Franchise-Barometer: Kein Höhenflug

Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes

Alljährlich erhebt der Deutsche Franchiseverband e.V. aktuelle Zahlen und Trends als Franchisebarometer bei seinen Mitgliedsunternehmen. Die diesjährige anonymisierte Online-Umfrage richtete sich an die über 240 Franchise-Mitgliedsunternehmen (Voll- und Assoziierte Mitglieder). Mit einer Ausschöpfungsquote von 45 Prozent lässt die Erhebung realistische Rückschlüsse auf die tatsächlichen Themen und Entwicklungen innerhalb der im Verband organisierten Franchisesysteme zu. Demnach hat mit 52 Prozent die Mehrheit der befragten Systeme ihre Expansionsziele für das Jahr 2017 erreicht. Dieser Wert ist rückläufig, zeigten sich doch im Vorjahr satte 60 Prozent mit dem Wachstum ihres Konzeptes zufrieden.

Positiv ist die Partnerentwicklung sowohl im Spitzensegment, also der Gewinnung von elf und mehr Franchisepartnern (25 Prozent), als auch in der breiten Mitte, bei einem bis fünf Partnern (51 Prozent). Die Zahlen spiegeln ein solides Wachstum wider. Für einen Positivtrend spricht außerdem der geringe Prozentsatz der Unternehmen, die in 2017 keine Franchisenehmer gewonnen haben. Dieser ist von neun in 2016 auf aktuell fünf Prozent gesunken.

Ein deutliches Plus von 43 Prozent verzeichnet die Expansion mit bestehenden Franchisepartnern. Multi-Unit-Franchising stellt damit eine solide Wachstumsalternative dar. Auf gleichbleibendem Niveau steht die Expansion durch Umwandlung bestehender Unternehmen in eine Franchisepartnerschaft. Zugenommen hat das Wachstum mit eigenen Filialen: 20 Prozent der befragten Systeme nutzen diesen Weg, um den sich ändernden Rahmenbedingungen am Partnermarkt entgegen zu treten. „Unsere Mitgliedssysteme richten ihre Expansionsstrategien immer breiter aus. Das belegt unsere Erhebung deutlich. Wenn auch das tradierte Wachstum noch immer mit Unternehmensgründungen neuer Partner vom Gros der befragten Systeme genutzt wird, so zeigt sich auch, wie sie sich strategisch neu ausrichten, um erfolgreich zu expandieren“, kommentiert Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes.

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