DATEV: Insolvenzgefahr rückläufig

Coronahilfen unberechenbar
Coronahilfen unberechenbar
Das DATEV Corona-Barometer weist niedrigstes Risiko für Unternehmen seit Beginn der Pandemie aus

Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 befragt DATEV ihre Mitglieder aus dem steuerberatenden Berufsstand über die Auswirkungen und die Insolvenzgefahr der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Situation in ihren Kanzleien und bei ihren mittelständischen Unternehmenskunden. In der jüngsten Befragung ist eine erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen. Der durchschnittliche Anteil an Unternehmen, die ohne staatliche Hilfen als existenzgefährdet eingestuft werden, hat sich im Vergleich zur vorherigen Umfragewelle (Februar 2021) von 27 Prozent auf 13 Prozent mehr als halbiert. Der Anteil der befürchteten Marktaustritte trotz staatlicher Hilfen ging von vier Prozent auf zwei Prozent zurück. „Im Zuge der aktuellen, fortschreitenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Gefährdungslage in vielen Bereichen deutlich entspannt“, so Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG. „Die Werte stellen den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im April 2020 dar.“

Bisher berichten nur zwei Prozent der Kanzleien über Insolvenzanträge ihrer Unternehmenskunden nach dem Auslaufen der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht zum 30. April. Meist sind lediglich vereinzelte Unternehmen betroffen. Auch perspektivisch rechnet nur rund jede fünfte Kanzlei (19 Prozent) mit einem Anstieg von Insolvenzanträgen. Eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) glaubt nicht, dass die Anträge wesentlich zunehmen werden.

Die Einschätzung, dass Unternehmen trotz staatlicher Hilfe die Krise nicht überstehen, wird vor allem damit begründet, dass sich die Höhe der Hilfen an falschen Kriterien bemisst (65 Prozent), nicht ausreichend ist (49 Prozent) beziehungsweise sich der Mandant schon vor der Corona-Krise in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befand (42 Prozent), aber auch an der verspäteten Auszahlung der Hilfen (39 Prozent). Diese Relation der am häufigsten genannten Gründe zueinander entspricht der vorherigen Umfragewelle, allerdings auf abgeschwächtem Niveau.

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