Wachstum trotz Corona

Datev im Hoch
Datev im Hoch

Auch im Jahr 2020, das von den Herausforderungen der Corona-Pandemie geprägt war, haben sich die Geschäfte der DATEV eG positiv entwickelt. Der Umsatz stieg um 5,1 Prozent auf 1,156 Milliarden Euro. In absoluten Zahlen ist das ein Plus von 55,8 Millionen Euro.

Zu diesem Wachstum haben fast alle Geschäftsbereiche beigetragen. Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und mobiles Arbeiten führten dazu, dass die cloudbezogenen Lösungen und Dienstleistungen die stärksten Treiber waren: Über alle Produktgruppen hinweg gesehen wuchs der Umsatz mit diesen Angeboten im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Prozent. Sie umfassen neben den Cloud-Anwendungen DATEV Unternehmen online und DATEV Arbeitnehmer online vor allem Rechenzentrumsleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Steuern und Lohn und beinhalten Dienste wie revisionssichere Archivierung und geschützte Datenübermittlung, etwa an Finanzbehörden.

Allein die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer von Unternehmen online (eine Anwendung für die digitale Zusammenarbeit zwischen Kanzlei und Unternehmen) lag zum Bilanzstichtag bei 270.000 – eine Steigerung um mehr als 60.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Unternehmen, die über die Anwendung zumindest Belege digital mit ihren Steuerberatern austauschen, stieg um weitere fast 170.000 auf 615.000.

Wir brauchen den digitalen Fortschritt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen“

„Vor allem mit unseren cloudbasierten Lösungen und Dienstleistungen konnten wir unseren Mitgliedern und deren Mandantinnen und Mandanten bestmöglich helfen, durch das von Corona geprägte Jahr zu kommen“, so DATEV-CEO Dr. Robert Mayr. „2020 ist noch einmal deutlich geworden, wie wichtig die Digitalisierung betriebswirtschaftlicher Prozesse ist – und dass wir alle den digitalen Fortschritt brauchen, um gestärkt aus der aktuellen Krise hervorzugehen.“

Von allen Produktgruppen ist das Rechnungswesen absolut erneut am stärksten gewachsen. Mit einem Plus von 28,9 Millionen Euro (8,1 Prozent) wurde ein wesentlicher Anteil des Gesamtwachstums allein durch diese Produktgruppe generiert. Insgesamt erzielte sie einen Umsatz von 386,3 Millionen Euro.

Im Bereich Personalwirtschaft machte sich dagegen der Konjunktureinbruch durch die Corona-Krise bemerkbar: Während die Zahl der Lohn- und Gehaltsabrechnungen, die mit DATEV-Software erstellt werden, in den ersten Monaten des Jahres noch stieg, ging sie ab dem Zeitpunkt des ersten Lockdowns zurück. Übers gesamte Jahr wurden 157 Millionen Löhne und Gehälter mit DATEV-Programmen abgerechnet und damit knapp drei Millionen weniger als 2019.

Am stärksten war jedoch das Geschäft mit Beratung und Schulung von den Einschränkungen durch die Pandemie betroffen: Die meisten Präsenzseminare und Vor-Ort-Beratungen konnten nicht stattfinden. Der Umsatz in diesem Bereich ging um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Ein schneller Umstieg auf Online-Formate konnte hier einem noch stärkeren Rückgang entgegenwirken.

55.500 neue Kundinnen und Kunden gewonnen

Erfreulich ist die Entwicklung der Kundenzahl: So konnte DATEV 55.500 Neukundinnen und -kunden gewinnen; die Gesamtzahl lag zum 31. Dezember 2020 bei 405.500. Ende 2020 hatte DATEV insgesamt 8.125 Mitarbeitende, netto 198 mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem in den Bereichen Produktentwicklung und Service baute der IT-Dienstleister Personal auf. Darüber hinaus wurden crossfunktionale Teams weiter ausgebaut, die dem gesamten Haus zur Verfügung stehen, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. 

Das Betriebsergebnis lag 2020 bei 71,6 Millionen Euro und damit um 11 Millionen höher als im Geschäftsjahr 2019. Die Genossenschaftsmitglieder – Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte – erhalten in Form einer genossenschaftlichen Rückvergütung insgesamt 47,1 Millionen Euro (im Vorjahr 45,4 Millionen). Die Rückvergütungsquote bleibt mit 5,0 Prozent des rückvergütungsfähigen Jahresumsatzes im Vergleich zum Vorjahr konstant. Ausgezahlt wird die Rückvergütung nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch die ordentliche Vertreterversammlung am 25. Juni 2021.

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