Online-Marketing-Tipps für Gründer 2025: Die Top 5

Du stehst am Anfang Deiner Gründerreise und fragst Dich, wie Du Dein neues Business online sichtbar machst? Online-Marketing wirkt oft wie ein undurchsichtiger Dschungel aus Tools, Kanälen und Trends. In diesem Artikel bekommst Du die fünf wichtigsten Tipps, die Dir helfen, Deine Zielgruppe zu erreichen – ohne Schnickschnack, mit klarem Fokus und in ruhigem, Schritt-für-Schritt-Tempo. So behältst Du den Überblick und setzt Deine Ressourcen dort ein, wo sie wirklich Wirkung zeigen. Bereits heute kannst Du damit starten, Deine Reichweite nachhaltig aufzubauen und Dein Unternehmen auf das nächste Level zu bringen.

1. Definiere Deinen Avatar – und spreche ihn gezielt an

Bevor Du in einen neuen Kanal oder auf ein Tool setzt, musst Du wissen, wer Deine Wunschkunden wirklich sind. Nur wenn Du ihren Tagesablauf, ihre Probleme und ihre Motivationen verstehst, erreichst Du sie auch online.

  • Konkretisiere Persona: Gib Deinem Avatar einen Namen, Alter, Job und Tagesrhythmus.
  • Pain Points erfassen: Welche drei Fragen oder Hürden beschäftigen sie am meisten?
  • Ansprache ableiten: Nutze in Deiner Kommunikation exakt die Begriffe, die Dein Avatar in Foren, Social-Media-Gruppen oder Google verwendet.

Beispiel: Wenn Dein Avatar „Julia, 29, Grafikdesignerin im Homeoffice“ ist, werde nicht mit B2B-Buzzwords arbeiten, sondern mit Begriffen wie „Auftragslage steigern“ oder „Kundengewinnung über Instagram“.

2. Wähle nur die Kanäle, die wirklich passen

Nicht jeder Kanal ist für jedes Business geeignet. Anstatt überall gleichzeitig aktiv zu sein, konzentriere Dich am Anfang auf zwei bis drei Plattformen, auf denen Dein Avatar ohnehin schon unterwegs ist.

  1. Instagram: Visuelle Storytelling-Momente und kurze Tutorials funktionieren hier gut.
  2. LinkedIn: Perfekt für B2B-Dienstleistungen oder erklärungsbedürftige Produkte.
  3. E-Mail: Dein persönlicher Draht zum Kunden – unabhängig von Algorithmen.

Praxistipp: Starte mit einem wöchentlichen Beitrag auf Deinem Hauptkanal und einer monatlichen Newsletter-Ausgabe. Beobachte die Reaktionen und skaliere die Frequenz nur, wenn Du sinnvolles Engagement siehst.

3. Erzähle Deine Gründer-Story authentisch

Menschen kaufen von Menschen – gerade im engen Gründerumfeld. Zeige, wer Du bist, woher Du kommst und warum Du das tust, was Du tust. Authentizität schafft Vertrauen und hebt Dich vom Wettbewerb ab.

  • Mini-Story in jedem Post: Beginne mit einem kurzen Anekdote-Satz („Letzte Woche ist mir Folgendes passiert…“)
  • Herausforderungen teilen: Teile auch kleine Rückschläge und wie Du sie gelöst hast.
  • Erfolgsmomente feiern: Poste Meilensteine und Dank an die Community.

Beispiel-Post:
„Gestern habe ich den ersten Beta-Test meines Tools mit fünf Gründer:innen abgeschlossen. Zwei haben uns wertvolles Feedback gegeben, und ich war überrascht, wie einfach sich manche Probleme lösen ließen…“

4. Nutze Daten statt Bauchgefühl

Online-Marketing lebt von messbaren Ergebnissen. Wenn Du Deine Entscheidungen auf echte Daten stützt, vermeidest Du Streuverluste und verschwendete Budgets.

  1. Google Analytics (GA4): Verfolge, welche Inhalte Besucher tatsächlich lesen und wie sie sich verhalten.
  2. Social-Media-Insights: Achte nicht nur auf Follower-Zahlen, sondern auf Klick- und Speicherraten.
  3. E-Mail-Stats: Öffnungs- und Klickraten zeigen Dir, welche Betreffzeilen und Inhalte funktionieren.

Praxistipp: Lege Dir ein simples Dashboard an (etwa in Google Sheets), in das Du wöchentlich die wichtigsten Kennzahlen einträgst. So erkennst Du Trends frühzeitig und kannst bei negativen Entwicklungen sofort gegensteuern.

5. Baue Deine Community – und halte den persönlichen Kontakt

Reichweite ist gut, Beziehung ist besser. Eine aktive Community hilft Dir nicht nur, neue Kunden zu gewinnen, sondern auch Dein Angebot laufend zu optimieren.

  • E-Mail-Liste aufbauen: Biete ein kleines Giveaway an (Checkliste, Template) und bitte im Gegenzug um die E-Mail.
  • Regelmäßige Impulse: Versende wöchentlich kurze Updates, Einblicke hinter die Kulissen oder exklusive Tipps.
  • 1:1-Interaktion: Antworte auf jede Nachricht persönlich und stelle gezielte Fragen zurück.

Beispiel: In jeder Newsletter-Ausgabe endet Du mit einer Frage wie: „Was ist Deine größte Herausforderung beim Online-Marketing gerade?“ So erfährst Du direkt, wo Du als nächstes ansetzen solltest.

Dein Erfolgsfahrplan: So bleibt Dein Marketing auf Kurs

Online-Marketing ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Mit klar definiertem Avatar, fokussierter Kanalauswahl, authentischem Storytelling, datenbasierten Entscheidungen und persönlichem Community-Aufbau legst Du das Fundament für nachhaltiges Wachstum.

Dein heutiger Auftrag:

  1. Erstelle oder überprüfe Deinen Avatar.
  2. Wähle maximal zwei Kanäle für die nächste Woche.
  3. Schreibe heute Deine erste Mini-Story und poste sie.
  4. Richte ein simples Dashboard für fünf Kennzahlen ein.
  5. Baue ein kostenloses Giveaway, um Deine E-Mail-Liste zu starten.

Jeder kleine Schritt bringt Dich Deinem Ziel näher: mehr Sichtbarkeit, mehr Vertrauen und mehr Kunden.

Was bringt Social Media wirklich?

Kaum ein Unternehmen kann heute auf Social Media Aktivitäten verzichten. Doch schnell gerät der wirtschaftliche Nutzen aus dem Blick. Firmen sollten den Erfolg ihrer Aktivitäten systematisch messen und steuern.

Facebook, Twitter, Xing: Soziale Netzwerke werden für Unternehmen immer wichtiger. Viele Firmen wollen so Geschäftsbeziehungen pflegen, neue Kunden gewinnen und Leistungen rascher auf den Markt bringen. Doch nur wenige Unternehmen können den geschäftlichen Nutzen ihrer Social Media Maßnahmen beurteilen, registriert der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC). Firmen sollten ihre Aktivitäten mit ausgewählten Kennzahlen auf ihre Wirksamkeit hin kontrollieren. 

„Voraussetzung für die Messbarkeit von Social Media ist eine klare Zieldefinition“, betont Unternehmensberater Jörgen Erichsen, Fachexperte des BVBC für Social Media Controlling. „Mögliche Ziele sind etwa Imageverbesserung, Neukundenakquise oder Personalgewinnung.“ Je nach Ausrichtung und Medium bieten sich verschiedene operative und strategische Messgrößen an. So können operative Kennzahlen wie Verweildauer, Klickrate oder Abbruchquote die Kaufbereitschaft beleuchten. Strategische Faktoren wie Zahl und Qualität der Verlinkungen, Kommentare oder Weiterleitungen geben Hinweise auf den Bekanntheitsgrad und das Markenimage. „Unternehmen sollten sich auf bis zu fünf Kennzahlen pro Kanal konzentrieren und diese regelmäßig prüfen“, rät BVBC-Fachexperte Erichsen. Neulinge nehmen am besten professionelle Hilfe in Anspruch, um die passenden Kennzahlen auszuwählen und einen Stufenplan mit realistischen Zielvorgaben zu entwickeln.  

Gesamtlösung gibt es nicht

Für die Analyse von Kennzahlen stehen vielfältige Tools bereit. Neben den Controlling-Tools führender Plattformen wie Google, Facebook oder Twitter kommen Spezialanwendungen wie Hootsuite, Gridmaster oder Social Bench in Betracht. Eine umfassende Gesamtlösung gibt es nicht. „Es existieren viele Tools mit ganz unterschiedlichen Einsatzschwerpunkten“, so Erichsen. „Ratsam ist eine gründliche Internetrecherche, welche Lösungen sich für die Erfolgsmessung der speziellen Social Media Aktivitäten am besten eignen.“ Vor dem laufenden Betrieb sollten Unternehmen eine Testphase einplanen, um das Produkt auf seine Praxistauglichkeit hin zu testen. Es ist sinnvoll, im Unternehmen einen festen Ansprechpartner für Social Media zu benennen, der alle erforderlichen Schritte koordiniert.  

Ganz wichtig: Die Auswertungen sind nicht isoliert zu betrachten. Unternehmen sollten die Entwicklung der Social Media Aktivitäten mit den Unternehmensdaten der „realen“ Welt verknüpfen und vergleichen können. Obendrein bietet das Nutzerverhalten in sozialen Netzwerken interessante Ansatzpunkte für die Produktentwicklung und Vermarktung. Denn Nutzer geben durch Anklicken, Bewertungen und Empfehlungen ihre Vorlieben preis.

„Social Media Controlling ist nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für Mittelständler eine interessante Option“, sagt Markus Kessel, Geschäftsführer des BVBC. „Mit vertretbarem Aufwand lassen sich wichtige Kennzahlen gewinnen, um unternehmerische Entscheidungen vorzubereiten und den Einsatz von Marketingbudgets zu optimieren.“ Denn Controlling-Tools können aufschlussreiche Informationen über die Zielgruppen liefern. So läßt sich etwa ermitteln, welche Region, Altersgruppe oder welches Geschlecht ein besonders großes Produktinteresse hat. Firmen können ihre Vermarktungsaktivitäten effektiver gestalten und genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ausrichten. „Richtig eingesetzt, wird Social Media Controlling zu einem zentralen Baustein für den Unternehmenserfolg“, betont BVBC-Geschäftsführer Kessel.

Info-Kasten

Über den BVBC
Der BVBC ist die zentrale Interessenvertretung der Bilanzbuchhalter und Controller in Deutschland mit derzeit rund 5.000 Mitgliedern (www.bvbc.de). Der Verband diskutiert auf politischer und wirtschaftlicher Ebene neue Perspektiven im Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling und gestaltet diese maßgeblich mit. Der BVBC fordert die Einführung eines Ausbildungsberufs „Kaufmann/Kauffrau für Rechnungswesen, Finanzen und Controlling“ als Unterbau zum Bilanzbuchhalter. Quelle: Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC), www.bvbc.de

Alles Facebook, oder was?

Kolumne von Emil Hofmann

Es ist schier zum Verzweifeln. So wie die Schüler langsam das normale Schreiben und das Denken in Zusammenhängen verlernen, ignorieren immer mehr Gründer die analogen Medien, wenn es um die Frage der Kundengewinnung geht. „Läuft heute alles über Facebook und Instagram“ – so die wörtliche Aussage eines angehenden Betriebswirts im IHK-Seminar. Wirklich? Sind die Follower gleichbedeutend mit wertschöpfenden Kunden oder muss man sie nicht (bestenfalls) als Interessenten sehen? Ist ein schnelles „Like“ gleich der Start in eine Wertschöpfungskette?

Natürlich muss man die „sozialen Medien“ nutzen, gerade wenn sich die anvisierte Zielgruppe hier aufhält. Nur: Damit sind Anzeigen, Flyer oder Präsentationsmappen noch lange nicht out. Und auch der alte, bodenständige Brief verfehlt keinesfalls seine Wirkung, wenn er den Nutzen für den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Im Gegensatz zu Facebook & Co. ist der Brief das mit Abstand respektvollste Medium überhaupt. Das vergessen viele Gründer, sie sehen selbst das Telefon als Relikt aus früheren Zeiten, in denen man noch mit dem Interessenten und Kunden gesprochen und sich persönlich ausgetauscht hat. Erschreckend ist auch die Feststellung, dass Gründer viel Geld für eine Website und einen Shop ausgeben und sich keine Gedanken darüber machen, wie diese Seiten gefunden werden. Dann geistern Begriffe wie SEO oder Google Adwords durch die Diskussionen, wobei auch hier wieder die „old economy“ völlig vergessen wird. Kaum einer denkt an die Veröffentlichung eines Fachaufsatzes, der die Leser auf die Homepage führt, geschweige denn an einen Messestand, an dem nicht selten tausende kontaktfördernde Visitenkarten den Besitzer wechseln. Dabei gilt heute mehr denn je der Claim einer österreichischen Bank, bei dem das erste Wort im übertragenen Sinn zu sehen ist: „Reichtum entsteht durch Gespräche mit Menschen“. Und der wahre Reichtum sind nicht die Likes auf dem Smartphone, sondern das, was man stabile Kundenbeziehungen nennt. Das gilt gottseidank auch morgen noch, wie zahlreiche Beispiele eindrucksvoll beweisen.

Erfolgreich starten mit Power im Web

Das Glück, so sagt ein russiches Sprichwort, liegt in der Stube, das Pech wartet im Flur. Erfolg und Mißerfolg liegen auch im Geschäftsleben oft eng beeinander. Das muss aber nicht ins Stammbuch eines jungen Unternehmens geschrieben sein. Denn bei einer Umfrage unter Marketingfachleuten zur Effizienz von Kommunikationsmaßnahmen im Marketing-Mix gaben die Befragten an, dass Printwerbung zu 62 Prozent als (sehr) effizient einzuschätzen ist (Marketagent). Zu über 80 Prozent waren die Auguren sich aber sicher, dass Internet und Social-Media das Geschäft turbomäßig anheizen. Ein wichtiges Mosaiksteinchen ist dabei auch nachhaltige Werbung via Google-Adwords. GründerMagazin hat exklusiv nachgeforscht, wie die Hotspots am Markt erfolgreich agieren.

“Wir möchten einfache, kundenorientierte Lösungen anbieten. Da unser Dienst zu einem Großteil auf Vertrauen basiert, ist uns eine persönliche Beziehung zu unseren Kunden unglaublich wichtig, weshalb wir in sozialen Netzwerken sehr präsent sind”, erläuterte der Shooting-Star und Book a Tiger-Mitgründer Claude Ritter auf einem Google-Meeting in Brüssel.

Ob Putzhilfen, niederländische Clogs oder gar Kuckucksuhren, selbst kleine und mittelständische Unternehmen, die heute auf die Vermarktung ihrer Produkte oder Dienstleistungen im Internet setzen, können sich mit Google neue Märkte erschließen und rasant durchstarten. „Unser Ziel ist es, Unternehmen bei ihrem Wachstum zu unterstützen“, postuliert Birte Teufel, Head of SMB Marketing DACH bei Google (siehe Interview). Über Titel läßt sich bekanntlich schön streiten, aber wichtig ist, auf dem Platz! Um Start-ups mal kräftig anzuschieben, packt Google ein Programm aus, um sage und schreibe eine Million Europäer im digitalen Bereich zu schulen und hierfür 25 Millionen Euro zu investieren.

Im Rahmen des Growth Engine Event im Frühjahr in Brüssel kündigte Matt Brittin, President EMEA Business & Operations, an, in die digitale Weiterbildung von Unternehmen investieren zu wollen ‒ zum Beispiel durch den Aufbau einer Trainingsplattform auf die Betriebe in ganz Europa zugreifen können. Zudem präsentierte er vor Vertretern aus Wirtschaft und Medien auch eine neue Initiative, die hunderte von europäischen Unternehmen vorstellt. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Google-Produkte als Wachstumsmotor für ihr Geschäft einsetzen.

Innerhalb kürzester Zeit enorm wachsen

Zu diesen Unternehmen gehört auch der Berliner Online-Putzdienstvermittler Book a Tiger. Claude Ritter, Mitgründer mit Nikita Fahrenholz, war von Google nach Brüssel eingeladen worden, um die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens zu erzählen. Ritter erklärte dabei, warum das Internet heute so wichtig für Betriebe wie den seinen ist. Und er präsentierte Book a Tiger als typisches Beispiel, wie ein junges Start-up mit Hilfe des Internets innerhalb kürzester Zeit enorm wachsen konnte.

Zitat:

Google hilft uns, das Interesse von Neukunden zu wecken“

Book a Tiger-Mitgründer Claude Ritter

So setzt das Start-up bei seiner Vermittlung von Reinigungskräften zu 90 Prozent auf Online-Werbung. Vor allem zu Beginn hat das im April 2014 gegründete Unternehmen zur Gewinnung von Kunden verstärkt Googles Werbeprogramm AdWords eingesetzt. Laut Ritter helfe das Marketing-Instrument dabei, das Interesse von Neukunden zu wecken und es schnell in eine nachhaltige Stammkundenbeziehung umzuwandeln. Um seine Markenbekanntheit zu stärken und die persönlichen Beziehungen zu Kunden zu festigen, nutzt Book a Tiger zudem vor allem Social Media. Dass bei Book a Tiger alles dafür getan wird, es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen, zeigt auch die unternehmenseigene App im Google Play Store. Sie ermöglicht Nutzern, eine Reinigungskraft auch ganz einfach via App zu ordern.

Und die Strategie von Book a Tiger geht auf: Erst im vergangenen Jahr gegründet, beschäftigt das Start-up schon heute 50 Mitarbeiter, hat 30.000 Facebook-Fans und sieht sich als starke Konkurrenz zu vergleichbaren Anbietern auf dem Markt der Putzdienst-Vermittler. “Wir sind überzeugt davon, dass wir den Vergleich mit der Konkurrenz absolut nicht scheuen müssen und sind auf einem guten Weg, Book a Tiger als führende Plattform zu etablieren ‒ auch über Deutschlands Grenzen hinaus”, so Claude Ritter.

20 Millionen Euro Risikokapital

Ganz schlecht scheint es seitdem nicht gelaufen zu sein: Book A Tiger hat bei Investoren einen zweistelligen Millionenbetrag eingeworben, insgesamt steckt nun 20 Millionen Euro Risikokapital in dem Unternehmen, wie Chef Nikita Fahrenholz dem Handelsblatt erklärt. Neben Alt-Investoren investiert in dieser Runde auch ein Private-Equity-Fonds. Zudem beteiligt sich der German Media Pool in einem Media-for-Equity-Deal an Book A Tiger. Für zehn Millionen Euro in Werbeleistungen erhält der Investor laut Handelsregister 0,5 Prozent am Unternehmen.

Mit dem Geld soll der Umbau des Unternehmens zur Reinigungsfirma für Büros fortgesetzt werden. „Wir konnten bereits 500 Unternehmen gewinnen“, erklärt Mitbegründer Nikita Fahrenholz. Darunter seien Start-ups wie Deliveroo, aber auch große Anwaltskanzleien.

Zitat:

Mit AdWords kann man Kunden ansprechen, die sich gerade in der Kaufentscheidungsphase befinden. Mit nur einer Kampagne konnten wir den Umsatz innerhalb von vier Wochen um mehr als 200 Prozent steigern.“Daniel Haglage, Gründer, Makeke

Im Netz gibt es viele Onlineplattformen, über die der Kunde Interieur einkaufen kann. Im April 2014 gründete Daniel Haglage einen weiteren: Makeke. Doch seine Möbel- und Einrichtungs-Webseite verfolgte von Beginn an ein neues Konzept: Makeke bietet Nutzern die Möglichkeit, basierend auf dem eigenen Geschmack und Einrichtungsstil nach Produkten zu suchen. Auf Makeke findet er zum Beispiel unter der Kategorie „Landhaus“ eine umfassende Produktübersicht zu dieser Stilrichtung. Doch eine gute Geschäftsidee reicht nicht aus, wenn niemand das Unternehmen kennt. Onlinemarketing verhalf auch dem ehemaligen Startup schließlich zum Erfolg. Auch mit Hilfe von Google AdWords konnte der Umsatz von Makeke um 200 Prozent gesteigert werden. Daher will Daniel Haglage auch in Zukunft auf AdWords setzen und rechnet wieder mit einer Umsatzsteigerung von 50 Prozent.

Daniel Haglage war von Anfang an überzeugt von seiner Geschäftsidee. Doch der große Erfolg ließ zunächst auf sich warten. Wie viele Jungunternehmen hatte auch Makeke zunächst Startschwierigkeiten und sah sich mit Problemen wie geringer Reichweite und Sichtbarkeit konfrontiert. „Anfangs kamen nur wenige Besucher auf unsere Webseite“, sagt der Makeke-Chef. „Um Erfolg zu haben, müssen die Leute das Konzept kennen.“ Im August 2015 nahm Haglage dann an einem kostenfreien Training von Google teil, in dem ihm vermittelt wurde, wie man erfolgreiche Digitalmarketingkampagnen fährt – einschließlich Erstellung, Anzeigenplatzierung und Kontrolle. Wenig später setzte er das dort Gelernte in die Praxis um und startete seine erste Google AdWords Kampagne.

Deutlicher Traffic-Anstieg zu verzeichnen

Auch zur Steigerung der Bekanntheit der einzelnen Kategorie-Segmente, wie zum Beispiel Landhaus, Maritim oder Alpenstil, waren die Kampagnen effizient. Die Umsätze zogen an. Die steigende Bekanntheit, vor allem durch AdWords-Platzierungen, brachte nicht nur zusätzliche Kunden, sondern machte Makeke auch attraktiver für potentielle Shop-Partner zur Integration in die Plattform.

Seitdem ist AdWords für Haglage das bevorzugte Tool für die Bewerbung neuer Produkte. „AdWords ist ein sehr geeigneter Ansatz, um viele Besucher auf die eigene Webseite zu leiten.“ Die Zielgruppenansprache ist äußerst genau möglich. Wenn der Kunde in der Google-Suche Begriffe eingibt, werden neben den Suchergebnissen entsprechende Anzeigen platziert. Diese sind genau zugeschnitten auf den Kunden, und werden ihm exakt zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung gezeigt. Auch wenn der Kunde auf anderen Webseiten unterwegs ist, werden ihm extra auf ihn zugeschnittene Anzeigen offeriert, so Haglage. Dadurch wird er an einen Besuch auf der Webseite erinnert – und so die Marke und das entsprechende Produkt im Gedächtnis des Kunden verankert.

Haglage will auch in Zukunft auf AdWords setzen. Derzeit empfiehlt Makeke vor allem Produkte auf anderen Web-Shops. Doch bald will Haglage die Produkte auch über einen eigenen Makeke-Shop verkaufen. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft wird der Geschäftsführer dann wieder AdWords-Kampagnen schalten.

Zitat:

Wir freuen uns, das Google-Produkte Wachstumsmotoren für all diese Unternehmen sind.”

Google-Chef Matt Brittins

Durch seinen effektiven Einsatz digitaler Tools und der daraus folgenden rasanten, positiven Entwicklung des Unternehmens, sind Book a Tiger und Makeke ein Vorbild für zahlreiche andere europäische Unternehmen. Das Berliner Putz-Start-up ist der beste Beweis dafür, dass selbst kleine Unternehmen sehr schnell wachsen können, wenn sie auf “online” setzen. Und bei solch’ innovativen Unternehmen wie Book a Tiger ist es leicht verständlich, dass auch Google-Chef Matt Brittins Blick in die Zukunft der europäischen Wirtschaft positiv ausfiel. “Manche Menschen blicken auf die europäische Wirtschaft und sind pessimistisch. Wir sehen etwas anderes: Eine riesige Bandbreite an kreativen, ambitionierten und talentierten Unternehmen und Unternehmern. Wir erleben aus erster Hand, wie sie das Internet nutzen und freuen uns, das Google-Produkte Wachstumsmotoren für all diese Unternehmen sind.”

Info Kasten

Mobile succes!

Im Auftrag von Google hat das Institut eye square die Anzeigenwirkung auf Mobilgeräten analysiert. Hierfür wurden in einem Test Teilnehmern Anzeigen der Studien-Kooperationspartner Conrad, Gravis, HRS, Stepstone und VW gezeigt und auf ihre Werbewirkung untersucht. In einem zweiten Schritt wurde mittels Eye-Tracking-Technologie die Wahrnehmung von Anzeigen und organischen Ergebnissen auf dem Smartphone verglichen.

Schnell das Wetter checken, die Öffnungszeiten vom nächstgelegenen Bekleidungsgeschäft suchen oder einen kurzen Blick auf die aktuellen Nachrichten werfen: All dies soll schnell gehen. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Studie wider. Dabei fand die Studie unter anderem heraus, dass sich Nutzer auf dem Smartphone schneller orientieren als auf dem Desktop-PC. So beträgt die durchschnittliche Betrachtungsdauer der Suchergebnisseite bis zur Entscheidung (Klick) auf dem Mobilgerät 13,7 Sekunden. Auf dem Desktop liegt sie hingegen bei 15,4 Sekunden. Damit ist die Betrachtungsdauer um 11 Prozent kürzer als auf dem Desktop.

Auf mobilen Geräten ist der Fokus auf die Top-Position besonders ausgeprägt: Im Durchschnitt entfallen 54 Prozent der Betrachtungsdauer auf die ersten drei Positionen.

Erste Position wird mit starken Marken assoziiert

Ein weiteres Ergebnis: Die erste Position wird mit starken Marken assoziiert. Jeder zweiter Befragte ist der Meinung, auf der obersten Position stehe die bekannteste (63 %) bzw. beliebteste Marke (51 %). Nahezu die Hälfte der Nutzer verbindet die Top-Position mit der relevantesten Marke (47 %).

Das größte Klickvolumen auf Smartphones wird durch eine Kombination aus Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) generiert. Während die organischen und bezahlten Einzeleinblendungen jeweils 14 Prozent bzw. 32 Prozent aller gemessenen Klicks verzeichneten, erhielt eine gleichzeitige Präsenz in den organischen und bezahlten Ergebnissen 49 Prozent. Dies entspricht somit +3 Prozent im Vergleich zu den separaten Einzeleinblendungen.

Doppelter Markenkontakt bleibt im Gedächtnis

Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen erzielt auch die stärksten Effekte bei Erinnerung und Kaufimpuls. Wenn Nutzer zweifachen Kontakt zur Marke haben, festigt dies die Erinnerung an die Marke und die Kaufabsicht wird positiv beeinflusst. Bei den Werbewirkungsindikatoren Werbeerinnerung und Markenbekanntheit liegt die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen signifikant vor den anderen Ergebnissen, bei denen entweder nur organische oder nur bezahlte Anzeigen zu sehen sind.

Der Kaufimpuls kann sogar nur durch die Kombination aus bezahlten und organischen Ergebnissen signifikant gesteigert werden. In Bezug auf das Relevant Set, sprich die in Erwägung gezogenen Produkte oder Marken, konnte die Studie einen erhöhten Wert um 20 % im Vergleich zur Kontrollgruppe feststellen, in Bezug auf “First Choice”, also das Produkt bzw. die Marke erster Wahl, hat sich dieser Wert um mehr als 50 Prozent erhöht.

Mehr als die Hälfte der jungen Firmen nutzen Social Media

Mehr als die Hälfte der bis zu vier Jahre alten Unternehmen in Deutschland nutzen Social Media für ihre unternehmerische Tätigkeit. Die jungen Unternehmen sind somit Vorreiter des Social Media-Einsatzes durch deutsche Unternehmen. Social Media werden, davon ist aufgrund dieses Ergebnisses auszugehen, künftig bei den Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des KfW/ZEW-Gründungspanels.

„Für die meisten jungen Unternehmen haben sich ihre Erwartungen, die sie an Social Media hatten, mindestens teilweise erfüllt“, sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Allerdings ist nur jeder zehnte voll zufrieden. Das kann an überzogenen Erwartungen liegen, aber auch daran, dass es eine gewisse Zeit dauert, bis die Anstrengungen fruchten.“

Junge Unternehmen der Dienstleistungsbranche setzen Social Media am häufigsten ein (rund 60%); im Verarbeitenden Gewerbe sind es mehr als 40%, im Bausektor immerhin noch 25%. Je höher die Affinität des Unternehmens zu Software und Computer ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Social Media gezielt eingesetzt wird. So sticht innerhalb der Dienstleistungsbranche der Software-Sektor hervor: Dort sind gut 80% der jungen Unternehmen in Social Media aktiv. Grundpfeiler der Social Media-Strategie ist das Unternehmensprofil: 46% aller jungen Unternehmen nutzen Social Media, in dem sie sich innerhalb eines Sozialen Netzwerks präsentieren. 27% bieten ihren Kunden die Möglichkeit über eine Plattform, Feedback zu geben.

Noch relativ selten werden von jungen Unternehmen Inhalte auf Content-Sharing-Plattformen (14%) gestellt oder kurze Unternehmensnachrichten veröffentlicht (Twitter o.ä., 12%). Die Hauptmotive, über Social Media zu kommunizieren, sind Werbe- und Marketingzwecke (87%) sowie die Verbesserung des Vertriebs oder des Kundenservices (70%). 63% nutzen Social Media auch dazu, um Informationen über ihre Mitbewerber und über ihr Marktumfeld zu erhalten. Zudem werden Social Media zur internen Kommunikation (30%) und Mitarbeiterakquise (27%) eingesetzt.