Wachstumsfonds Deutschland erreicht beeindruckende 1 Milliarde Euro zur Stärkung des Venture Capital-Ökosystems“

  • Venture Capital (VC)-Dachfonds als zentraler Baustein des Zukunftsfonds der Bundesregierung
  • Mobilisierung privaten Kapitals für die Assetklasse VC; Stärkung für den Innovationsstandort Europa und Deutschland
  • Zielvolumen von 1 Mrd. Euro erreicht
  • Über 20 Investoren beteiligen sich neben dem Zukunftsfonds sowie KfW Capital

Der „Wachstumsfonds Deutschland“ hat sein ehrgeiziges Zielvolumen von 1 Milliarde Euro erfolgreich erreicht und trägt damit maßgeblich zur Stärkung des europäischen und deutschen Venture Capital-Ökosystems bei. Dieser Meilenstein markiert einen bedeutenden Schritt im Rahmen des Zukunftsfonds der Bundesregierung und stellt einen der größten VC-Dachfonds dar, der je in Europa aufgelegt wurde.

Der Fonds wird durch eine breite Palette von Investoren unterstützt, darunter neben dem Bund und KfW Capital auch mehr als 20 namhafte institutionelle Investoren wie die Allianz, BlackRock, Debeka, Generali Deutschland AG, Gothaer Versicherung und weitere. Diese Gruppe umfasst Versicherungen, Versorgungswerke, Stiftungen, Vermögensverwalter und große Family Offices.

kfw-logo

Die Schlüsselrolle des ‚Wachstumsfonds‘ für den Innovationsschub in Europa und Deutschland

Der Hauptzweck des „Wachstumsfonds Deutschland“ besteht darin, in deutsche und internationale VC-Fonds zu investieren, die ihren Fokus auf Europa und Deutschland legen. Dies ermöglicht Start-ups und innovativen Technologieunternehmen den Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital und stärkt gleichzeitig den Innovationsstandort in Europa und Deutschland. KfW Capital spielt dabei eine zentrale Rolle als Anlagevermittler und Anlageberater, während die Verwaltung des Fonds durch die Fonds-Service-Plattform Universal Investment Gruppe erfolgt.

Was den „Wachstumsfonds Deutschland“ besonders auszeichnet, ist seine einzigartige Struktur, die aus zwei parallel laufenden Investmentvehikeln besteht, um den unterschiedlichen Risikopräferenzen der Investoren gerecht zu werden. Die Struktur des Fonds wurde maßgeblich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und seinen Mitgliedsunternehmen mitgestaltet.

Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, betonte die Bedeutung dieses Erfolgs: „Es spricht für die Stärke des deutschen Wirtschaftsstandortes, dass der Wachstumsfonds Deutschland mit seinem innovativen Modell auch in einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld dieses Ziel erreicht hat. Der Wachstumsfonds leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Start-up-Strategie vom Juli 2022 und zur Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandortes Deutschland.“

Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen, hob die Bedeutung des Fonds hervor: „Der Wachstumsfonds Deutschland bietet Investorinnen und Investoren einen hervorragenden, breiten und diversifizierten Zugang zum europäischen und deutschen Wagniskapital. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie Staat und Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen können, wie Kapital aus dem Privatsektor freigesetzt und wie Wachstum geschaffen werden kann.“

Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe und Aufsichtsratsvorsitzender von KfW Capital, betonte die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privaten Investoren: „Mit dem Wachstumsfonds Deutschland ist es gelungen, eine marktfähige Struktur zur Mobilisierung von privatem Kapital aufzusetzen. Dieser Fonds ist ein großartiges Beispiel, wie die öffentliche Hand und private Investoren gemeinsam das VC-Ökosystem in Deutschland bzw. Europa stärken können.“

Dirk Schmitz, Country Head of Germany, Austria and Eastern Europe & Regional Head of DACH bei BlackRock, sagte: „Wir sind stolz darauf, Teil des Wachstumsfonds Deutschland zu sein, der dazu beiträgt, das europäische und deutsche Venture Capital-Ökosystem zu stärken.“

Ralf Degenhart, Finanzvorstand der Debeka, betonte die Bedeutung der privaten Investorenbeteiligung: „Die Debeka freut sich, sich als privater Investor am Wachstumsfonds Deutschland zu beteiligen und damit das innovative Unternehmertum in Deutschland zu unterstützen.“

Ulrich Ostholt, Chief Investment Officer Generali Deutschland AG, betonte die Bedeutung des Fonds für den Innovationsstandort: „Der Wachstumsfonds Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Innovationsstandorts Deutschland und Europa.“

Dr. Sofia Harrschar, Head of Alternative Investments & Structuring, Universal Investment Gruppe, erklärte: „Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit KfW Capital gelungen ist, eine passgenaue Lösung für die unterschiedlichen Investorengruppen zu entwickeln, die trotz der nicht einfachen Marktbedingungen in 2023 so gut angenommen wurde. Wir ermöglichen institutionellen Investoren damit den Einstieg in die innovative Assetklasse Venture Capital.“

Der „Wachstumsfonds Deutschland“ konzentriert sich auf deutsche und europäische VC-Fonds mit Schwerpunkt auf Later Stage-Unternehmen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Science sowie Climate- and Food Tech. Bereits nach dem ersten Closing im Dezember 2022 hat der Fonds mit Investitionen in 16 VC-Fonds und einem Gesamtvolumen von 265 Millionen Euro begonnen.

Dieser Erfolg des „Wachstumsfonds Deutschland“ unterstreicht die wachsende Bedeutung von Venture Capital für den deutschen und europäischen Innovationsmarkt und zeigt, wie die Kooperation zwischen privaten und öffentlichen Akteuren dazu beitragen kann, die Zukunft des VC-Ökosystems zu stärken und Wachstum zu fördern.

KfW Capital ist Koordinator des „Zukunftsfonds“ („Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien“). Bis zum Jahr 2030 stehen für den quantitativen Ausbau und die qualitative Erweiterung bestehender Finanzierungsangebote sowie die Entwicklung neuer Instrumente rd. 10 Mrd. EUR zur Verfügung. Darüber hinaus beteiligt sich das ERP-Sondervermögen finanziell an mehreren Instrumenten des Zukunftsfonds. Gemeinsam mit weiteren privaten und öffentlichen Partnern wird das VC-Ökosystem durch den Zukunftsfonds mit seinen verschiedenen Modulen nachhaltig gestärkt. KfW Capital koordiniert die einzelnen Bausteine des Zukunftsfonds gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium der Finanzen sowie der KfW, dem Europäischen Investmentfonds (EIF) dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie dem Deep Tech and Climate Fund (DTCF). Aktuell besteht der Zukunftsfonds bereits aus acht Bausteinen.

Weitere Informationen

www.kfw-capital.de/Investmentfokus/Zukunftsfonds

Test für Franchise-Systeme

Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, Partner eines Franchise-Systems zu werden, kann in der Vielzahl der angebotenen Systeme schnell den Überblick verlieren. Rund 1.000 Franchise-Systeme bieten nach Angaben des DFV ihr jeweiliges Konzept in Deutschland an und der Markt wächst kontinuierlich. Wie überall lauern auch in der Franchise-Wirtschaft schwarze Schafe, die sich vor allem mit Franchisegebühren bereichern wollen. Um sich vor diesen zu schützen, sollten vor dem endgültigen Entschluss für ein System einige Qualitätsfaktoren im Franchise-Test überprüft werden, mit denen sich leicht die Spreu vom Weizen trennen lässt. Das weiß auch Benjamin Dawo und ist Teil einer erfolgreichen Nachfolgegeschichte bei Town & Country Franchise.

Wer sich mit einer Franchise-Partnerschaft selbständig machen möchte, der muss sich zu Beginn ausführlich über potentielle Franchise-Geber und die verschiedenen Systeme informieren. Dabei ist es hilfreich, wenn man direkt am Anfang entscheidet, welche Branchen für den Sprung in die Selbständigkeit infrage kommen und die Auswahl einschränkt. Im weiteren Verlauf gilt es einige Punkte zu überprüfen, an denen sich die Seriosität der Franchise-Geber und der Erfolg von Systemen ablesen lassen.

Das Geschäftskonzept durchleuchten

Im Internet lässt sich schon einiges über die verschiedenen Franchise-Konzepte herausfinden. Um einen wirklich detaillierten und fundierten Eindruck zu erhalten, sollte man jedoch einen Blick in die Firmenunterlagen werfen. Erfolgreiche Systeme haben in der Regel kein Problem damit, sich gegenüber potenziellen Franchise-Nehmern transparent zu zeigen und über die Unternehmensentwicklung und Strategie zu informieren. Verhält sich ein Franchise-Geber hier ausweichend, ist das durchaus ein erster Grund zur Skepsis. „Uns ist es wichtig, dass potenzielle Franchise-Nehmer das Unternehmen gleich richtig kennenlernen. Darum laden wir sie sehr schnell zu einer zweitägigen Informationsveranstaltung zu uns nach Behringen ein, wo wir persönlich über das Konzept und die Entwicklungen von Town & Country Haus informieren“, erklärt Benjamin Dawo, Prokurist bei Town & Country Haus. www.franchising-network.de mehr

Investitionen in deutsche Startups sind in der zweiten Jahreshälfte stark zurückgegangen

  • Die Höhe des Investitionsvolumens und die Zahl der Startup-Finanzierungsrunden sind im Vergleich zum Vorjahr um -46 % bzw. -29 % zurückgegangen 
  • Am stärksten war der Rückgang bei Investitionen über 250 Millionen Dollar: die Zahl der Finanzierungsdeals ist hier von 14 auf 6 gesunken 
  • Während die Finanzierungssummen und -runden in der Seed-Phase, Series A und Series B von 2020 zu 2021 noch sehr stark gestiegen waren, sind sie in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben
  • Zahl der Venture-Capital-Fonds über die letzten Jahre gestiegen: weiterhin Marktkapital (“Dry Powder”) für deutsche Startups vorhanden

Berlin, 20. Dezember 2022: Nach einem Boom-Jahr in 2021, hat sich der Venture-Capital-Markt in der zweiten Jahreshälfte 2022 stark abgekühlt. Dies belegt eine Auswertung des technologie- und datengetriebenen Venture-Capital-Unternehmens Morphais VC – basierend auf den Daten von Dealroom. Hierbei zeigt die Auswertung der Daten vom 1. Januar bis 30. November 2022, dass der Gesamtwert der Investitionen in deutsche Startups im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um -46 % auf 11,9 Milliarden Dollar gefallen ist, die Zahl der Finanzierungsdeals um -29 % auf 1.137 Deals. Der große Einbruch am VC Markt geschah hierbei vor allem in der zweiten Jahreshälfte: 

„Geopolitische Spannungen, Inflation, Zinserhöhungen sowie die Angst vor einer Rezession haben insbesondere in der zweiten Jahreshälfte für ein sehr zögerliches Investmentverhalten gesorgt,” resümiert Eva-Valérie Gfrerer, CEO & General Partner von Morphais VC. 

Stärkster Rückgang in der Later-Stage-Phase

Am stärksten war der Rückgang bei Finanzierungsrunden über 250 Millionen Dollar. Hier sind die Finanzierungssummen und -runden am deutlichsten zurückgegangen. Während es im vergangenen Jahr noch 14 Finanzierungsdeals mit einem Volumen von über 250 Millionen Dollar gab, waren es in diesem Jahr gerade einmal 6 Unternehmen, die eine solch hohe Summe einsammelten. Damit ist die Zahl der Top-Deals um mehr als 50% gefallen. 

Bildcredits_Morphais VC_Grafik2

Die Gesamtinvestitionssumme ist zudem bei den Top-Finanzierungsrunden von knapp 10 Milliarden Dollar auf 2,2 Milliarden Dollar gesunken (-78 %). Während 2021 noch 8 Unternehmen mehr als 500 Millionen Dollar einsammeln konnten, wurde dies in 2022 von keinem Startup erreicht. 

Die Daten zeigen außerdem, dass 2021 einige Startups schon in einer recht frühen Phase hohe Summen zu sehr hohen Bewertungen eingenommen haben. Beispielsweise erhielten junge Lieferplattformen bereits in der Series B und Series C Investmentsummen von jeweils mehr als 500 Millionen Dollar. Hingegen zeigte sich in diesem Jahr, dass einige dieser Startups ihre Bewertung in sogenannten “Downrounds” nach unten korrigieren mussten. 

Auch bei Finanzierungsrunden, mit einem Volumen von 100 bis 250 Millionen Dollar, wurde ein Rücklauf verzeichnet. Hier ist die Investitionssumme zwischen Januar und November auf 2,9 Millionen Dollar gefallen. Dies sind 38 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Gezählt wurden zudem nur 19 Finanzierungsdeals zwischen Januar und November 2022. Im Vorjahreszeitraum 2021 waren es hingegen noch 33. 

Rückgang des Finanzierungsvolumens auch in der Pre-Seed-Phase

Zwischen Januar und November dieses Jahres wurde in der Pre-Seed-Phase mit 51 Millionen Dollar deutlich weniger investiert als im Vorjahreszeitraum (-37 %). Die Zahl der Finanzierungsrunden hat sich nach aktueller Datenlage sogar um -48 % reduziert: Während zwischen Januar und November 2021 noch 953 Finanzierungsrunden im Pre-Seed-Bereich gezählt wurden, waren es in diesem Jahr gerade einmal 498 Finanzierungsrunden*.

Bildcredits_Morphais VC_Grafik2 Startups

Etwas besser sah es hingegen in der Seed-Phase, Series A und Series B aus. In der Seed-Phase ist das Investitionsvolumen deutscher Startups im Vergleich zum Vorjahreszeitraum marginal um -1 % gesunken, in der Series A und Series B ist das Finanzierungsvolumen sogar um 13 % bzw. 12 % gestiegen. Hierbei muss allerdings auch beachtet werden, dass die Finanzierungssummen und -runden in der Seed-Phase, Series A und Series B von 2020 zu 2021 noch sehr stark gestiegen waren, in diesem Jahr hingegen nur konstant geblieben sind. Darüber hinaus flossen noch im Dezember 2021 hohe Investitionsummen in der Series A und B, was dieses Jahr nicht mehr zu erwarten ist. 

„In den letzten Monaten hat sich der Markt für Risikokapital sehr verändert. VCs schauen nun genau hin, wo sie ihr Geld einsetzen. Gleichzeitig ist jetzt die perfekte Zeit, um frühzeitig in junge Unternehmen zu investieren. Der Markt bietet aktuell sehr attraktive Einstiegsbedingungen in vielversprechende Startups. Wer jetzt investiert, fördert nicht nur die talentiertesten Gründer*innen von Morgen, sondern profitiert auch von langfristig guten Renditen, sobald der makroökonomische Gegenwind nachgelassen hat,“ sagt Eva-Valérie Gfrerer, CEO & General Partner von Morphais VC. 

Weiterhin Kapital am Markt vorhanden, insbesondere in kleineren Fonds 

Obwohl VCs vor allem in der zweiten Jahreshälfte weniger investiert haben, verfügen sie noch immer über einen großen Pool an Kapital, denn die Zahl neu aufgelegter Fonds wie auch die Fondssummen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr wurden 58 neue Investmentfonds in Deutschland gezählt – und damit sogar noch ein Fonds mehr als im Boomjahr 2021. Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl neu angelegter Fonds um 42 % gestiegen. Dabei haben viele der Fonds, die 2022 geschlossen wurden, noch vom Marktumfeld der Vorjahre profitiert. Die lockere Geldpolitik zur Abwendung einer wirtschaftlichen Krise während der Pandemie und negative Realzinsen führten zu niedrigen Kapitalkosten für LP’s, Startups und Investor*innen. 

Im Rückblick zeigt sich zudem, dass auch die Fondsvolumen seit 2020 weiter gestiegen sind. So lag die Gesamtsumme neu aufgelegter Fonds in 2019 bei 4,4 Milliarden Dollar, in 2020 bei 11 Milliarden Dollar, in 2021 bei 17,8 Milliarden Dollar. In diesem Jahr wurden zwischen Januar und November nochmals 14,7 Milliarden Dollar von VC Fonds eingesammelt. Dabei umfassen die VC Fonds sowohl Folgefonds bestehender VC Firmen, als auch Corporate VCs und First-Time-Fonds.

Auch interessant: Frisches Kapital für weniger Lebensmittelabfälle – Bayern Kapital investiert erneut in KI- und FoodTech-Start-up Delicious Data

Vor allem kleine Fonds mit einem Volumen von unter 50 Millionen Dollar sind zahlreicher und besser gefüllt als je zuvor. In diesem Jahr wurde bisher 16 % mehr in kleinere Fonds investiert als in 2021 (von 182 Millionen auf 211 Millionen Dollar). 

„Wir sehen, dass noch viel Kapital am Markt vorhanden ist. Dennoch sollten sich Gründerteams bewusst sein, dass Investor*innen zurückhaltender geworden sind und die Beschaffung von Startkapital im kommenden Jahr deutlich länger dauern kann. Während es in den Boom-Jahren 2020 und 2021 teilweise nur wenige Monate dauerte um eine Finanzierungsrunde zu schließen, sollten Gründer*innen jetzt ein halbes Jahr oder noch länger für den Fundraising-Prozess einplanen. Zudem sollte auch in 2023 der Fokus weiter auf Effizienz und Profitabilität liegen,“ so Eva-Valérie Gfrerer, CEO & General Partner von Morphais VC. 

Die Top-Startup-Deals in Deutschland 2022  

Die größten Deals mit 400 Millionen Dollar erhielten in diesem Jahr das Münchener Deep-Tech-Startup Celonis und das Berliner Insurtech-Startup WeFox. In die Liste mit den Top-Deals kommen außerdem die deutschen Startups Onefootball ($300 Mio.), Trade Republic ($250 Mio.) Forto ($250 Mio.), Taxfix ($220 Mio.), H2gen AG ($220 Mio.), 1Kommas ($220 Mio.), Personio ($200 Mio.) und Coachhub ($200 Mio.). 

*Fußnote: Gerade im Pre-Seed Bereich werden nicht alle Deals zeitnah veröffentlicht. Dadurch kann es zu einer Reporting-Verzögerung kommen, sodass die Lücke zum Vorjahr möglicherweise etwas kleiner ist, als momentan von Dealroom berichtet.

Über die Datenauswertung: 

Die vorliegende Analyse basiert auf den Daten von Dealroom. Die Vorjahresvergleiche beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. November 2022  – wenn nicht anders angegeben. Die Daten umfassen hierbei u.a. Investitionen von VCs, Business Angels, Corporate VCs und öffentlichen Fonds. 

VC Investitionen fließen überwiegend in Startups. Startups sind wachstumsorientierte Unternehmen, die jünger als 15 Jahre sind. In Einzelfällen fließen VC Investitionen auch in Unternehmen, die älter als 15 Jahre sind.

Über Morphais VC:  

Morphais VC ist ein Early-Stage Quant VC, der eine eigene KI-Technologie entwickelt hat, um europaweit in talentierte Tech-Gründer*innen zu investieren. Gegründet wurde Morphais VC von Eva-Valérie Gfrerer als Reaktion auf voreingenommene und ineffiziente Entscheidungsprozesse in der Venture-Capital-Branche. Aufgrund subjektiver Entscheidungen erhalten sehr talentierte Gründer*innen oft keinen Zugang zu Kapital. Mit einem daten- und technologiebasierten Investitionsansatz reduziert Morphais VC menschliche Fehler bei Investitionsentscheidungen und verteilt Risikokapital effizienter, genauer und vielfältiger. Das Team von Morphais VC beschäftigt Investmentmanager, Wissenschaftler, und Research-Experten. Im März 2022 launchte der Berliner Frühphaseninvestor seinen ersten Tech-Fond.

Cloudbrixx erhält siebenstelligen Betrag von Investoren

– Finanzierung der weiteren Unternehmens- und Produktentwicklung
– Kapitalgeber mit hoher Immobilien- und Branchenaffinität
– PropTech setzt Wachstumskurs fort

Frankfurt – Das Frankfurter PropTech Cloudbrixx hat eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und sein Wachstumsziel für das Jahr 2022 bestätigt. Mehrere branchenerfahrene Privatinvestoren, ein Immobilienunternehmen sowie ein Family Office haben dem Unternehmen einen siebenstelligen Euro-Betrag zur Verfügung gestellt.

„Im aktuellen Finanzierungsumfeld ist besonders bemerkenswert, dass wir auch neue hochkarätige Investoren von unserem Geschäftsansatz und seinen Ertragschancen überzeugen konnten“, sagt Marc Mockwitz, Geschäftsführender Gesellschafter Vertrieb von Cloudbrixx. Helge Winter, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter, ergänzt: „Wir sehen das Engagement unserer Partner als Vertrauensbeweis für unsere Wachstumsstory und freuen uns darauf, zusammen mit unseren Gesellschaftern und unserem stark wachsenden Kundenkreis die Digitalisierung der Immobilienbranche fortzusetzen.“

Foto Helge Winter (c) Cloudbrixx
Foto Helge Winter (c) Cloudbrixx Quelle: Cloudbrixx

Cloudbrixx wird das bereitgestellte Kapital ausschließlich zur Expansionsfinanzierung nutzen, um die stark steigende Nachfrage nach seinen cloudbasierten Modulen für Bau- und Immobilienmanagement zu bedienen. Den wachsenden Effizienzdruck bei Entwicklern und Bestandshaltern sieht Cloudbrixx als Innovationstreiber für die Digitalisierung in der Immobilienbranche.

Auch Interessant: Privates Geld vom Investor

Das Unternehmen arbeitet stetig daran, neue Module für das Bau- und Immobilienmanagement entlang des Lebenszyklus von Immobilien zu entwickeln und zu verbessern. Derzeit stehen 18 Module über die Cloudbrixx-Plattform zur Verfügung.

Mehr über Cloudbrixx

https://cloudbrixx.de

Land fördert Cybersicherheit in Unternehmen mit 4,2 Millionen Euro

Ministerin Neubaur: Kleine und mittlere Unternehmen wirksam vor Cyberangriffen schützen

Düsseldorf. Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen für Betriebe auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit, um sich vor Cyberangriffen zu schützen. Mit dem neuen Programmbaustein MID-Digitale Sicherheit unterstützt das Land ab sofort kleine und mittlere Unternehmen dabei, die eigenen Sicherheitsstandards zu verbessern, Sicherheitsprobleme zu beheben und sensible Daten zu schützen. MID-Digitale Sicherheit ist Teil des Förderprogramms Mittelstand Innovativ & Digital. Das Land stellt hierfür bis Ende des Jahres zunächst 4,2 Millionen Euro bereit. Im kommenden Jahr soll das Teilprogramm weitergeführt werden.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Spätestens mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist auch die Bedrohung durch Cyberattacken im digitalen Raum für die Wirtschaft in den Fokus von Unternehmen gerückt. Zusätzlich stellen die gravierenden wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs den Mittelstand vor gewaltige Herausforderungen. Gerade jetzt sind sichere digitale Anwendungen und Dienstleistungen notwendig und helfen den Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich zukunftsfest aufzustellen. Wir machen kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen widerstandsfähiger gegen digitale Bedrohungen und unterstützen sie dabei, Sicherheitslücken zu schließen. Mit unserer gezielten Förderung stärken wir nachhaltig die IT-Sicherheit und erhöhen die Aufmerksamkeit und Kompetenz der Mitarbeitenden bei diesem wichtigen Thema.“

Cybersicherheit

Mit dem Programmbaustein MID-Digitale Sicherheit werden Beratungsleistungen, Schulungen und Fortbildungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie Software für einen IT-Basisschutz gefördert. Die Förderquote für Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen beträgt 80 Prozent, für mittlere Unternehmen 60 Prozent. Die Fördersumme liegt bei 4.000 bis 15.000 Euro. Maßnahmen aus den drei Schwerpunkten „Analyse des IST-Zustands in der Organisation“, „Faktor Mensch – nutzerorientierte Maßnahmen“ und „Software für den IT-Basisschutz“ lassen sich miteinander kombinieren. Bis Ende des Jahres werden pro Monat 100 Anträge für MID-Digitale Sicherheit angenommen. Unternehmen können ihre Anträge online über das Förderportal unter mittelstand-innovativ-digital.nrw stellen und sich vorab für Info-Webinare anmelden.

Auch interessant: IT-Sicherheit im Fokus

Das Wirtschaftsministerium unterstützt mit dem Förderprogramm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) seit Mitte 2020 kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen dabei, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und die Digitalisierung des Betriebs voranzutreiben. Gefördert werden externe Beratungs-, Analyse- und Umsetzungsdienstleistungen (MID-Gutscheine), die projektbezogene Beschäftigung von HochschulabsolventInnen (MID-Assistent/in), Investitionen in IKT-Hard- und Software (MID-Invest) und nun auch Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheit (MID-Digitale Sicherheit).

Cybersicherheit

Mazars berät Berliner Start-up GlassDollar

Köln – Ein Team von Mazars unter der Federführung des Kölner Partners Dr. Philipp Wüllrich, LL.M. begleitet die GlassDollar GmbH bei einer Finanzierungsrunde mit der High-Tech Gründerfonds (HTGF) III GmbH & Co. KG als Lead-Investor und trägt zu einem Closing in Höchstgeschwindigkeit bei. Das Volumen der Finanzierungsrunde belief sich auf insgesamt ca. 2 Mio. €.

Der High-Tech Gründerfonds mit Sitz in Bonn ist ein Venture Capital-Investor für innovative Technologien und Geschäftsmodelle. Er ist eine öffentlich-private Beteiligungsgesellschaft und investiert vornehmlich im Early Stage Seed-Bereich.

Die 2019 gegründete GlassDollar GmbH bringt Start-ups mit etablierten Unternehmen zusammen. Sie fördert und unterstützt das Networking und damit mögliche Geschäftsbeziehungen. So trägt sie dazu bei, dass Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit oft deutlich disruptiv denkenden Start-ups ihre eigene Innovationskraft maßgeblich erhöhen. Gründer und Kopf von GlassDollar ist Fabian Dudek.

„Wir wollten die Seed-Finanzierung extrem schnell abschließen. Für Fehler oder Extrarunden blieb uns also keine Zeit. Umso wichtiger waren ein stringenter Zeitplan, eine sehr zuverlässige Zusammenarbeit und eine sehr hohe Verfügbarkeit aller Beteiligten. Und genau das alles konnten Herr Dr. Wüllrich und sein Team von Mazars uns bieten. So haben wir in wenigen Wochen das geschafft, wofür andere Start-ups nicht selten bis zu sechs Monate brauchen“, erklärt der zuständige Operations Manager bei GlassDollar, Tarik El Bouyahyani, der die Finanzierungsrunde aufseiten der Gesellschaft im Wesentlichen koordinierte. „Die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Wüllrich hat uns vor allem durch die hervorragende Interaktion überzeugt“, so Fabian Dudek, Gründer von GlassDollar.

Mazars unterstützte im Rahmen der Finanzierungsrunde die Investoren bei der rechtlichen Due Diligence und beriet bei der Gestaltung und Verhandlung des Investment and Shareholders‘ Agreement sowie der weiteren Transaktionsdokumente.

mazars-logo

„Wir freuen uns, dass wir ein weiteres Start-up bei einem Investment durch den HTGF als Lead-Investor begleiten durften. Die Finanzierungsrunde war zeitlich ambitioniert geplant. Durch das Zusammenspiel und die Erfahrung der Parteien konnte die Finanzierungsrunde jedoch in Rekordzeit abgeschlossen werden. GlassDollar kann sich jetzt auf sein Wachstum konzentrieren. Zudem hat die Zusammenarbeit mit den exzellenten Köpfen von GlassDollar viel Spaß gemacht“, so Dr. Philipp Wüllrich, Spezialist für Venture Capital- und Technologietransaktionen bei Mazars.

Der beim HTGF zuständige Senior Investment Manager, Dominik Lohle, fand folgende Worte für die Betreuung durch Mazars: „Ich kannte Herrn Dr. Wüllrich aus anderen Finanzierungsrunden und wusste, dass er der richtige Berater für diese besondere Finanzierungsrunde ist.“

Rechtliche Berater GlassDollar GmbH

Mazars: Dr. Philipp Wüllrich, LL.M. (Federführung, Partner, M&A/Venture Capital, Köln), Yannik Metz (Associate, M&A/Venture Capital, Köln), Florian Helbig (Salary Partner, IP/IT, Leipzig), Dr. Philipp Wollert (Associate, Arbeitsrecht, Köln)

Über Mazars

Mazars ist eine international integrierte Partnerschaft, die auf die Bereiche Wirtschaftsprüfung, Steuern und Recht¹ sowie Accounting, Financial Advisory und Consulting spezialisiert ist. Wir sind in über 90 Ländern und Regionen der Welt tätig und greifen auf die Expertise von mehr als 44.000 Professionals zurück – mehr als 28.000 in der integrierten Partnerschaft von Mazars und mehr als 16.000 über die Mazars North America Alliance –, um Mandant*innen jeder Größe in jeder Phase ihrer Entwicklung zu unterstützen.

In Deutschland ist Mazars mit 129 Partnerinnen und rund 1.800 Mitarbeiterinnen an zwölf Standorten vertreten und gehört mit einem Jahresumsatz von über 204 Millionen Euro zu den führenden multidisziplinär aufgestellten Prüfungs- und Beratungsgesellschaften.

¹Wenn nach den geltenden Landesgesetzen zulässig.

www.mazars.de

Frisches Kapital für weniger Lebensmittelabfälle – Bayern Kapital investiert erneut in KI- und FoodTech-Start-up Delicious Data

Landshut / München – Mit einer Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. Euro läutet Delicious Data die nächste Wachstumsphase ein. Neben Bayern Kapital und zwei anderen bestehenden Investoren haben sich mit den beiden Lead-Investoren Basinghall Partners sowie seed + speed Ventures (Maschmeyer Group), zwei Business Angels und einem weiteren Privatinvestor auch neue Kapitalgeber engagiert.

Bayern Kapital, die Venture- und Growth-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern, hatte bereits 2019 im Rahmen einer Seed-Runde in das Münchner Unternehmen investiert.

Bayern Kapital - Delicious Data

Lebensmittelverschwendung und die damit einhergehende Vergeudung von Ressourcen ist ein globales Problem, das zu steigenden CO₂-Emissionen beiträgt. Häufige Ursache von Lebensmittelabfällen sind Unsicherheiten bei der Planung des Bedarfs von frischen Lebensmitteln. Diese Aufgabe löst Delicious Data seit 2017 mit seiner Software erfolgreich und ist damit Vorreiter im Bereich der intelligenten Planungsoptimierung durch Machine-Learning-Algorithmen für Unternehmen im Lebensmittelsektor. Mit dem zusätzlichen Kapital will das Unternehmen die nächste Wachstumsphase finanzieren, die technologische Entwicklung vorantreiben, neue Märkte erschließen und die Internationalisierung anstoßen. Dazu soll das Team von derzeit 15 auf 50 Mitarbeiter wachsen. Die Mission: mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Nachhaltigkeit und Effizienz im Food-Sektor steigern sowie die CO₂-Emissionen reduzieren.

Zu den Kunden von Delicious Data zählen in erster Linie Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und Bäckereien mit ihren Filialen. Im Fokus der Entwicklungsarbeit steht die Weiterentwicklung des Intelligenten Tagesplaners zur Optimierung der untertägigen Produktionsplanung. Dies macht das System gerade auch für Convenience-, Snack- und Backshops im Lebensmitteleinzelhandel interessant. Durch die gegenwärtige Lage mit steigenden Preisen für Lebensmittel, Rohstoffe und Energie hat der Druck zu einem möglichst sparsamen Wareneinsatz und nachhaltigem Wirtschaften erheblich zugenommen. Hier bringt das breite Produktangebot von Delicious Data den Kunden spürbare Vorteile und deckt zugleich die immer strengeren gesetzlichen und unternehmensinternen Auflagen hinsichtlich transparenter Prozesse und der Digitalisierung ab.

Fast ein Drittel weniger Food Waste

Valentin Belser, einer der Gründer von Delicious Data, erklärt den Vorteil der KI so: „Unsere Prognosen basieren auf einem Deep-Learning-Algorithmus, der jeden Tag eine Vielzahl von Daten aus der Kundenhistorie sowie externe Faktoren, wie Feiertage und Wetter, auswertet und daraus dann Entscheidungen über die optimalen Bestell- und Produktionsmengen trifft. Ergänzend liefern die Erfassung des Food Wastes und die anschaulichen Analysen im Dashboard den Kunden einen 360°-Blick, der Potenziale für weitere nachhaltige Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit sichtbar macht.” Die Zahlen geben ihm recht: Bei den bereits über 1.000 Standorten, an denen das System im Einsatz ist, konnten die Lebensmittelabfälle um rund 30 Prozent verringert werden. „Wir sind stolz und freuen uns über das Vertrauen der Investoren in unsere Lösung“, ergänzt Belser. „Damit fühlen wir uns bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein. Gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir bereits 820.000 Mahlzeiten retten, was rund 1.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten entspricht. Diesen Trend wollen wir jetzt im ganzen DACH-Raum und darüber hinaus noch verstärken.“

„Wir arbeiten bereits seit drei Jahren mit Delicious Data zusammen und sind von dem System und dem Team überzeugt“, so Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital. „Wir freuen uns sehr, dass weitere namhafte Investoren für dieses High-Tech-Start-up mit seiner wichtigen Mission gewonnen werden konnten. Dass es funktioniert, ist längst erwiesen – praktisch angewandte KI verschafft den Kunden handfeste Planungs- und Kostenvorteile im Markt und trägt zugleich zur Senkung der CO₂-Emissionen sowie zur Schonung der Ressourcen bei. Auch international sehen wir erhebliches Potenzial.“

Über Delicious Data

Delicious Data wurde von Valentin Belser und Jakob Breuninger gegründet und ist Vorreiter im Bereich der intelligenten Planungsoptimierung für Unternehmen im Lebensmittelsektor. Mithilfe der KI von Delicious Data können Kunden vermeidbare Lebensmittelverluste reduzieren und die operative Effizienz steigern. Bis Juli 2022 konnten bereits rund 820.000 Essen gerettet werden, was einer Einsparung von mehr als 1.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten entspricht. Weitere Informationen finden Sie unter: www.delicious-data.com

Über Bayern Kapital

Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture- und Growth-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet spezialisierte Beteiligungs-fonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 700 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital rund 370 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 300 innovative technologie-orientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. Bayern Kapital hat die zum Teil börsennotierten und in ihren Branchen heute als Marktführer geltenden Unternehmen EOS Electro Optical Systems, congatec, MorphoSys, voxeljet, parcelLab, SimScale, proglove, Sirion Biotech und viele weitere bereits früh bei der Realisierung ihrer Projekte und auch großvolumiger Finanzierungsrunden unterstützt. So sind in Bayern über 8.000 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden. www.bayernkapital.de

Die Top-Franchise-Trends

Interview mit Torben Leif Brodersen, dem ehemaligen Hauptgeschäftsführer Deutscher Franchiseverband, zu aktuellen Franchise-Trends der letzten Jahre.

Franchising.mag: Herr Brodersen, wie hat sich die Franchisewirtschaft in den vergangenen Jahren verändert?

Brodersen: Sie hat dynamisch an Fahrt aufgenommen. Das zeigt die aktuelle Statistik deutlich. Lag die Anzahl der Franchisepartner vor zehn Jahren noch bei etwa 57.000 so hat sich dieser Wert im vergangenen Jahr mit 128.000 mehr als verdoppelt. Noch enormer fällt die Entwicklung bei den Umsatzzahlen auf. Waren es 2008 noch 47 Milliarden Euro Umsatz so sind es in 2018 knapp 123 Milliarden Euro. Das sind enorme Werte, die für eine außerordentliche Dynamik unseres Wirtschaftszweiges sprechen.

Das sind die Zahlen. Doch wohin treiben die Franchise-Trends?

Dahintreiben tut sie sicherlich nicht. Vielmehr hat sie das Ruder fest in der Hand und hat sich entschieden, die Expansionsrichtung selbst zu bestimmen. Würde sie sich nämlich mit den Rahmenbedingungen abgeben, so wäre ein solches Wachstum sicherlich nicht möglich. Ganz konkret: Der Arbeitsmarkt ist gesättigt. Die Vollbeschäftigung ist nicht mehr weit. Für Arbeitnehmer gibt es kaum eine Motivation, den sicheren Hafen des Angestelltendaseins zu verlassen. Dementsprechend gering ist deren Bereitschaft den mitunter risikobehafteten Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Die, die es dennoch tun, erfüllen sich ihren sehnlichen Wunsch nach Eigenständigkeit. Notgründungen sind also sehr selten geworden – eine gute, reinigende Entwicklung wie ich finde.

Ja, aber wie expandieren denn die Systeme dann?

Es gibt viele Formen des Wachstums. Multi-Unit ist bereits gut etabliert. Hier übernimmt ein Franchisepartner mehrerer Standorte. Auch Multi-Brand wird zunehmen wichtiger. Aber auch die Tatsache, dass Konzerne als Franchisenehmer agieren wird häufiger.

Haben Sie dafür Beispiele?

Sicher. Da ist beispielsweise die Deutsche Bahn, die Franchisenehmer vieler Gastronomiekonzepte am Berliner Hauptbahnhof ist. Oder auch Amrest oder die SSP Germany, die sich als führender Anbieter für Verkehrsgastronomie versteht und als Franchisenehmer bekannte Marken an u.a. Flughäfen und Bahnhöfen betreibt. Das kann sicherlich eine Lösung für den spürbaren Gründermangel sein.

Also ist die Gastronomie die führende Franchisebranche?

Nein, nicht ganz. Zwar gibt es aktuell viele spannende Konzepte in der Gastronomie – Burger bleiben, hinzukommen Süßspeisen wie Waffeln aber auch Healtyfood und Cross-over-Kitchen mit asiatischem Schwerpunkt – dennoch bleibt der Dienstleistungssektor vorn. Spannend ist im Übrigen die Entwicklung im Handwerk. Hier verzeichnen wir ein spürbares Wachstum auf 12 Prozent. Ich bin mir sicher, dass sich dies künftig noch weiter entwickeln wird, denn schließlich sind viele Handwerksunternehmen mit den bürokratischen Anforderungen überfordert. Da liegt die Lösung quasi auf der Hand, sich einem Franchisesystem anzuschließen und sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Beobachten Sie sonst noch spannende Entwicklungen?

Das ist das Spannende an der Franchisewirtschaft – die Entwicklungen sind dynamisch und es kommen immer wieder neue Strömungen hinzu. Als besonders interessant empfinde ich derzeit die Entwicklung des Social Franchising. Es gib immer mehr Systeme aus dem sozialen Sektor, die die Skalierbarkeit im Franchise für die Multiplikation ihres Konzeptes nutzen. Und das in erster Linie um die gute Idee weiterzutragen. Ein Mitglied ist Rock Your Life, ein Mentorenprogramm, dass Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien auf ihrem schulischen und beruflichen Weg unterstützt. Oder CAP Lebensmittelmärkte, deren Mitarbeiter auf dem freien Arbeitsmarkt kaum Chancen hätten. Das sind nur zwei Beispiele, doch ich bin mir sicher, dass viele weitere soziale Konzepte folgen. Darum erarbeiten wir aktuell in einer Fokusgruppe auch einen Leitfaden zum Aufbau eines Social Franchisesystems und diskutieren darüber wie Inklusion in Mitgliedsunternehmen gefördert werden kann. Eine sinnstiftende Diskussion, die zeigt, dass kommerzielles und soziales Franchising stark voneinander profitieren kann.

Wir danken für das Gespräch.

Startup LiSA sammelt 2,7 Millionen Euro

Internationale Expansion und Entwicklung einer Social Commerce Cloud geplant

Aachen/Düsseldorf – Der SaaS-Anbieter für Live- und SocialShopping-Lösungen LiSA hat in einer vom TechVision Fonds (TVF) geführten SeedRunde ein Investment in Höhe von 2,7 Millionen Euro erhalten. Das Unternehmen, das seit seinem Start 2018 weitgehend eigenfinanziert ist, wird das Investment nutzen, um international zu expandieren und seine Live-Shopping-SaaS-Lösung zu einem One-Stop-Shop für Social-Commerce-Erlebnisse weiterzuentwickeln.

Das Startup mit Sitz in Düsseldorf, das 2019 am Accelerator-Programm Founders Factory von Brent Hoberman teilgenommen hat, erhielt außerdem eine Finanzierung von dem britischen VC Venrex und der Angel-Investorin Georgie Smallwood. Sie ist Teil von Accels erster Scout-Kohorte und derzeit Chief Product Officer beim Mikromobilitäts-Startup Tier.

Social Commerce: Die nächste globale Shopping Revolution

Die Lösungen von LiSA verbinden E-Commerce mit sozialen Komponenten wie Live-Streaming und Social Media Features. Damit befähigt das Startup weltweit führende E-Retailer, ihren Kunden ein authentisches Shopping-Erlebnis zu bieten.

Zu den Einzelhandelskunden zählen bereits heute namhafte Unternehmen wie Marks & Spencer, AVON USA und L’Oréal. LiSA bietet ein Headless Content Management System1, welches in höchstem Maße anpassbar und dennoch sehr einfach und schnell zu implementieren ist. Dadurch ermöglicht es Online-Händlern und -Marktplätzen, auf ihre Marke abgestimmte und gleichzeitig hoch skalierbare Live- und Social-E-Commerce-Erlebnisse anzubieten. Die Lösungen von LiSA helfen Online-Händlern nachweislich dabei, Engagement-Raten von bis zu 90 Prozent, Online-Konversionsraten von bis zu 35 Prozent und organische SocialSharing-Raten von bis zu 14 Prozent zu erreichen.

Auch interessant: KfW Capital beteiligt sich an vierter Generation des High-Tech Gründerfonds

Pascal Bless, TVF Investment Manager, sagt: „LiSA bringt E-Commerce ins 21. Jahrhundert. Die Digitalisierung des Shoppings hatte enorme Auswirkungen, wobei die soziale Komponente zunehmend verloren ging. Mit LiSA treten wir die nächste Evolutionsstufe des Online-Einkaufs an, bei der das Einkaufen mit all seinen Vorteilen digital bleibt und die dringend benötigten sozialen Elemente zurückkehren.“

Hohe Nachfrage nach Live-Shopping beim Online-Einkauf

Die Investition erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Daten, die zeigen, dass die Nachfrage nach Live-Shopping stark zunimmt. In China erfolgt mittlerweile jeder dritte Online-Einkauf über soziale E-Commerce-Erfahrungen, wobei Live-Shopping mit 67 Prozent den größten Anteil des gesamten Social Commerce ausmacht. Ähnliche Trends lassen sich in Europa und den USA feststellen. Als Antwort darauf entwickelt LiSA nun auch eine Social Commerce Cloud. Diese wird HeadlessLösungen zur plattformübergreifenden Entdeckung für Nutzer, sowie ein APIbasiertes Partnerschaftsnetzwerk umfassen.

Sophie Frères, Gründerin und CEO von LiSA, sagt: „Der boomende SocialCommerce-Markt hat einen Reifegrad erreicht, bei dem es für Einzelhändler zunehmend unübersichtlich wird, bis zu 20 verschiedene kleine Plugins zu verwenden. Außerdem erwarten Nutzer einfache und nahtlose, plattformübergreifende Erlebnisse. Die Finanzierung ermöglicht es uns, diese Probleme ganzheitlich anzugehen, indem wir unsere Headless-Lösungen und Social Commerce Cloud schnell skalieren.“

Georgie Smallwood, CPO bei Tier und Scout für Accel, ergänzt: „LiSA bietet eine innovative Lösung für den E-Commerce, um die Vorteile des boomenden SocialShopping-Kanals einfach zu nutzen. Online-Händler freuen sich schon jetzt über die dazugewonnenen Kunden und die hohen Engagement-Raten, die LiSA mit sich bringt, ohne dass sie selbst eine schwerfällige Technologie entwickeln müssen.“

Das Gründerteam

LiSA wurde von den beiden Pionieren und Eheleuten Sophie (CEO) und Philippe (CPO) Frères gegründet. In über 20 Jahren in der Einzelhandelsbranche hat das Duo aus erster Hand erfahren, wie Live-Shopping das Online-Publikum begeistert und das organische Wachstum der Community fördern kann. Dies treibt die beiden dazu an, E-Commerce-Händlern dabei zu helfen, das ungenutzte Potenzial von Social Discovery zu nutzen.

LiSA Logo

Über den TechVision Fonds:

Der TechVision Fonds (TVF) ist der führende Frühphasen VC-Fonds im westlichen Rheinland. Der TVF ist der dritte Venture-Fonds, der vom Team der S-UBG-Gruppe gemanagt wird und mit € 55 Mio. Fondsvolumen regional in Technologie-Startups investiert. Als einer der erfahrensten Investoren unterstützt der TVF Gründer*innen mit Nähe, Netzwerk, Expertise und ebnet den Weg, um zum nächsten internationalen Category Leader aufzusteigen. Darüber hinaus bietet der TVF über die SUBG-Gruppe einen einzigartigen Zugang zur „Old Economy“ und jungen Startups damit in der entscheidenden Frühphase den Zugang zu den ersten potentiellen Kunden. Zum Netzwerk gehören über 150 erfolgreiche Portfolio-Unternehmen aus 30 Jahren Beteiligungserfahrung.
TVF – Brain | Cash | Proximity

Über Venrex:

Venrex ist ein 2002 gegründeter Risikokapitalfonds mit Sitz im Vereinigten Königreich, der kreative Gründer bei der Gründung und dem Aufbau innovativer Unternehmen unterstützt, bei denen die Konsumgüterindustrie von der Technologie beeinflusst wird. Die Investition in LiSA wurde aus einem neuen Fonds getätigt, der gemeinsam vom British Fashion Council und Venrex aufgelegt wurde, dem Venrex BFC Fashion I. Er zielt darauf ab, das Wachstum des Unternehmens-Ökosystems im Modesektor zu unterstützen.

Über Georgie Smallwood:

Georgie ist Chief Product Officer bei Tier Mobility und eine leidenschaftliche Verfechterin von Frauen in Technologie- und Führungspositionen. Im Rahmen ihrer Beratungs- und Investitionstätigkeit konzentriert sie sich vor allem auf weibliche Gründerinnen und Mitgründerinnen, um die Gleichstellung bei der Finanzierung und die Vielfalt des Denkens im Technologiebereich zu fördern. Diese Leidenschaft führte zur Gründung von Auxilia – einem Netzwerk für aktuelle und zukünftige Gründerinnen.

Wie das Start-up vly mit Xentral auf Erfolg gesetzt hat

Durch den frühzeitigen Einsatz der ERP-Software von Xentral bündelte das FoodTech-Start-up sämtliche Prozesse übersichtlich an einem Ort

Gut durchdachte Produkte finden immer einen Markt – so auch die Milchalternative aus Erbsenprotein des Berliner Start-ups vly. TV-Auftritte wie bei „Die Höhle der Löwen“ und zuletzt in der österreichischen Show „2 Minuten 2 Millionen“ brachten den Gründern Niklas Katter, Moritz Brauwarth und Nicolas Hartmann, aber vor allem ihrem Produkt Bekanntheit in einem breiten Publikum. Noch im ersten Jahr nach Gründung entschieden sich die Founder 2019 für den Einsatz der schlanken und flexiblen ERP-Software von Xentral – eine smarte Entscheidung, wie sich herausstellt.
Mit skalierbarer Software von Beginn an auf Wachstum eingestellt.

Die Idee von vly, eine proteinreiche, rein pflanzliche, zucker- und allergenfreie Milchalternative anzubieten, begeistert die Verbraucher von Anfang an. Schon im ersten Jahr konnte das Team 25.000 Bestellungen über den Online-Shop abwickeln und einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich erzielen. Heute sind die Produkte des Berliner FoodTech-Start-ups in über 8.000 deutschen Supermärkten sowie im Einzel- und Großhandel in Österreich und der Schweiz zu finden. Auch über den eigenen Online-Shop vertreibt vly weiterhin seine Drinks auf pflanzlicher Basis und stattet darüber hinaus Cafés, Restaurants und Co-Working Spaces aus.

Fitchgallery_vly_original
Vly Original
Judith Schönherr-vly-Sorten
Vly Sorten

Den Weg für diesen schnellen Erfolg ebneten sich die drei Gründer durch den frühzeitigen Einsatz des ERP-Systems von Xentral. Ihnen war klar, dass mehr Bestellungen und immer neue Vertriebswege nicht nur Erfolg und Umsatz bringen, sondern vor allem auch ihren Arbeitsalltag enorm komplex machen würden. „Durch die Softwarelösung von Xentral haben wir die verschiedenen Bereiche unseres Business – von Bestands- und Versandprozessen über Buchhaltung bis hin zum Kundenmanagement – in einem Tool miteinander vernetzt. Dank der praktischen Automatisierungen sparen wir uns als Gründer aber auch unseren Mitarbeitern zahlreiche manuelle Prozesse und vermeiden Fehler, die daraus entstehen. So haben wir mehr Zeit unser Produkt und das Wachstum unseres Unternehmens voranzutreiben“, erklärt Moritz Braunwarth, Co-Founder von vly.

Trisha Jones_vly_Rezept
Vly Rezept

Prozessoptimierung mit Xentral – dem E-Commerce-Experten

Xentral hat sich in den vergangenen Jahren bei Gründern und Start-ups im E-Commerce-Bereich und insbesondere in der Food- und Beverage-Szene einen Namen gemacht. Durch Empfehlungen aus ihrem Netzwerk wurde auch vly schnell auf das lean ERP aus Augsburg aufmerksam. Obwohl zwar noch andere Anbieter und Systeme im Rennen waren, bot letztendlich Xentral genau die Funktionen, die das Berliner FoodTech-Start-up benötigte. Seit 2019 ist die ERP-Software von Benedikt und Claudia Sauter nun bei vly im Einsatz und begleitet das stetige Wachstum der Marke. Xentral ist dabei der zentrale Knotenpunkt, an dem alle Prozesse und sämtliche Vertriebskanäle zusammenlaufen.

Das Ziel der drei Gründer, durch die Einführung von ERP den Überblick über die Prozesse in ihrem Start-up zu behalten und Bestellungen, Logistik und Abrechnungsprozesse an einem Ort zu bündeln, ging damit auf. Durch die frühe Entscheidung für Xentral, konnte das ERP ideal auf die individuellen Bedürfnisse von vly angepasst werden und bietet dem Unternehmen seither die Grundlage für effizientes Arbeiten. Als zentrales Tool für alle wichtigen Business-Prozesse bietet Xentral dem inzwischen 50-köpfigen Team um die Gründer Niklas, Moritz und Nicolas die nötige Flexibilität und Stabilität für weiteres Wachstum, Internationalisierung und neue Produktlaunches.

Mehr über Vly

https://www.vlyfoods.com/

Invest-Impuls investiert in coapp

Mit dem Abschluss der Seed-Runde steigt die Finanzierung des Software-Startups auf rund eine Million Euro.

Die Netzwerkplattform vom hannoverschen Startup coapp ist in wenigen Minuten eingerichtet. Sie bringt Menschen und Ressourcen in Communities zusammen und kümmert sich um alle sozialen und finanziellen Transaktionen – ein Betriebssystem für hybrides Arbeiten und B2B-Share-Economy. Invest-Impuls von der hannoverimpuls GmbH hat gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Plimo Ventures in das Startup investiert.

Netzwerke, Coworking-Spaces, Vereine oder größere Unternehmen – sie alle brauchen passgenaue Tools für die Zusammenarbeit. Mit coapp hat das hannoversche Startup coapp GmbH eine Plattform geschaffen, die intuitiv genutzt und an den individuellen Bedarf angepasst werden kann sowie eine Suchfunktion beinhaltet: Eine digitale Community-Plattform und Workspace-Management-Software in einem. Die White Label Software as a Service lässt sich nach eigenen Vorstellungen anpassen und kann auch für finanzielle Transaktionen wie die Abwicklung von Mitgliedsbeiträgen genutzt werden.

In einer Seed-Finanzierung haben sich Invest-Impuls von hannoverimpuls und die Beteiligungsgesellschaft Plimo Ventures jetzt an coapp beteiligt. Die neuen Investoren schließen sich dem Gründungsinvestor Hafven an und bilden zusammen eine starke Allianz aus dem Startup-Ökosystem der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Invest-Impuls Wirtschaftsfoerderung-hannover

„Mit dem frischen Kapital bekommen wir die zusätzliche Power, um mehr Community-Builder*innen zu helfen, die Menschen auf ihren Plattformen besser zusammenzubringen. Wir freuen uns, mit Invest-Impuls, Plimo Ventures und Hafven drei lokale Investoren an Bord zu haben, mit denen uns bereits viele Jahre gute Beziehungen und Zusammenarbeit verbinden und die in der Vergangenheit bereits ein gutes Händchen für innovative Startups bewiesen haben”, freut sich Jonas Lindemann, Mitgründer und CEO der coapp GmbH über die erfolgreiche Seed-Runde.

Auch Interessant: PropTech im Top-100-Club

„Mit Hardy Seiler, Magomed Arsaev und Jonas Lindemann setzen wir auf ein starkes Gründerteam. Sie bringen gute Voraussetzungen dafür mit, ihre Vision für den Wachstumsmarkt der B2B-Sharing-Economies in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden zu lassen”, begründet Reinhard Hinrichs, Geschäftsführer der Hannover Beteiligungsfonds GmbH, das Investment.

Die Community Plattform von coapp wird neben dem hannoverschen Coworking-Space Hafven bereits von diversen weiteren Unternehmen mit tausenden Nutzer*innen vor allem in Deutschland eingesetzt. Mithilfe der neuen Finanzierungsrunde soll der weitere Ausbau der Plattform und das Wachstum im DACH-Raum vorangetrieben und coapp zum Betriebssystem für das Zeitalter des hybriden Arbeitens und der B2B-Sharing Economy werden. Mit dem Abschluss der Runde steigt die Finanzierung von coapp auf rund eine Million Euro.

Invest-Impuls und Hannover Beteiligungsfonds (HBF)

Der Hannover Beteiligungsfonds (HBF) ist ein regionaler Risikokapitalfonds der hannoverimpuls GmbH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Stadt und Region Hannover. hannoverimpuls investiert mit dem HBF unter der Dachmarke Invest-Impuls in innovative technologieorientierte Startups in der Region Hannover. Fondsmanager ist die in frühen Phasen der Unternehmensfinanzierung spezialisierte EnjoyVenture Management GmbH.

coapp GmbH

Die Gründer Hardy Seiler und Jonas Lindemann, beide Mitbegründer der Hafven Innovation Community, fanden es unbefriedigend, dass es keine Community-Plattform gab, die Austausch und Wertschöpfung in einem einzigen Portal verband – deshalb holten sie Jonas Magomed Arsaev an Bord und begannen, coapp zu entwickeln.

Erfahren Sie mehr auf

https://www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de/

KfW Capital beteiligt sich an vierter Generation des High-Tech Gründerfonds

  • Bereits zum First Closing hat der HTGF IV Zusagen für mehr als 400 Mio.
  • Euro erhalten KfW Capital zweitgrößter Investor nach dem Bund
  • Hohes Interesse privater Investoren aus dem Mittelstand

KfW Capital setzt das Engagement in der Finanzierung von technologieorientierten Gründungen und Start-ups im Rahmen des High-Tech Gründerfonds fort und beteiligt sich mit bis zu 40 Mio. EUR an dessen vierter Generation. Mit einer im Kern unveränderten Investmentstrategie trägt der High-Tech Gründerfonds IV (HTGF IV) dazu bei, dass in Deutschland ansässige Start-ups über alle Branchen hinweg mit Kapital ausgestattet werden.

Der HTGF IV ist der vierte Fonds des High-Tech Gründerfonds, den das Bundeswirtschaftsministerium im Jahr 2005 erstmals gemeinsam mit der KfW und Partnern aus der Industrie aufgelegt hatte. Der Anteil privater Investoren ist seit der ersten Fondsgeneration kontinuierlich gestiegen.

Mehr als 400 Mio. Gründerfonds

Der HTGF IV hat bereits zum First Closing Zusagen für mehr als 400 Mio. Euro erhalten und wird damit voraussichtlich deutlich größer als sein Vorgängerfonds (HTGF III: 319,5 Mio. EUR). Hauptinvestor ist der Bund; KfW Capital wird wie bei den Vorgängerfonds zweitgrößter Investor sein. Darüber hinaus beteiligen sich Investoren aus Industrie und Wirtschaft, insbesondere auch aus dem Mittelstand, an dem Fonds.

KfW Logo Gründerfonds

„Der HTGF hat sich in den vergangenen Jahren auch durch erfolgreiche Exits weiter als starker und verlässlicher Partner für die Finanzierung von Start-ups in der Seed- und Start-up-Phase etabliert. Das große Interesse privater Investoren gerade aus dem Mittelstand zeigt zudem, dass der HTGF eine wichtige Rolle bei der Vernetzung innovativer Start-ups mit der Industrie spielt“, sagt Alexander Thees, Geschäftsführer von KfW Capital.