Fraunhofer FFB: Zweiter Bauabschnitt schafft wichtige Infrastruktur für die Batterieproduktion der Zukunft. Ziel ist es, Batteriezellen in Deutschland künftig nachhaltig, effizient und im industriellen Maßstab entwickeln und produzieren zu können.
Nordrhein-Westfalen setzt ein weiteres Zeichen für eine leistungsfähige und unabhängige Batterieproduktion in Europa. Mit dem Richtfest für den zweiten Bauabschnitt der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) mit Ministerpräsident Wüst, Wirtschaftsministerin Neubaur und Bundesforschungsministerin Bär nimmt eines der ambitioniertesten Batterie-Forschungsprojekte Deutschlands weiter Gestalt an. Auf dem rund 39.000 Quadratmeter großen Gelände im Hansa-BusinessPark in Münster-Amelsbüren entsteht eine Forschungsinfrastruktur, die Forschung und industrielle Produktion enger miteinander verbinden soll.
Von der Forschung zur industriellen Fertigung
Die Fraunhofer FFB soll eine zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bilden. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen dort neue Materialien, Zellkonzepte und Produktionsverfahren unter möglichst realitätsnahen Bedingungen entwickeln und erproben können.
Gerade für Start-ups und innovative Technologieunternehmen kann eine solche Infrastruktur von großer Bedeutung sein. Denn der Weg von einer technologischen Idee bis zur industriellen Produktion ist insbesondere bei komplexen Batterietechnologien mit hohen Investitionen und erheblichen technischen Risiken verbunden. Die Forschungsfertigung soll dazu beitragen, diese Lücke zwischen Labor und industrieller Serienproduktion zu schließen.
Strategische Bedeutung für Europa
Batterien gelten als Schlüsseltechnologie für Elektromobilität, Energiespeicherung und die weitere Elektrifizierung zahlreicher Wirtschaftsbereiche. Gleichzeitig steht Europa im internationalen Wettbewerb um Produktionskapazitäten, Technologien und Lieferketten.
Mit dem Ausbau der Fraunhofer FFB soll daher auch die technologische Souveränität Deutschlands und Europas gestärkt werden. Forschung, Entwicklung und Produktion sollen stärker am Standort Deutschland miteinander verknüpft werden.
Chance für Innovation und Start-ups
Für die deutsche Start-up-Szene eröffnet die Forschungsinfrastruktur zusätzliche Möglichkeiten. Junge Unternehmen aus den Bereichen Batterietechnologie, neue Materialien, Energiespeicherung, Maschinenbau und Produktionstechnik können von der Nähe zu Forschung und industriellen Partnern profitieren. Das Richtfest markiert damit einen wichtigen Meilenstein: Aus der Forschungsinfrastruktur für die Batteriezelle soll ein leistungsfähiges Bindeglied zwischen wissenschaftlicher Innovation und industrieller Produktion entstehen.