachstumsfinanzierungen. Wir engagieren uns mit eigenen Mitteln in Höhe von über 2 Mrd. Euro, und unsere Beteiligungstochter KfW Capital wird die einzelnen Produktbausteine für den Bund koordinieren.“

Ausbau KfW Capital

KfW Capital erhöht mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds das Zusagevolumen für Venture Capital-Fonds, Growth-Fonds und Venture Debt-Fonds in den nächsten zehn Jahren um rd. 2,5 Mrd. Euro. KfW Capital wird dadurch insbesondere ihren Investitionsfokus auf Wachstumsfinanzierungen von Start-ups ausweiten. Die Beteiligungen von KfW Capital erfolgen weiterhin grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren (pari passu).

Zukunftsfonds

EIF-Wachstumsfazilität

In Anlehnung an die vorhandene ERP/EIF-Wachstumsfazilität wird eine bis zu 3,5 Mrd. Euro große Wachstumsfazilität geschaffen, welche in Wachstumsfonds und in Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Die Beteiligung erfolgt grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie die Investition privatwirtschaftlicher Mitinvestoren (pari passu).

DeepTech Zukunftsfonds

Der bis zu 1 Mrd. Euro anwachsende DeepTech Future Fonds beteiligt sich zu Pari-passu-Bedingungen mit einer längerfristigen Investitionsperspektive direkt an DeepTech-Unternehmen. DeepTech-Unternehmen entwickeln tiefgreifende Innovationen mit erheblichem gesamtwirtschaftlichen Wirkungspotenzial. Die Entwicklung bis zur Markreife ist sehr zeit- und kapitalintensiv. Mit dem neuen DeepTech Future Fonds sollen solche Technologien in Deutschland zur Marktreife gebracht werden.

Die Corona-Lage in roten Zahlen

Umfrage zur Corona-Lage unter 5.651 Selbständigen nach einem Jahr Corona-Pandemie;
Maßnahmen der Politik geben nur einem von acht Selbständigen wirtschaftliche Sicherheit
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Um die Corona-Pandemie in Deutschland einzudämmen, beschlossen Bund und Länder Mitte März 2020 zuerst weitgehende Einschränkungen für das öffentliche Leben. Anschließend erlebt Deutschland trotz steigender Zahlen die ersten Öffnungsschritte. Seit Beginn der Pandemie ist ein Jahr vergangen, das vor allem Kleinunternehmer:innen und Selbständige vor große Herausforderungen gestellt hat. Eine aktuelle Umfrage des Freiburger Softwareunternehmens Lexware im März 2021 unter 5.651 Selbständigen zeigt, welche Auswirkungen die Pandemie auf Unternehmer hat und wie die staatlichen Hilfen bisher ankommen.

Wenn der Umsatz sinkt: Fast jede:r Dritte greift auf Altersvorsorge zurück

Das wirtschaftliche Resultat nach einem Jahr mit Corona? Auf den ersten Blick überraschend positiv: Rund 85 Prozent (84,9 %) der befragten Unternehmer:innen sind trotz Umsatzeinbußen aktuell noch zahlungsfähig. Das ergab eine aktuelle Lexware-Umfrageunter 5.651 Selbständigen im März 2021. Nicht allerdings ohne dabei auf private finanzielle Rücklagen zurückzugreifen. 30,5 Prozent der aktuell noch zahlungsfähigen Selbständigen gehen davon aus, in den nächsten 12 Monaten auf die für ihre Altersvorsorge vorgesehenen Ersparnisse zurückgreifen zu müssen. Rund jeder Neunte (10,9 %) rechnet sogar damit, binnen eines Jahres die Selbstständigkeit komplett aufgeben zu müssen. Junge Unternehmen trifft es dabei besonders hart: Über die Hälfte der Selbständigen (56,4 %), deren Existenzgründung nach 2018 erfolgte, mussten privat finanzielle Einbußen erleiden.

Ein Grund dafür sind die Umsatzeinbußen: Jeder fünfte Selbständige (19,8 %) verzeichnet einen monatlichen Umsatzrückgang von über 75 Prozent. In den vom Lockdown besonders betroffenen Branchen liegt der Anteil deutlich darüber: Bei den Gastronomen etwa geben 6 von 10 (58,1 %) einen Umsatzrückgang über 75 Prozent an, davon rund die Hälfte hat aktuell sogar keinerlei Umsätze. Auch Unternehmen im Bereich Touristik, Sport und Freizeit müssen deutlich mehr Einbußen hinnehmen: 58,5 Prozent haben Umsatzeinbußen über 75 Prozent.

Weiterhin zu spät und wenig hilfreich: Note 3,9 für Corona-Hilfen

Mit Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 bietet die Regierung Selbstständigen unterschiedliche staatliche Hilfen zur Unterstützung an. Als hilfreichstes Instrument zur Schadensbegrenzung gilt dabei das Kurzarbeitergeld, das am häufigsten mit der Note sehr gut (11 %) oder gut (8 %) bewertet wurde. In Summe scheint die staatliche Unterstützung für Selbstständige aber eher ernüchternd zu sein: So bewerten alle Befragten, die mindestens eine staatliche Hilfsmaßnahme beantragt haben, die angebotenen Hilfen durchschnittlich mit Note 3,9. Ein wenig überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Befragten die staatliche Corona-Hilfen bis dato noch gar nicht oder nur teilweise erhalten hat (57,3 %). Allein die Novemberhilfe hat 47,2 Prozent der Befragten noch nicht oder nur teilweise erreicht. Um dennoch weiterhin zahlungsfähig zu bleiben, haben Unternehmer:innen selbst einige praktische Maßnahmen ergriffen – die Top 3:

  1. Rechnungen schreiben (15,5 %) und Kurzarbeit einführen (15,2 %)
  2. Eingangsrechnungen später bezahlen (12,6 %)
  3. Steuervorauszahlungen (11,5 %)

Damit kommen nach einem Jahr Corona-Pandemie rund 2 von 3 Befragte (63 %) zu dem Ergebnis, dass es der Politik weitestgehend nicht gelungen sei, mit ihren Maßnahmen wirtschaftliche Sicherheit zu vermitteln. In einer vergleichbaren Befragung während des ersten Lockdowns im April 2020 sagte das jede:r zweite (51,3 %) Selbständige. Somit ist der Anteil binnen eines Jahres um rund 24 Prozent gestiegen. Nur einer von acht Selbständigen (13,2 %) ist hingegen der Meinung, die Vermittlung wirtschaftlicher Sicherheit sei der Politik „eher schon“ oder „vollkommen“ gelungen – 2020 waren dieser Überzeugung noch 25,8 Prozent und somit knapp doppelt so viele.

Neben der schleppenden Auszahlung zugesagter Hilfen ist ein weiterer möglicher Grund für die geringe Zufriedenheit mit den staatlichen Maßnahmen die Tatsache, dass Selbständige sich gegenüber Angestellten benachteiligt fühlen: 67,3 Prozent sehen sich insgesamt eher oder viel schlechter gestellt. Vor einem Jahr sagten das mit 41 Prozent deutlich weniger, während sich ebenso viele (39,9 %) sogar eher oder deutlich besser gestellt sahen. Dieser Anteil liegt 2021 nur noch bei 5,3 Prozent. Ein nicht nur soziales, sondern auch wirtschaftlich fatales Ungleichgewicht, das es nach Jörg Frey, Geschäftsführer der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, dringend aufzulösen gilt. „Kleinunternehmer, Selbständige und Freiberufler sind der Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft. Sie sind der Motor für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft, den es schnellstmöglich wieder anzukurbeln gilt. Dafür braucht es von Seiten der Politik vor allem finanzielle Unterstützung, die ankommt, und Planungssicherheit. Mit der aktuellen Umfrage wollen wir Selbständigen eine Stimme geben und dazu beitragen, dass ihre derzeitige Lage mehr Aufmerksamkeit im öffentlichen Diskurs erhält“, so Frey.

Wandel durch die Krise: Neue, digitale Geschäftsmodelle

Bei allen Herausforderungen und existentiellen Unsicherheiten gibt es einen positiven Aspekt der Krise: Die dringend notwendige digitale Transformation und Flexibilisierung von KMU hat an Fahrt aufgenommen. 16,6 Prozent der befragten Selbstständigen haben die Krise zum Anlass genommen, ihr Angebot, ihr Geschäftsmodell oder ihre Zielgruppe anzupassen. Gegenüber 2020 hat sich unter diesen der Anteil der Unternehmen verdoppelt, die angeben, dass sie Änderungen an ihrem Business dauerhaft vornehmen: von 10,2 Prozent 2020 auf 22,9 Prozent 2021. Der Anteil derer, die Änderungen nur vorübergehend vornehmen, ist nahezu konstant geblieben und hat sich um 1,4 Prozentpunkte auf 28,3 Prozent verringert.

Auch im Bereich der Digitalisierung hat die Krise eine Katalysatorfunktion eingenommen: 46,2 Prozent geben an, dass sich der Digitalisierungsgrad in mindestens einem der Bereiche Produkte/Dienstleistungen, interne Geschäftsprozesse und Kundenberatung/Vertrieb erhöht habe. Im April 2020 sagten das 31 Prozent der Befragten. Am häufigsten wurden interne Geschäftsprozesse digitalisiert, das gaben 30,5 Prozent an. Der Grad der Digitalisierung bei Kundenberatung/Vertrieb hat sich bei rund 3 von 10 Befragten (28,2 %) erhöht, bei Produkten/Dienstleistungen bei rund jedem Vierten (24,4 %). „Langfristig ist kein Geschäftsmodell erfolgreich – Unternehmen hingegen schon, wenn sie rechtzeitig neue Wege gehen.

Gerade jetzt, nicht trotz, sondern wegen der Krise, ist es an der Zeit, die digitale Transformation anzugehen. Viele haben das erkannt und mit der Digitalisierung interner Prozesse den Anfang gemacht. Wer auf moderne Cloud-Lösungen und end2end-Prozesse setzt, kann Kosten senken, Fehler reduzieren und schafft sich dank Automatisierung Freiräume für wertschöpfende Tätigkeiten“, so Christian Steiger, Geschäftsführer der Haufe-Lexware.

KfW Capital 2020: verlässlicher Partner

Trotz Pandemie: planmäßige Erhöhung der ERP-VC-Fondsinvestments auf 184 Mio. EUR. Wichtiger Stabilisator: Konstruktion und Durchführung der 1. Säule der Start-up-Hilfen des Bundes

KfW Capital konnte im herausfordernden Jahr 2020 seine Rolle als verlässlicher Partner für den VC-Markt weiter ausbauen: Die Zusagen des Geschäftsfeldes beliefen sich insgesamt auf 871 Mio. EUR (inkl. Zusagen des Europäische Investitionsfonds (EIF) im Rahmen des Corona-Maßnahmenpakets des Bundes für Start-ups).

Das Zusagevolumen im Programm „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“, das KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens durchführt, konnte dabei planmäßig von rd. 155 Mio. EUR um rd. 19 % auf 184 Mio. EUR gesteigert werden. Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr weitere zwölf, in Deutschland investierende VC-Fonds Investmentzusagen. Damit bewegt sich KfW Capital auf dem angestrebten Ausbaupfad. „Zusätzlich zu den Corona-Maßnahmen haben wir über das gesamte Jahr wie geplant investiert. Erfreulicherweise haben wir viele, sehr professionelle VC-Fonds gesehen, die Start-ups und innovative Wachstumsunternehmen in Deutschland schätzen“, sagt Dr. Jörg Goschin, der gemeinsam mit Alexander Thees KfW Capital als Geschäftsführer leitet.

KfW Capital strukturierte außerdem gemeinsam mit der KfW und in Abstimmung mit dem Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium ab Anfang April die

  1. Säule der Start-up-Hilfen des Bundes, zu der u.a. die Corona Matching Fazilität gehört, und führte das Hilfsprogramm ab Mitte Mai gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) durch. „Die Säule 1 der Start-up-Hilfen des Bundes ist gut angenommen worden und war im Jahr 2020 ein wichtiger Stabilisator für den insbesondere in den ersten Monaten der Pandemie verunsicherten VC-Markt“, sagt Alexander Thees, Geschäftsführer von KfW Capital.

Per 31.12.2020 wurden bei KfW Capital und dem EIF rd. 685 Mio. EUR (inkl. High-Tech Gründerfonds, exklusive ERP-Startfonds) vertraglich zugesagt; inkl. des ERP-Startfonds lag das Volumen zum Jahressende bei 714 Mio. EUR. Die VC-Fonds wollen die Corona-Hilfen zusammen mit weiterem Kapital in rund 300 Start-ups und innovative Wachstumsunternehmen in Deutschland investieren.

Das gesamte Portfolio der VC-Fondsinvestments bestand zum Jahresende 2020 aus 46 Fonds. Bei 781 Mio. EUR zugesagtem Kapital beläuft sich das kumulierte Volumen dieser in Deutschland investierenden VC-Fonds auf mehr als 10 Mrd. EUR. Insgesamt haben die VC-Fonds damit bereits mehr als 1100 Start-ups und junge Technologieunternehmen finanziert. Unter den Fonds sind sowohl etablierte Folgefonds als auch First-Time-Fonds. Rund 70 % des Fondsvolumens von KfW Capital haben ihren Fokus auf ICT, Life Science, Industrial Tech; etwa 30 % investieren branchenübergreifend.

Mehr über KfW Capital

erfahren Sie auf der offiziellen Webseite.

Award-Gewinner mit Weißbier aufs Treppchen

Als Award-Gewinner des Franchise Management Award 2020 lässt Lars Eckart, Geschäftsführer der Paulaner Franchise & Consulting GmbH, aus Anlass der gestrigen Siegerehrung nichts anbrennen: Im Smoking mit Paulaner Bier-Dekoration im Hintergrund prostete Eckart den Teilnehmern der Videokonferenz zur Preisverleihung standesgemäß mit einem frischen Paulaner Weißbier zu.

Der Erfolg von Paulaner verlief bislang unter dem Radar der hiesigen Franchise-Community. Mit der Umwandlung eines Lizenz- in ein Franchise-System schuf Lars Eckart die Basis für die weitere Internationalisierung, der einst in Peking Premiere feiernden Wirtshaus-Kette. Das erste Paulaner Franchise-Wirtshaus in Deutschland eröffnete zu Jahresbeginn 2020 am Potsdamer Platz in Berlin.

Award-Gewinner: Weißbierglas des Triple-Gewinners

Jetzt wusste der Gold-Medaillen-Gewinner gar von fünf Paulaner Bräuhäusern in Shanghai und einer Eröffnung in Macao zu berichten. Sein Erfolgsgeheimnis für das Paulaner Bräuhaus Franchise-System: Alle Franchise-Partner und Locations werden vom Chef persönlich begutachtet. Nicht unerwähnt bleiben musste, dass Eckarts Siegestrunk eigens aus einem Weißbierglas des Triple-Gewinners FC Bayern München (Paulaner ist Sponsor) stattfand, aus dem zum Champions-League-Sieg Goalgetter Robert Lewandowski einen tiefen Siegesschluck nahm.

+++Siegerehrung Franchise Management Award 2020 +++

Die Gold-Medaille geht an Lars Eckart von Paulaner

In einer Videokonferenz wurden gestern die Sieger des Franchise Management Award 2020 von der Jury geehrt. Moderator und Jury-Mitglied Reinhard Wingral hielt die Laudatio für die erste Siegerehrung: “Lars Eckarts persönliche Eigenschaften, die in der Führung von Franchisesystemen von elementarer Bedeutung sind, um Akzeptanz und Vertrauen bei den Partnern zu haben, sind positiv zu bewerten. Durch die Erfahrungen in unterschiedlichen Branchen ist er aus meiner Sicht ein sehr „kompletter“ Franchise-Manager mit ganzheitlichem Denken.”

Franchise Management Award 2020

In Anwesenheit von DFV-Ehrenpräsident Dr. h.c. Dieter Fröhlich, Inhaber von Musikschule Fröhlich, wurde auch Mario C. Bauer, neuer und alter Chef beim krisengeschüttelten Gastro-System Vapiano, für die Bronze-Medaille gelobt:“Seine erfolgreiche Arbeit bei Vapiano bis 2017 ist unstrittig. Die Kombination aus theoretischem Background, umfassende Praxiserfahrung und dem unternehmerischen Drive überzeugen. Um die von der Investorengruppe übernommenen Vapiano-Betriebe wieder stabil auf die Erfolgsspur zu bringen, ist er die bestmögliche Besetzung.”

Die beiden Silber-Medaillen-Gewinner Anja Roske, Nordsee, und Thomas Klaffke von Tank + Rast, waren aus terminlichen Gründen verhindert. Ausführliche Fortsetzung.