Deutscher Gründerpreis 2026: Diese Gründer setzen neue Maßstäbe

Preisverleihung Deutscher Günderpreis 2026
Preisverleihung Deutscher Günderpreis 2026

Fusionsenergie, Elektromobilität und Raumfahrt: Beim Deutschen Gründerpreis 2026 stehen Unternehmen im Mittelpunkt, die mit Technologie und Unternehmergeist an den großen Zukunftsthemen arbeiten. Die Hauptpreise gingen an Proxima Fusion, DeepDrive und Dirk Roßmann.

Am 8. September 2026 wurde der Deutsche Gründerpreis im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin verliehen. Die diesjährigen Preisträger zeigen, wie breit das Spektrum erfolgreicher Unternehmensgründungen inzwischen reicht – von Deeptech und Fusionsenergie bis zum klassischen Handelsunternehmen.

StartUp: Proxima Fusion

Der Hauptpreis in der Kategorie StartUp ging an Proxima Fusion aus München. Das 2023 gegründete Unternehmen entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis der Stellarator-Technologie. Ziel ist es, die Kernfusion als nahezu CO₂-freie und kontinuierlich verfügbare Energiequelle wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Das Unternehmen ist aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hervorgegangen und beschäftigt inzwischen mehr als 200 Forscher, Ingenieure und Softwareexperten. Proxima Fusion will bereits 2030 einen ersten Demonstrator präsentieren.

Aufsteiger: DeepDrive

In der Kategorie Aufsteiger überzeugte DeepDrive aus Garching bei München. Das Unternehmen entwickelt Elektromotoren für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen.

Der Clou ist ein Doppelrotor-Konzept, das Material einsparen und gleichzeitig Effizienz und Kosten verbessern soll. DeepDrive arbeitet bereits mit acht der zehn größten Automobilhersteller der Welt zusammen. Damit zeigt das Unternehmen exemplarisch, wie aus einer technischen Innovation ein skalierbares Geschäftsmodell für einen globalen Markt entstehen kann. GründerMagazin berichtete bereits in der Ausgabe 01.23.

Lebenswerk: Dirk Roßmann

Der Preis für das Lebenswerk ging an Dirk Roßmann, Gründer der Drogeriemarktkette ROSSMANN. Roßmann eröffnete 1972 in Hannover den ersten Selbstbedienungs-Drogeriemarkt Deutschlands und entwickelte daraus über fünf Jahrzehnte einen internationalen Handelskonzern.

Heute ist ROSSMANN in neun europäischen Ländern vertreten und erzielt einen Jahresumsatz von 16,6 Milliarden Euro. Der Gründerpreis würdigt damit nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch Roßmanns unternehmerische Beharrlichkeit und seinen Beitrag zur Entwicklung des deutschen Handels.

Sonderpreis: Christa Fuchs und OHB

Der Sonderpreis ging an die Unternehmerin Christa Fuchs, die gemeinsam mit ihrem Mann Manfred aus einem Bremer Unternehmen mit zunächst fünf Mitarbeitern den Raumfahrtkonzern OHB mit aufbaute.

Heute beschäftigt OHB mehr als 4.000 Menschen und zählt zu den bedeutenden europäischen Raumfahrtunternehmen. Projekte wie SAR-Lupe und Galileo machten OHB international bekannt.

Schülerpreis: IceGreen

Auch der Gründer-Nachwuchs wurde ausgezeichnet. Das Team IceGreen vom Heiliggeist-Gymnasium in Würselen gewann den Deutschen Gründerpreis für Schüler:innen. Die Schüler entwickelten ein biologisch abbaubares Winter-Streumittel aus Neben- und Restprodukten unter anderem aus Papierherstellung, Forstwirtschaft und Biodieselproduktion.

Das Signal des Gründerpreises

Die Gewinner 2026 verbindet ein entscheidender Punkt: Sie haben aus technologischen oder gesellschaftlichen Herausforderungen konkrete Geschäftsmodelle entwickelt.

Für Gründer ist das vielleicht die wichtigste Botschaft des diesjährigen Preises. Innovation allein reicht nicht. Entscheidend ist die Fähigkeit, aus einer Idee ein Unternehmen zu bauen, das Märkte verändern kann.

Die Preisträger 2026 im Überblick:

  • StartUp: Proxima Fusion, München – Fusionsenergie
  • Aufsteiger: DeepDrive, Garching – Elektromobilität
  • Lebenswerk: Dirk Roßmann – ROSSMANN
  • Sonderpreis: Christa Fuchs – OHB
  • Schüler:innen: Team IceGreen, Würselen – nachhaltiges Streumittel

Die Finalisten und Preisträger in den Kategorien StartUp und Aufsteiger erhalten zudem individuelle Beratung durch Porsche Consulting sowie Mentoring und Zugang zum Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

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